Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Dauerbrenner Zusatzstoffe in Lebensmitteln

01.07.2015

Gesundheitsportal PhytoDoc und Experten diskutieren zu aktuellen Gesetzgebungen

TEIL 1 - 2. Juli 2015

Eine gesunde Ernährung in den Familien, aber auch in Unternehmen – das ist ein Dauerbrenner. So zog es vor einigen Wochen in Stuttgart auf der Fachmesse für betriebliche Gesundheit, der Corporate Health Convention, zahlreiche Zuhörer zur Diskussionsrunde „Ernährung im Betrieb.

Deutsche lieben es ungesund?“ Was jedoch geschieht, wenn man höchst motiviert seinen Ernährungsplan zusammenstellen möchte, dann aber an den Kennzeichnungsregeln scheitert, dies beschreibt PhytoDoc, das Gesundheitsportal für Naturheilkunde, Heilpflanzen und Gesundheitsprävention, in seinen Artikeln zu Lebensmittelzusätzen.

In dem Fachkommentar von Dr. Andrea Flemmer wird schnell deutlich: mehrfach Hinschauen ist wichtig. Gerne auch mit Lupe: So hält das Kleingedruckte auf den Lebensmittelverpackungen, was der Name verspricht. Die EU-Kommission hatte gut lesbare, drei Millimeter große Buchstaben gefordert – im Ergebnis haben sich 1,2 Millimeter durchgesetzt.

Glutenfrei, Zuckerfrei, Frei von Geschmacksverstärkern… Diese Werbeversprechen sollten für den Verbraucher eindeutig sein, im Alltag jedoch kann man sie leider häufig nur als gut getarnten Schwindel bezeichnen. Der Beispiele gibt es einige, anbei unsere Top 5.


TOP1
FREI von Aromen, Geschmacksverstärkern, Konservierungsstoffen?

Die berühmten „Frei-Häkchen“ vermitteln uns Verbrauchern ein gutes Gefühl, allerdings….. Hier werden oft unverdächtig scheinende Stoffe mit vergleichbarer Wirkung als deklarationsfreundliche Alternativen eingesetzt. So werden vielen Produkten, die angeblich "ohne Geschmacksverstärker" sind, andere geschmacksverstärkende Zutaten wie zum Beispiel Hefeextrakt zugesetzt, die allerdings nicht als solche gekennzeichnet werden müssen. Das bedeutet in der Praxis: Lesen, Lesen und sich genau informieren, welche Zusatzstoffe verboten sind und wie die Hersteller mit erlaubten Zutaten tricksen.

TOP2
GLUTENFREI:

Das Klebereiweiß im Weizen möchten viele gerne komplett vermeiden und der Begriff „Glutenfrei“ ist auch gesetzlich geregelt. Allerdings dürfen kleine Mengen (unter anderem aus technologischen Gründen) in den Produkten enthalten sein. Als "glutenfrei" bezeichnete Lebensmittel dürfen also eine kleine Menge Gluten enthalten. Für Zöliakie-Betroffene kann das bedeuten, dass sie empfindlich auf genau diese scheinbar sicheren Lebensmittel reagieren, dies geschieht schon bei der geringen Schwelle von 20 Milligramm pro Kilogramm Lebensmittel.

TOP3
LAKTOSEFREI:

Dieser Hinweis taucht immer häufiger in den Regalen der Supermärkte auf. Verträgt man keinen Milchzucker, sind derartige Lebensmittel wirklich hilfreich, um sich laktosefrei zu ernähren. Es werden jedoch auch Lebensmittel als „laktosefrei“ beworben, die von Natur aus sehr wenig Milchzucker enthalten. Diese können also sowieso bedenkenlos verzehrt werden. Viele wissen aber auch nicht, dass bislang laktosefreien Lebensmitteln im Rahmen der Rezeptur Milchzucker beigefügt wird. Das betrifft zum Beispiel Fleisch- und Wurstzubereitungen.

TOP4

VANILLE:

Hm, Echte Vanille oder Vanillin? Häufig wird mit dem Bild von Vanilleschoten auf der Verpackung vorgegaukelt, dass das Produkt echte Vanille enthält. Beim genauen Check enthält jedoch ein großer Teil der untersuchten Lebensmittel das künstliche Vanillin.


