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FloReSt: Forschung zur Zukunft des Straßenpersonenverkehrs

18.07.2008
Am Institut Verkehr und Raum der FH Erfurt wird ein Forschungsprojekt gefördert, das Busunternehmen für den regionalen Straßenverkehr eine Handhabe für zukünftige Planungen geben soll.

200.000 € Forschungsmittel des Bundesforschungsministeriums (BMBF) wurden jetzt dem Institut Verkehr und Raum der FH Erfurt zur Durchführung eines Forschungsvorhabens über "Flexible Flottenstrukturen im regionalen Straßenpersonenverkehr (FloReSt)" bewilligt.

Bis Ende 2010 soll das Forschungsvorhaben in enger Kooperation mit dem Landesverband Thüringer Omnibusunternehmer e.V. (LTO), der Marketingkooperation Bus Thüringen e.V. (MBT) sowie mehreren mittelständischen Verkehrsunternehmen aus Thüringen durchgeführt werden.

Vor allem aufgrund zurückgehender Schülerzahlen sowie der Abwanderung stehen die Verkehrsunternehmen in ländlichen Räumen bereits seit einigen Jahren unter einem erheblichen Anpassungsdruck. Zudem setzt der europarechtliche Rahmen die Unternehmen unter einen wachsenden Kostendruck, um im Wettbewerb bestehen zu können. Die Verkehrsunternehmen benötigen hierfür zunächst solide Informationen über die künftige Nachfrageentwicklung, um mit kostengünstigen, angepassten und flexiblen Lösungen auch künftig ein bedarfsgerechtes Verkehrsangebot anzubieten. Dieses Angebot sollte den Umweltschutz-Gedanken einbeziehen - schließlich sind Busse erwiesenermaßen die umweltfreundlichsten Verkehrsmittel.

Gesamtziel des Vorhabens ist vor diesem Hintergrund die Entwicklung eines Planungs- und Handlungsleitfadens für kleine und mittlere Verkehrsunternehmen zur technisch-wirtschaftlichen Bewertung ihrer Flottenstrukturen. Schwerpunkt dieser Planungshilfe ist ein standardisiertes Berechnungsverfahren zur Abschätzung künftiger Erlöse und Kosten auf Basis konkreter unternehmensinterner Leistungs- und Strukturdaten. Ziel dabei ist die Schaffung einer Entscheidungsgrundlage zur künftigen Ausgestaltung einer wirtschaftlich und technisch effizienten Flottenstruktur.

Das Vorhaben soll zusammenfassend drei Fragestellungen beantworten:

o Wie müssen künftig die Fahrzeuge und Fahrzeugflotten der regionalen Verkehrsunternehmen ausgestattet sein?

o Mit Hilfe welcher Modelle des Flottenbetriebs können die fahrzeuggebundenen Fixkostensätze beeinflusst werden?

o Wie können die Verkehrsunternehmen in die Lage versetzt werden, die betriebswirtschaftlichen Auswirkungen von Lösungsalternativen eigenständig abzuschätzen?

Die Verkehrsunternehmen können mit den beabsichtigten neuen Herangehensweisen in der Flottengestaltung spezifische betriebswirtschaftliche Potenziale ausschöpfen sowie Lösungsalternativen bewerten. Regionale Verkehrsunternehmen werden mit den Ergebnissen des Vorhabens in die Lage versetzt, in einem spezifischen betriebswirtschaftlich-technischen Teilbereich der Unternehmensorganisation ihre Wettbewerbsfähigkeit zu stärken und ihre Marktposition auszubauen.

Prof. Dr. Matthias Gather, Institut Verkehr und Raum, Fachhochschule Erfurt
Tel. 0361 6700 654 | 758

Roland Hahn | idw
Weitere Informationen:
http://www.verkehr-und-raum.de

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