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Staus erkennen, bevor sie entstehen - ohne Blick in die Kristallkugel

19.04.2001


Stabilität

und Belastbarkeit auch bei extremer Auslagerung von 600 mm


Absolut

präzise Positionierung des Patienten


Das Fraunhofer-Institut für Software- und Systemtechnik (ISST) und die Gerhard-Mercator-Universität-Duisburg luden am 19. April zur Pressekonferenz ein

»Vor langen Staus zum Ende der Osterferien wird gewarnt«, »Rückreisewelle brachte Unfälle
und kilometerlange Staus mit sich«, »Vermehrt Wochenendausflügler und Rückreisende
unterwegs - stundenlanges Stehen auf der Autobahn«

Diese und ähnliche Schlagzeilen beschreiben jedes Jahr zum Ende der Osterferien das Bild auf
deutschen Straßen, besonders über die Autobahnen wälzen sich kilometerlange Blechlawinen.
Der Grund für diese jährlich wiederkehrenden Szenen liegt in dem Umstand, dass sich die
meisten Verkehrsteilnehmer zur gleichen Zeit auf den Weg machen und damit für ein hohes
Verkehrsaufkommen sorgen. Das jedoch ist einer der häufigsten Gründe für das Entstehen von
Staus. Was sich zum Ende der Osterferien in ganz besonders extremer Form zeigt, prägt in
ähnlicher Weise den Alltag vieler Berufspendler: Nichts bewegt sich mehr. Wer über
Autobahnen zur Arbeit fährt, muss sich nicht selten durch eine ganze Reihe von Staus und zäh
fließenden Verkehr kämpfen. Doch die meisten Verkehrsteilnehmer könnten dieses Chaos leicht
umgehen, wenn sie bereits vor Antritt der Fahrt über die Verkehrslage informiert würden.

Die Experten des Fraunhofer- Instituts für Software- und
Systemtechnik (ISST) in Dortmund und des Fachbereichs Physik von Transport und Verkehr der
Gerhard-Mercator-Universität-Duisburg haben ein Verkehrsinformationssystem entwickelt, das
Staus bereits vor ihrem Entstehen erkennt. w@ke up ist der Prototyp eines web-basierten
Dienstes, für dessen abschließende Entwicklung und weitere Vermarktung beide
Forschungseinrichtungen nun einen Kooperationspartner suchen. w@ke up funktioniert nach
folgendem Prinzip: Ein Nutzer hat die Möglichkeit, sich anzumelden und wird dann frühzeitig
und ganz persönlich über das Verkehrsaufkommen auf »seiner« persönlichen Fahrtstrecke
informiert. Zeichnet sich ein Stau ab, wird diesem Nutzer mittels Telefonanruf frühzeitig der
genaue Zeitpunkt mitgeteilt, der ideal für den Beginn seiner Fahrt wäre.
Das in seiner Art einmalige Verkehrsinformationssystem basiert im wesentlichen auf zwei
Komponenten: Den Stauprognosen der Gerhard-Mercator-Universität-Duisburg und der
Informationslogistik-Software des Fraunhofer ISST. Stauprognosen werden aufgrund statistischer
Analysen von historischen Verkehrsdaten und aktuellen Messungen erstellt. Der Lehrstuhl für
Physik von Transport und Verkehr hat unter der Leitung von Prof. Dr. Michael Schreckenberg ein
Verfahren entwickelt, mit dessen Hilfe sich aus diesen Daten mögliche Staus frühzeitig
berechnen lassen. Das Fraunhofer ISST sorgt für die individuelle und bedarfsgerechte
Aufbereitung und Weiterleitung dieser Informationen. Im Gegensatz zu gängigen
Frühwarnsystemen ist w@ke up damit in der Lage, jedem einzelnen Pendler per Telefonanruf
ganz gezielt genau die Stauinformationen zukommen zu lassen, die für »seine« persönliche
Strecke relevant sind. Die Bedienung von w@ke up ist denkbar einfach: Über eine Eingabemaske
kann jeder angemeldete Pendler sein persönliches Benutzerprofil erstellen. Dazu gehören unter
anderem Angaben zu seiner täglichen Fahrtstrecke, der üblichen Abfahrtszeit oder auch der
Telefonnummer, unter der er angerufen werden möchte.

w@ke up ist der Prototyp einer informationslogistischen Anwendung, die das Fraunhofer ISST in
seinem Kompetenzzentrum Informationslogistik entwickelt hat. Mit Blick auf das mobile Internet
wird hier an zukunftsfähigen, intelligenten Systemen der Informationsversorgung gearbeitet.
Denn angesichts der herrschenden Informationsflut ist es sinnvoll, dass künftig nur noch die
relevanten Informationen ihre Empfänger erreichen. Den Nutzern eines informationslogistischen
Dienstes wie w@ke up werden damit nur noch die Verkehrsinformationen geliefert, die sie selbst
betreffen. Sie brauchen damit weder auf die halbstündigen Verkehrshinweise zu warten, noch
müssen sie sich auf die oft minutenlangen Verkehrsansagen konzentrieren, um die eigene
Strecke herauszufinden.

Weitere Informationen finden Sie im WWW:

Magistra Artium Kerstin Szostak | idw

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