TOP 5
ZUCKERFREI:

Anstelle von Saccharose kann unser komplett „zuckerfreies“ Lebensmittel dann durchaus Traubenzucker (Glukose), Fruchtzucker (Fruktose), Invertzucker, Maltodextrin, Malzextrakt (= Malzsirup), Malzzucker (= Maltose), Glukosesirup oder Milchzucker enthalten.

Zum ausführlichen Artikel und aktuellen Gesetzgebungen:
http://www.phytodoc.de/artikel/tarnen-und-taeuschen-wie-bei-lebensmittel-zusatzstoffen-getrickst-wird/#

Buchtipps:
Echt süß! Gesunde Zuckeralternativen im Vergleich, Dr. Andrea Flemmer, VAK-Verlags GmbH
Vom Verzehr wird abgeraten, Die Suppe lügt, Hans-Ulrich Grimm, Knaur Verlag


TEIL 2 Praxisblick - 3. Juli 2015

Und wie ist das mit frischen Lebensmitteln, einer gesunden Ernährung im Betrieb und den kleinen Pausen?

Nichts ist schlimmer als die so genannte Heißhunger Falle, dann wird es leider den Meisten auch ziemlich egal, wie frisch und gesund Lebensmittel sind. Einige Lebensmittel haben sich als Stressabwehrer gut bewährt z.B. Paranüsse, Mandeln, Süßkartoffeln, Grüner Tee und Kakao. Isolierte Kohlenhydrate sollte man vermeiden, dafür allerdings die Gemüse-, Sprossen-, Nussaufnahme erhöhen und Grüne Smoothies zusätzlich oder als Alternative zu Salat ausprobieren.

Wenn Frische mobil werden soll: Dr. Andrea Baxheinrich, Diplom Ökotrophologin und BGM Beraterin bei der Mannheimer vitaliberty empfiehlt für Arbeitnehmer, die viel unterwegs sein müssen, folgendes:

Mit einer kleinen Kühlbox/-tasche für den Sommer ist man immer gut gewappnet.
Hinein gehören u.a.

- Ausreichend Getränke wie z.B. Wasser, gekühlter Tee oder stark verdünnte Fruchtschorlen
- etwas Obst, z.B. Apfel oder Birne entweder im Ganzen oder als Obstsalat morgens kurz kleingeschnitten und kühl verpackt
- je nach Geschmack ein paar Nüsse z.B. Walnüsse, Cashews oder Mandeln
- für die Mittagsmahlzeit z.B. einen Salat (Dressing separat mitnehmen) mit Gemüse und Nudeln oder Reis (lässt sich einfach am Vorabend vorbereiten). Vielleicht gibt es vor Ort auch eine leckere, gesunde Alternative? Viele Bistros bieten mittlerweile einen „frischen“ Mittagstisch an.

Grundsätzlich gilt natürlich: je weniger Zutaten ein Produkt hat, desto besser, denn meist ist es dann auch weniger verarbeitet, als ein Lebensmittel mit 20 Zutaten.

Mehr zum Thema Gesundheit und Gesunde Ernährung im Unternehmen: www.corporate-moove.de

Buchtipps zum Thema:
Gesund und lecker essen im Job: „Lunchbox Revolution“ von Micaela Stermieri, erschienen in der Edition Fackelträger

Mehr zum Thema Naturheilkunde bei PhytoDoc: http://www.phytodoc.de

Im Blog stellen Ärzte und Heilpraktiker ihre beliebtesten Therapien vor: http://www.phytodoc.de/blog

Über PhytoDoc:
Das Internetportal bietet gesundheitsbewussten Verbrauchern wissenschaftlich gesicherte und umfassende Informationen rund um die Thematik Gesundheit, Prävention, Naturheilkunde und Heilpflanzen. Die Themenbereiche richten sich an Patienten, Mediziner und Heilpraktiker. Die PhytoDoc-Informationen sollen den Verbraucher bei seinen Entscheidungen unterstützen, alternative Therapien und Präparate zu wählen, Krankheitssymptome ganzheitlich behandeln zu lassen und bewusst auf Gesundheitsvorsorge zu setzen.

Kontakt zur PhytoDoc Ltd. über info@phytodoc.de, Tel. 06221-727 61 53.

