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Wie hilft die Psychoanalyse in der Palliativmedizin?

25.02.2011
Bundesweit erste interdisziplinäre Arbeitstagung in München

Die erste Arbeitstagung „Psychoanalyse und Palliative Care“ findet am 4. und 5. März in München statt. Veranstaltet wird der Kongress gemeinsam vom C.G. Jung Institut München, dem Interdisziplinären Zentrum für Palliativmedizin am Klinikum der Universität München und der Hochschule für Philosophie. Die Tagung richtet sich an alle Berufsgruppen, die mit dem Thema der Palliativarbeit befasst sind.

Ziel der Veranstaltung ist es, das Know-how der Psychoanalyse für Palliative Care nutzbar zu machen. „Die Psychoanalyse hat fundierte Kenntnisse über die Dynamik von Bindung und Abschied in Schwellensituationen - vom Lebensbeginn bis zum Sterben. Dieses praktische Wissen stellt für die Ausbildung und Supervision in Pflege, Medizin und Psychotherapie eine wertvolle Hilfe dar“, sagt Prof. Eckhard Frick, der Spiritual Care an der Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) München lehrt. Ein Höhepunkt im Programm der Veranstaltung wird der öffentliche Abendvortrag von Prof. Dr. phil. Verena Kast zum Thema „Abschiedlich existieren. Sich einlassen und loslassen“. Die Ergebnisse der Tagung werden im Nachgang als Fachbuch erscheinen.

Palliativmedizin am Klinikum der Universität München

Palliativmedizin dient der Verbesserung der Lebensqualität von Patienten und ihren Angehörigen, die mit einer lebensbedrohlichen Erkrankung konfrontiert sind. Dies geschieht durch Vorbeugung und Linderung von Leiden mittels frühzeitiger Erkennung, hochqualifizierter Beurteilung und Behandlung von Schmerzen und anderen Problemen physischer, psychosozialer und spiritueller Natur.

Vier zentrale Bereiche definieren die erfolgreiche Arbeit des interdisziplinären Zentrums für Palliativmedizin (IZP) am Campus Großhadern: Die Palliativstation mit 10 Betten und angeschlossenem Konsiliardienst, die Kinderpalliativmedizin, Palliativmedizin als Pflichtlehr- und Prüfungsfach und die Zusammenarbeit mit der Christophorus Akademie, die alle Qualifizierungen anbietet, die nach den gesetzlichen Vorgaben stationärer und ambulanter Palliativ- und Hospizarbeit gefordert werden.

Journalisten sind herzlich eingeladen, an der Veranstaltung teilzunehmen.

Weiterführende Informationen sowie das Programm zum Download erhalten Sie unter www.psapallcare.info

Kontakt:
Prof. Dr. med. Eckhard Frick sj
Psychiater und Psychoanalytiker
Professur für Spiritual Care
Interdisziplinäres Zentrum für Palliativmedizin
Klinikum der Universität München
Telefon: 089 7095-7937
Email: efrick@med.lmu.de
Internet: www.spiritualcare.de
Klinikum der Universität München
Im Klinikum der Universität München (LMU) sind im Jahr 2009 an den Standorten Großhadern und Innenstadt etwa 500.000 Patienten ambulant, teilstationär und stationär behandelt worden. Die 45 Fachkliniken, Institute und Abteilungen verfügen über mehr als 2.300 Betten. Von insgesamt fast 10.000 Beschäftigten sind rund 1.700 Mediziner. Forschung und Lehre ermöglichen eine Patientenversorgung auf höchstem medizinischem Niveau. Das Klinikum der Universität München hat im Jahr 2009 rund 62 Millionen Euro an Drittmitteln eingeworben und ist seit 2006 Anstalt des öffentlichen Rechts.

Gemeinsam mit der Medizinischen Fakultät der Ludwig-Maximilians-Universität ist das Klinikum der Universität München an sechs Sonderforschungsbereichen der DFG (SFB 455, 571, 594, 596, 684, 824), an drei Sonderforschungsbereichen-/Transregio (TR 05, TR 22, TR 36), zwei Forschergruppen (KFO 128 und FOR 535) sowie an zwei Graduiertenkollegs (GK 1091 und 1202) beteiligt. Hinzu kommen die beiden Exzellenzcluster „Center for Integrated Protein Sciences“ (CIPSM) und „Munich Center of Advanced Photonics“ (MAP) sowie die Graduiertenschule „Graduate School of Systemic Neurosciences“ (GSN-LMU).

Philipp Kreßirer | Klinikum der Universität München
Weitere Informationen:
http://www.klinikum.uni-muenchen.de

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