Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Größter Flughafenterminal der Welt in Beijing eröffnet

27.02.2008
China setzt auf Weltrekorde beim Ausbau der Verkehrsinfrastruktur

Am 29. Februar wird der gigantische neue Flughafen-Terminal in Beijing seine Türen öffnen. Den Vollbetrieb wird der Terminal allerdings erst am 26. März aufnehmen, berichtet die chinesische Nachrichtenagentur China Daily. Die Dimensionen des Gebäudes sprengen alle bisherigen Rekorde: Die Architekten Foster & Partner erklären, dass es das größte Gebäude der Welt sei und größer sei als alle Terminals des Londoner Flughafens Heathrow zusammen.

Nach der Eröffnung soll der Terminal allein eine jährliche Kapazität von 50 Mio. Passagieren haben. Derzeit liegt der Flughafen von Beijing in der Weltrangliste der größten Flughäfen an neunter Stelle. Doch das werde sich schnell ändern, zeigen sich Experten überzeugt. Beijing werde nicht nur für innerchinesische Flüge, sondern auch für internationale Ankünfte zur Drehscheibe in Ostasien ausgebaut.

"Was in der Urbanisierung Europas 200 Jahre gedauert hat, braucht in China nur 20 Jahre", erklärt der Architekt Lord Foster gegenüber BBC. Natürlich stehe ein gewisser Geltungsdrang hinter diesen Megaprojekten, meinen Kritiker. "China will, dass man schon begeistert ist, wenn man hier ankommt", meint der BBC-Reporter James Reynolds. China setze darauf, bei allen Vorhaben Rekordleistung hinzulegen. Ein kritischer Vergleich macht offensichtlich, was die Chinesen können: Der neue Terminal am Beijinger Flughafen ist doppelt so groß wie der neue Terminal 5 in Heathrow, er kostet aber nur die Hälfte. Vier Jahre - von der Planung bis zur Eröffnung - stehen fast 20 Jahre für den Terminal 5 in Heathrow entgegen. Öffentliche Anhörungen zur Planung und Durchführung habe es allerdings nicht gegeben. Proteste von Bürgern sind verboten. Die Regierung hat einfach geplant und gebaut. Auch standen keine Gewerkschaften hinter den Bauleuten. 24 Stunden an 365 Tagen wurde an dem Flughafengebäude gewerkt.

... mehr zu:
»Beijing »Terminal

Die chinesische Nachrichtenagentur Xinhua berichtet, dass sich das chinesische Wissenschafts- und Technologie-Ministerium mit dem Eisenbahnministerium darauf geeinigt hat, eine Bahn-Hochleistungsstrecke zwischen Beijing und Shanghai zu errichten, die Spitzengeschwindigkeiten von 350 Kilometer pro Stunde erlaubt. Der Ausbau der 1.318 Kilometer lange Bahnstrecke, die bereits seit mehr als zehn Jahren zur Diskussion steht, wird mit 21 Mrd. Dollar beziffert. Zum Einsatz kommen soll eine weiter entwickelte Version des 300 km/h schnellen CRH-Zuges. Die Fahrzeit mit dem neuen Zug wird von derzeit zehn auf fünf Stunden verringert. Auch die Passagier-Kapazität soll auf 160 Mio. Reisende im Jahr verdoppelt werden.

Der Straßenausbau wird derzeit massiv forciert: Erst Anfang der Woche wurde ein weiteres Streckenstück der Autobahn zwischen China und Vietnam dem Verkehr übergeben. Die Straße verbindet das Hekou County im Südwesten der Provinz Yunnan mit Vietnam. Ein weiterer Weltrekord ist die längste Spannbrücke der Welt, die in den kommenden Tagen eröffnet wird. Die 36 Kilometer lange Brücke wird über die Hangzhou Bucht nahe Shanghai führen.

