Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Katalysator zur Reduktion von Stickstoffoxid

09.09.2003


Eine zypriotische Universität hat einen Katalysator für die Reduktion von Stickstoffoxid entwickelt. Dieser Katalysator hat nicht nur exzellente katalytische Eigenschaften, sondern zeichnet sich auch durch geringere Produktionskosten und durchweg umweltfreundliche Eigenschaften aus.


In den modernen Gesellschaften geht mit allen technologischen Fortschritten und industriellen Aktivitäten stets auch Umweltverschmutzung einher. Da aber viele dieser Aktivitäten zugleich lebensnotwendige Dienste sind, ist die Beseitigung der Umweltverschmutzung schwierig, wenn nicht unmöglich. Alle Versuche zur Senkung umweltschädlicher Aktivitäten haben sich als extrem schwierig erwiesen. Gegenwärtig scheint die einzige durchführbare Lösung darin zu bestehen, diese umweltschädlichen Aktivitäten so zu modifizieren, dass weniger Schadstoffe entstehen.

Ein Forschungsteam einer zypriotischen Universität, das auf diesem Gebiet arbeitet, hat jetzt einen neuen Katalysator entwickelt, der einerseits Stickstoffoxid (NO) reduziert, das von Industriebetrieben oder Haushalten produziert wird, und andererseits selbst von einer umweltfreundlichen Technologie Gebrauch macht. Der Katalysator arbeitet auf Platinbasis, wird bei Vorhandensein von überschüssigem Sauerstoff, Wasser und/oder Schwefeldioxid (SO2) wirksam und nutzt Wasserstoff (H2) als Reduktionsmittel. Der Katalysator besitzt gegenüber Stickstoffoxid exzellente katalytische Eigenschaften im Hinblick auf z.B. Aktivität, Selektivität und Stabilität. Außerdem arbeitet er ausgezeichnet in einem Temperaturbereich von 100°C bis 400°C. Dies ist der weiteste Temperaturbereich, der bei dieser Art von chemischer Reaktion heute erzielbar ist. Schließlich dürften auch die Produktionskosten für diesen Katalysator sehr niedrig sein, da er weniger Platin enthält als andere Katalysatoren dieser Bauart.


Dieser neuartige Katalysator weist bedeutende Vorteile gegenüber den heute gängigen Verfahren auf, in denen Ammoniak verwendet wird. Es ist nicht toxisch und weitaus einfacher zu handhaben. Hinzu kommt, dass die Endprodukte der chemischen Reaktion keine Kohlenstoffverbindungen enthalten und somit nicht zum Treibhauseffekt beitragen.

Kontaktangaben

Dr. Costa Costas
University of Cyprus
Department of Chemistry
Heterogeneous Catalysis Laboratory
Research fellow
Kallipoleos 75, PO Box 20537
1678 Nicosia, Cyprus
Tel: +357-22892176
Fax: +357-22339063
Email: ccosta@ucy.ac.cy

Costa Costas | ctm
Weitere Informationen:
http://www.ucy.ac.cy

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Verfahrenstechnologie:

nachricht Dresdner Forscher drucken die Welt von Morgen
08.02.2017 | Fraunhofer-Institut für Werkstoff- und Strahltechnik IWS

nachricht Neues Verfahren bringt komplex geformte Verbundwerkstoffe in die Serie
23.01.2017 | Evonik Industries AG

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Verfahrenstechnologie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Mehr Sicherheit für Flugzeuge

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem totalen Triebwerksausfall zum Einsatz kommt, um den Piloten ein sicheres Gleiten zu einem Notlandeplatz zu ermöglichen, und ein Assistenzsystem für Segelflieger, das ihnen das Erreichen größerer Höhen erleichtert. Präsentiert werden sie von Prof. Dr.-Ing. Wolfram Schiffmann auf der Internationalen Fachmesse für Allgemeine Luftfahrt AERO vom 5. bis 8. April in Friedrichshafen.

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem...

Im Focus: HIGH-TOOL unterstützt Verkehrsplanung in Europa

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt sich bewerten, wie verkehrspolitische Maßnahmen langfristig auf Wirtschaft, Gesellschaft und Umwelt wirken. HIGH-TOOL ist ein frei zugängliches Modell mit Modulen für Demografie, Wirtschaft und Ressourcen, Fahrzeugbestand, Nachfrage im Personen- und Güterverkehr sowie Umwelt und Sicherheit. An dem nun erfolgreich abgeschlossenen EU-Projekt unter der Koordination des KIT waren acht Partner aus fünf Ländern beteiligt.

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt...

Im Focus: Zinn in der Photodiode: nächster Schritt zur optischen On-Chip-Datenübertragung

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium allein – die stoffliche Basis der Chip-Produktion – sind als Lichtquelle kaum geeignet. Jülicher Physiker haben nun gemeinsam mit internationalen Partnern eine Diode vorgestellt, die neben Silizium und Germanium zusätzlich Zinn enthält, um die optischen Eigenschaften zu verbessern. Das Besondere daran: Da alle Elemente der vierten Hauptgruppe angehören, sind sie mit der bestehenden Silizium-Technologie voll kompatibel.

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium...

Im Focus: Innovative Antikörper für die Tumortherapie

Immuntherapie mit Antikörpern stellt heute für viele Krebspatienten einen Erfolg versprechenden Ansatz dar. Weil aber längst nicht alle Patienten nachhaltig von diesen teuren Medikamenten profitieren, wird intensiv an deren Verbesserung gearbeitet. Forschern um Prof. Thomas Valerius an der Christian Albrechts Universität Kiel gelang es nun, innovative Antikörper mit verbesserter Wirkung zu entwickeln.

Immuntherapie mit Antikörpern stellt heute für viele Krebspatienten einen Erfolg versprechenden Ansatz dar. Weil aber längst nicht alle Patienten nachhaltig...

Im Focus: Durchbruch mit einer Kette aus Goldatomen

Einem internationalen Physikerteam mit Konstanzer Beteiligung gelang im Bereich der Nanophysik ein entscheidender Durchbruch zum besseren Verständnis des Wärmetransportes

Einem internationalen Physikerteam mit Konstanzer Beteiligung gelang im Bereich der Nanophysik ein entscheidender Durchbruch zum besseren Verständnis des...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

6. Internationale Fachkonferenz „InnoTesting“ am 23. und 24. Februar 2017 in Wildau

22.02.2017 | Veranstaltungen

Wunderwelt der Mikroben

22.02.2017 | Veranstaltungen

Der Lkw der Zukunft kommt ohne Fahrer aus

21.02.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Ursache für eine erbliche Muskelerkrankung entdeckt

22.02.2017 | Medizin Gesundheit

Möglicher Zell-Therapieansatz gegen Zytomegalie

22.02.2017 | Biowissenschaften Chemie

Meeresforschung in Echtzeit verfolgen

22.02.2017 | Geowissenschaften