Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Neuigkeiten aus dem Stau: System WAYFlow nutzt Fahrzeuge selbst als Sensoren für Verkehrsdichte

13.05.2003


Mit GPS-Positionsbestimmung und Mobilfunkverbindung wird das Auto selbst zum Stausensor. Das Display links zeigt dem Fahrer Alternativrouten an. Im Hintergrund, am anderen Ufer der Spree befindet sich das Produktionstechnische Zentrum, in dem das FCD-System entwickelt wurde.


Zusammen mit der Volkswagentochter Gedas entwickelt das Institut City-Floating Car Data (FCD), das einen anderen Ansatz verfolgt: Die Autos selbst dienen als Stausensoren. Ausgestattet mit GPS, einer GSM-Telekommunikationseinheit sowie einem Rechner meldet das System beim Durchfahren eines Straßenabschnitts die aktuelle Verkehrslage an eine Zentrale.

... mehr zu:
»FCD »Stau »WAYFlow

Je nach Geschwindigkeit des Wagens erkennt FCD stockenden Verkehr oder einen Stau. Gefördert vom Bundesministerium BMBF musste sich das System im Rahmen der Projektes WAYFlow von 1998 bis Anfang diesen Jahres im Ballungszentrum Frankfurt bewähren. Vorwiegend Berufspendler, die zu regelmäßigen Zeiten täglich dieselbe Strecke befahren, wurden mit FCD ausgestattet. "Schon mit 200 Fahrzeugen erhält man statistisch sichere Daten über das Hauptstreckennetz Frankfurts", sagt Schönewolf. Da FCD ur-sprünglich für Autobahnen konzipiert wurde, stellt der Einsatz in einer Großstadt die Entwickler vor ganz neue Herausforderungen. Denn FCD dient nicht nur der Verkehrserfassung, sondern bietet entsprechend einem individuellem Nutzerprofil Alternativrouten an. Damit diese nicht zum Beispiel durch verkehrsberuhigte Zonen führen, muss in Zusammenarbeit mit den örtlichen Behörden ein Streckennetz definiert werden. »Hier wird das Nadelöhr für eine flächendeckende Nutzung von FCD liegen«, meint Schönewolf. Langfristig will es das IPK zusammen mit Bosch-Blaupunkt in neue Endgeräte integrieren. Doch zu-nächst wartet ein weiterer Test auf FCD: Zu den Olympischen Spielen in Athen 2004 werden im Rahmen eines EU-Projekts 200 Fahrzeuge mit dem System ausgestattet.

Jeden Tag das gleiche Ärgernis auf dem Weg zur Arbeit: "Zähfließenden Verkehr" meldet der Verkehrsfunk. Wieder einmal bedarf es vieler Umwege, um noch pünktlich ins Büro zu kommen. Herkömmliche Verkehrsdienste, beispielsweise per SMS, hinken oft der tatsächlichen Verkehrslage hinterher, denn sie beruhen vorwiegend auf stationärer Verkehrserfassung und sind nicht flächendeckend ausgebaut. "Wenn ein Routing-Dienst eine schlechte Datengrundlage hat, wird er bald nicht mehr genutzt. Wir wollen besseren Content zur Verfügung stellen", verspricht Werner Schönewolf vom Berliner Fraunhofer-Institut für Produktionsanlagen und Konstruktionstechnik IPK.


Trotz Staugefahr lohnt sich vom 20. bis 24. Mai der Weg zur Münchner Messe Transport Logistics. Dort gibt es weitere Informationen zum Thema City-FCD - am Fraunhofer-Gemeinschaftstand "Die Zukunft der Mobilität" in Halle B 4 am Stand 501 / 602.