Wolfgang Weitlaner | pressetext.austria
Weitere Informationen:
http://en.bcia.com.cn
http://www.chinadaily.com.cn
http://www.xinhua.cn

Weitere Berichte zu: Beijing Terminal

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Verkehr Logistik:

nachricht Wirtschaftlicher Betrieb von Oberleitungs-Lkw ist möglich – aber es gibt relevante Hürden
08.05.2017 | Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung (ISI)

nachricht Auf dem Weg zur lückenlosen Qualitätsüberwachung in der gesamten Lieferkette
25.04.2017 | BIBA - Bremer Institut für Produktion und Logistik

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Verkehr Logistik >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Orientierungslauf im Mikrokosmos

Physiker der Universität Würzburg können auf Knopfdruck einzelne Lichtteilchen erzeugen, die einander ähneln wie ein Ei dem anderen. Zwei neue Studien zeigen nun, welches Potenzial diese Methode hat.

Der Quantencomputer beflügelt seit Jahrzehnten die Phantasie der Wissenschaftler: Er beruht auf grundlegend anderen Phänomenen als ein herkömmlicher Rechner....

Im Focus: A quantum walk of photons

Physicists from the University of Würzburg are capable of generating identical looking single light particles at the push of a button. Two new studies now demonstrate the potential this method holds.

The quantum computer has fuelled the imagination of scientists for decades: It is based on fundamentally different phenomena than a conventional computer....

Im Focus: Tumult im trägen Elektronen-Dasein

Ein internationales Team von Physikern hat erstmals das Streuverhalten von Elektronen in einem nichtleitenden Material direkt beobachtet. Ihre Erkenntnisse könnten der Strahlungsmedizin zu Gute kommen.

Elektronen in nichtleitenden Materialien könnte man Trägheit nachsagen. In der Regel bleiben sie an ihren Plätzen, tief im Inneren eines solchen Atomverbunds....

Im Focus: Turmoil in sluggish electrons’ existence

An international team of physicists has monitored the scattering behaviour of electrons in a non-conducting material in real-time. Their insights could be beneficial for radiotherapy.

We can refer to electrons in non-conducting materials as ‘sluggish’. Typically, they remain fixed in a location, deep inside an atomic composite. It is hence...

Im Focus: Hauchdünne magnetische Materialien für zukünftige Quantentechnologien entwickelt

Zweidimensionale magnetische Strukturen gelten als vielversprechendes Material für neuartige Datenspeicher, da sich die magnetischen Eigenschaften einzelner Molekülen untersuchen und verändern lassen. Forscher haben nun erstmals einen hauchdünnen Ferrimagneten hergestellt, bei dem sich Moleküle mit verschiedenen magnetischen Zentren auf einer Goldfläche selbst zu einem Schachbrettmuster anordnen. Dies berichten Wissenschaftler des Swiss Nanoscience Institutes der Universität Basel und des Paul Scherrer Institutes in der Wissenschaftszeitschrift «Nature Communications».

Ferrimagneten besitzen zwei magnetische Zentren, deren Magnetismus verschieden stark ist und in entgegengesetzte Richtungen zeigt. Zweidimensionale, quasi...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Meeresschutz im Fokus: Das IASS auf der UN-Ozean-Konferenz in New York vom 5.-9. Juni

24.05.2017 | Veranstaltungen

Diabetes Kongress in Hamburg beginnt heute: Rund 6000 Teilnehmer werden erwartet

24.05.2017 | Veranstaltungen

Wissensbuffet: „All you can eat – and learn”

24.05.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Hochspannung für den Teilchenbeschleuniger der Zukunft

24.05.2017 | Physik Astronomie

3D-Graphen: Experiment an BESSY II zeigt, dass optische Eigenschaften einstellbar sind

24.05.2017 | Physik Astronomie

Optisches Messverfahren für Zellanalysen in Echtzeit - Ulmer Physiker auf der Messe "Sensor+Test"

24.05.2017 | Messenachrichten