Pressekontakt:
Fon: +49 (30) 201 88 565, Fax: +49 (30) 201 88 575, Email: presse@phytodoc.de

Presse | PhytoDoc

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Veranstaltungsnachrichten:

nachricht Lebenswichtige Lebensmittelchemie
23.03.2017 | Gesellschaft Deutscher Chemiker e.V.

nachricht Die „Panama Papers“ aus Programmierersicht
22.03.2017 | Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur Leipzig

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Veranstaltungsnachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Fliegende Intensivstationen: Ultraschallgeräte in Rettungshubschraubern können Leben retten

Etwa 21 Millionen Menschen treffen jährlich in deutschen Notaufnahmen ein. Im Kampf zwischen Leben und Tod zählt für diese Patienten jede Minute. Wenn sie schon kurz nach dem Unfall zielgerichtet behandelt werden können, verbessern sich ihre Überlebenschancen erheblich. Damit Notfallmediziner in solchen Fällen schnell die richtige Diagnose stellen können, kommen in den Rettungshubschraubern der DRF Luftrettung und zunehmend auch in Notarzteinsatzfahrzeugen mobile Ultraschallgeräte zum Einsatz. Experten der Deutschen Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin e.V. (DEGUM) schulen die Notärzte und Rettungsassistenten.

Mit mobilen Ultraschallgeräten können Notärzte beispielsweise innere Blutungen direkt am Unfallort identifizieren und sie bei Bedarf auch für Untersuchungen im...

Im Focus: Gigantische Magnetfelder im Universum

Astronomen aus Bonn und Tautenburg in Thüringen beobachteten mit dem 100-m-Radioteleskop Effelsberg Galaxienhaufen, das sind Ansammlungen von Sternsystemen, heißem Gas und geladenen Teilchen. An den Rändern dieser Galaxienhaufen fanden sie außergewöhnlich geordnete Magnetfelder, die sich über viele Millionen Lichtjahre erstrecken. Sie stellen die größten bekannten Magnetfelder im Universum dar.

Die Ergebnisse werden am 22. März in der Fachzeitschrift „Astronomy & Astrophysics“ veröffentlicht.

Galaxienhaufen sind die größten gravitativ gebundenen Strukturen im Universum, mit einer Ausdehnung von etwa zehn Millionen Lichtjahren. Im Vergleich dazu ist...

Im Focus: Giant Magnetic Fields in the Universe

Astronomers from Bonn and Tautenburg in Thuringia (Germany) used the 100-m radio telescope at Effelsberg to observe several galaxy clusters. At the edges of these large accumulations of dark matter, stellar systems (galaxies), hot gas, and charged particles, they found magnetic fields that are exceptionally ordered over distances of many million light years. This makes them the most extended magnetic fields in the universe known so far.

The results will be published on March 22 in the journal „Astronomy & Astrophysics“.

Galaxy clusters are the largest gravitationally bound structures in the universe. With a typical extent of about 10 million light years, i.e. 100 times the...

Im Focus: Auf der Spur des linearen Ubiquitins

Eine neue Methode ermöglicht es, den Geheimcode linearer Ubiquitin-Ketten zu entschlüsseln. Forscher der Goethe-Universität berichten darüber in der aktuellen Ausgabe von "nature methods", zusammen mit Partnern der Universität Tübingen, der Queen Mary University und des Francis Crick Institute in London.

Ubiquitin ist ein kleines Molekül, das im Körper an andere Proteine angehängt wird und so deren Funktion kontrollieren und verändern kann. Die Anheftung...

Im Focus: Tracing down linear ubiquitination

Researchers at the Goethe University Frankfurt, together with partners from the University of Tübingen in Germany and Queen Mary University as well as Francis Crick Institute from London (UK) have developed a novel technology to decipher the secret ubiquitin code.

Ubiquitin is a small protein that can be linked to other cellular proteins, thereby controlling and modulating their functions. The attachment occurs in many...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Lebenswichtige Lebensmittelchemie

23.03.2017 | Veranstaltungen

Die „Panama Papers“ aus Programmierersicht

22.03.2017 | Veranstaltungen

Über Raum, Zeit und Materie

22.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Besser lernen dank Zink?

23.03.2017 | Biowissenschaften Chemie

Lebenswichtige Lebensmittelchemie

23.03.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Innenraum-Ortung für dynamische Umgebungen

23.03.2017 | Architektur Bauwesen