Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Die ganze Transportkette im Griff

13.09.2000


Um Waren zu verschicken, setzen Lieferanten oft mehrere Verkehrsmittel ein. So wird etwa eine Ladung Papier von Malmö mit Bahn, Schiff und Lkw nach Athen transportiert. Ein neues Software-System hilft,
»multimodale« Transporte leichter zu organisieren.

Transporte zu organisieren, ist aufwendig: Es müssen Fahr- und Tourenpläne herausgesucht, ausreichend Ladekapazitäten gebucht, Frachtpapiere ausgefüllt, Versicherungen abgeschlossen und Zollbestimmungen eingehalten werden. Und je öfter Transportmittel wechseln, desto größer ist der Organisations- und Abstimmungsaufwand. Das schreckt bisher noch viele Unternehmen ab, für den Transport ihrer Waren verschiedene Verkehrsmittel wie Lkw, Bahn, Schiff oder Flugzeug einzusetzen und multimodale Transportketten zu betreiben. Das Fraunhofer-Institut für Informations- und Datenverarbeitung IITB in Karlsruhe hat ein offenes Software-System zur Koordination von Transporten entwickelt, das den Informations- und Dokumentenaustausch für den gesamten Frachtweg automatisiert und verwaltet.

»Das Transport Chain Management System TCMS kennt die Daten von Lieferanten, Kunden und Warenmengen sowie Transporteuren mit ihren speziellen Transportdiensten, Fahrplänen und Terminen«, erläutert Ulrich Bügel vom IITB. Beispiel: Ein schwedischer Papierfabrikant muss innerhalb von acht Wochen 50 Tonnen Papier an eine Großdruckerei in Athen liefern. Das TCMS recherchiert, welche Reedereien von Göteborg aus den Hafen Piräus anfahren, ob die Schiffe rechtzeitig Athen erreichen und ob noch genügend Transportkapazitäten vorhanden sind. Danach sucht es die passende Zugverbindung nach Göteborg heraus und prüft, welche Spedition die Lieferung vom Hafen in Athen zur Druckerei bringen kann. Obwohl der Exporteur beim Versand drei verschiedene Verkehrsmittel nutzt, hat er kaum zusätzlichen Aufwand. Er erhält nur eine einzige zusammenfassende Buchungsbestätigung. Außerdem erstellt und versendet das System die elektronischen Frachtpapiere für alle Transportmittel. Weiterer Vorteil des Systems: Der Exporteur kann verfolgen, wo seine Ladung ist. Fällt ein Glied in der Transportkette aus - kein Problem: Das System informiert sofort den Lieferanten und sucht automatisch eine neue Verbindung heraus.

Ansprechpartner:
Ulrich Bügel
Telefon 07 21/60 91-4 57
Telefax 07 21/60 91-4 13
E-Mail: bgl@iitb.fhg.de
Fraunhofer-Institut für
Informations- und Daten-
verarbeitung IITB
Fraunhoferstraße 1
D-76131 Karlsruhe
Pressekontakt:
Ute Brödner
Telefon: 07 21/60 91-3 00
Telefax: 07 21/60 91-4 13
E-Mail: boe@iitb.fhg.de

Weitere Informationen finden Sie im WWW:

Beate Koch |

Weitere Berichte zu: Software-System TCMS Transportkette

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Verkehr Logistik:

nachricht Urbane Logistik der Zukunft
06.11.2017 | Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation IAO

nachricht Unfälle vermeiden und den Verkehrsfluss verbessern - Pilotanlage zum Automatisierten Fahren in Ulm
26.10.2017 | Universität Ulm

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Verkehr Logistik >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Transparente Beschichtung für Alltagsanwendungen

Sport- und Outdoorbekleidung, die Wasser und Schmutz abweist, oder Windschutzscheiben, an denen kein Wasser kondensiert – viele alltägliche Produkte können von stark wasserabweisenden Beschichtungen profitieren. Am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) haben Forscher um Dr. Bastian E. Rapp einen Werkstoff für solche Beschichtungen entwickelt, der sowohl transparent als auch abriebfest ist: „Fluoropor“, einen fluorierten Polymerschaum mit durchgehender Nano-/Mikrostruktur. Sie stellen ihn in Nature Scientific Reports vor. (DOI: 10.1038/s41598-017-15287-8)

In der Natur ist das Phänomen vor allem bei Lotuspflanzen bekannt: Wassertropfen perlen von der Blattoberfläche einfach ab. Diesen Lotuseffekt ahmen...