Dipl.-Ing. Werner Schönewolf | Fraunhofer-Gesellschaft
Weitere Informationen:
http://www.ipk.fraunhofer.de

Weitere Berichte zu: FCD Stau WAYFlow

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Verkehr Logistik:

nachricht Smarte Datenanalyse für Verkehr in Stuttgart
28.02.2017 | Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation IAO

nachricht HIGH-TOOL unterstützt Verkehrsplanung in Europa
22.02.2017 | Karlsruher Institut für Technologie

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Verkehr Logistik >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Entwicklung miniaturisierter Lichtmikroskope - „ChipScope“ will ins Innere lebender Zellen blicken

Das Institut für Halbleitertechnik und das Institut für Physikalische und Theoretische Chemie, beide Mitglieder des Laboratory for Emerging Nanometrology (LENA), der Technischen Universität Braunschweig, sind Partner des kürzlich gestarteten EU-Forschungsprojektes ChipScope. Ziel ist es, ein neues, extrem kleines Lichtmikroskop zu entwickeln. Damit soll das Innere lebender Zellen in Echtzeit beobachtet werden können. Sieben Institute in fünf europäischen Ländern beteiligen sich über die nächsten vier Jahre an diesem technologisch anspruchsvollen Projekt.

Die zukünftigen Einsatzmöglichkeiten des neu zu entwickelnden und nur wenige Millimeter großen Mikroskops sind äußerst vielfältig. Die Projektpartner haben...

Im Focus: A Challenging European Research Project to Develop New Tiny Microscopes

The Institute of Semiconductor Technology and the Institute of Physical and Theoretical Chemistry, both members of the Laboratory for Emerging Nanometrology (LENA), at Technische Universität Braunschweig are partners in a new European research project entitled ChipScope, which aims to develop a completely new and extremely small optical microscope capable of observing the interior of living cells in real time. A consortium of 7 partners from 5 countries will tackle this issue with very ambitious objectives during a four-year research program.

To demonstrate the usefulness of this new scientific tool, at the end of the project the developed chip-sized microscope will be used to observe in real-time...

Im Focus: Das anwachsende Ende der Ordnung

Physiker aus Konstanz weisen sogenannte Mermin-Wagner-Fluktuationen experimentell nach

Ein Kristall besteht aus perfekt angeordneten Teilchen, aus einer lückenlos symmetrischen Atomstruktur – dies besagt die klassische Definition aus der Physik....

Im Focus: Wegweisende Erkenntnisse für die Biomedizin: NAD⁺ hilft bei Reparatur geschädigter Erbinformationen

Eine internationale Forschergruppe mit dem Bayreuther Biochemiker Prof. Dr. Clemens Steegborn präsentiert in 'Science' neue, für die Biomedizin wegweisende Forschungsergebnisse zur Rolle des Moleküls NAD⁺ bei der Korrektur von Schäden am Erbgut.

Die Zellen von Menschen und Tieren können Schäden an der DNA, dem Träger der Erbinformation, bis zu einem gewissen Umfang selbst reparieren. Diese Fähigkeit...

Im Focus: Designer-Proteine falten DNA

Florian Praetorius und Prof. Hendrik Dietz von der Technischen Universität München (TUM) haben eine neue Methode entwickelt, mit deren Hilfe sie definierte Hybrid-Strukturen aus DNA und Proteinen aufbauen können. Die Methode eröffnet Möglichkeiten für die zellbiologische Grundlagenforschung und für die Anwendung in Medizin und Biotechnologie.

Desoxyribonukleinsäure – besser bekannt unter der englischen Abkürzung DNA – ist die Trägerin unserer Erbinformation. Für Prof. Hendrik Dietz und Florian...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Industriearbeitskreis »Prozesskontrolle in der Lasermaterialbearbeitung ICPC« lädt nach Aachen ein

28.03.2017 | Veranstaltungen

Neue Methoden für zuverlässige Mikroelektronik: Internationale Experten treffen sich in Halle

28.03.2017 | Veranstaltungen

Wie Menschen wachsen

27.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Von Agenten, Algorithmen und unbeliebten Wochentagen

28.03.2017 | Unternehmensmeldung

Hannover Messe: Elektrische Maschinen in neuen Dimensionen

28.03.2017 | HANNOVER MESSE

Dimethylfumarat – eine neue Behandlungsoption für Lymphome

28.03.2017 | Medizin Gesundheit