Im Focus: Ultrakalte chemische Prozesse: Physikern gelingt beispiellose Vermessung auf Quantenniveau

Wissenschaftler um den Ulmer Physikprofessor Johannes Hecker Denschlag haben chemische Prozesse mit einer beispiellosen Auflösung auf Quantenniveau vermessen. Bei ihrer wissenschaftlichen Arbeit kombinierten die Forscher Theorie und Experiment und können so erstmals die Produktzustandsverteilung über alle Quantenzustände hinweg - unmittelbar nach der Molekülbildung - nachvollziehen. Die Forscher haben ihre Erkenntnisse in der renommierten Fachzeitschrift "Science" publiziert. Durch die Ergebnisse wird ein tieferes Verständnis zunehmend komplexer chemischer Reaktionen möglich, das zukünftig genutzt werden kann, um Reaktionsprozesse auf Quantenniveau zu steuern.

Einer deutsch-amerikanischen Forschergruppe ist es gelungen, chemische Prozesse mit einer nie dagewesenen Auflösung auf Quantenniveau zu vermessen. Dadurch...

Im Focus: Leoniden 2017: Sternschnuppen im Anflug?

Gemeinsame Pressemitteilung der Vereinigung der Sternfreunde und des Hauses der Astronomie in Heidelberg

Die Sternschnuppen der Leoniden sind in diesem Jahr gut zu beobachten, da kein Mondlicht stört. Experten sagen für die Nächte vom 16. auf den 17. und vom 17....

Im Focus: «Kosmische Schlange» lässt die Struktur von fernen Galaxien erkennen

Die Entstehung von Sternen in fernen Galaxien ist noch weitgehend unerforscht. Astronomen der Universität Genf konnten nun erstmals ein sechs Milliarden Lichtjahre entferntes Sternensystem genauer beobachten – und damit frühere Simulationen der Universität Zürich stützen. Ein spezieller Effekt ermöglicht mehrfach reflektierte Bilder, die sich wie eine Schlange durch den Kosmos ziehen.

Heute wissen Astronomen ziemlich genau, wie sich Sterne in der jüngsten kosmischen Vergangenheit gebildet haben. Aber gelten diese Gesetzmässigkeiten auch für...

Im Focus: A “cosmic snake” reveals the structure of remote galaxies

The formation of stars in distant galaxies is still largely unexplored. For the first time, astron-omers at the University of Geneva have now been able to closely observe a star system six billion light-years away. In doing so, they are confirming earlier simulations made by the University of Zurich. One special effect is made possible by the multiple reflections of images that run through the cosmos like a snake.

Today, astronomers have a pretty accurate idea of how stars were formed in the recent cosmic past. But do these laws also apply to older galaxies? For around a...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

500 Kommunikatoren zu Gast in Braunschweig

20.11.2017 | Veranstaltungen

VDI-Expertenforum „Gefährdungsanalyse Trinkwasser"

20.11.2017 | Veranstaltungen

Technologievorsprung durch Textiltechnik

17.11.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Künstliche neuronale Netze: 5-Achs-Fräsbearbeitung lernt, sich selbst zu optimieren

20.11.2017 | Informationstechnologie

Tonmineral bewässert Erdmantel von innen

20.11.2017 | Geowissenschaften

Hemmung von microRNA-29 schützt vor Herzfibrosen

20.11.2017 | Biowissenschaften Chemie