Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Vernetzung von Clusterinitiativen in Europa

11.12.2007
Zukunftstechnologien voranbringen und die internationale Innovations- und Wettbewerbsfähigkeit von kleinen- und mittleren Unternehmen stärken

Europabeauftragter Prof. Dr. Norbert Höptner: „Allein das Zusammenspiel von Kreativität und Wertschöpfung führt zu Innovationen. Erst das erfolgreiche Umsetzen neuer kreativer Ideen in Produkte und deren Implementierung in den internationalen Markt verhilft den Unternehmen zu einer globalen Wettbewerbsfähigkeit. Die bereits bestehenden und gut aufgestellten Clusterinitiativen in Baden-Württemberg müssen sich vor allem auch in Europa positionieren und vernetzen, um ihre Zukunft zu sichern.“

Das Steinbeis-Europa-Zentrum führte am 11. Dezember 2007 in Zusammenarbeit mit dem Wirtschaftsministerium eine Europäische Innovations- und Clusterkonferenz im Kultur- und Kongresszentrum Liederhalle, Stuttgart durch. Die Konferenz setzte den vom Wirtschaftministerium initiierten Clusterdialog fort, der am 4. Dezember 2007 mit dem 1. Baden-Württembergischen Cluster-Forum begann. Der Europabeauftragte des Wirtschaftsministers Norbert Höptner und das Steinbeis-Europa-Zentrum sowie das Wirtschaftsministerium setzen nun den Akzent auf den Dialog mit Europa.

„Die Lissabonstrategie der Europäischen Kommission hebt darauf ab, den Europäischen Forschungs- und Wirtschaftsraum bis zum Jahr 2010 zum wettbewerbsfähigsten und dynamischsten der Welt zu machen. Kreativität, Wertschöpfung und Markterfolg müssen dabei zu den treibenden Kräften werden. Innovation ist immer die Verbindung von Kreativität und Markterfolg. Daher gilt es beides zu fördern“, so Höptner in seiner Eröffnungsrede. Der Europabeauftragte wies auf die Notwendigkeit eines Kreislaufs von Kreativität und Markterfolg hin. Nur mit Hilfe der am Markt erwirtschafteten Gewinne kann die Finanzierung von Forschung und Innovation nachhaltig sichergestellt werden.

... mehr zu:
»KMU »SEZ »Wirtschaftsministerium

Dr. Hans Freudenberg, Amtschef im Wirtschaftsministerium, betonte, dass das Wirtschaftsministerium bereits 2006 mit der Einrichtung eines eigenen Referats „Clusterpolitik“ deutlich gemacht hat, dass es die Clusterpolitik als ein zentrales Instrument der Innovationspolitik sieht. Ein Charakteristikum der Clusterpolitik des Landes sei der betont dialogorientierte Ansatz. „Es ist uns sehr daran gelegen, im Rahmen des von uns initiierten ‚Cluster-Dialogs Baden-Württemberg’ Wirtschaft, Wissenschaft, Politik und Verwaltung in Netzwerken zusammenzubringen“, so Dr. Hans Freudenberg. Der clusterpolitische Ansatz habe gerade auch auf europäischer Ebene eine große Bedeutung. „Wir können heute zwar feststellen, dass Baden-Württemberg zu den innovativsten Regionen Europas gehört, aber wir wissen auch, dass es großer Anstrengung bedarf, diese Position zu halten“, erklärte der Amtschef.

Zu der europäischen Konferenz kamen über 200 regionale und europäische Entscheidungsträger aus den Bereichen Innovation und Technologietransfer aus 20 Ländern. Der Anteil der Teilnehmer aus dem Ausland lag bei 20 %. Die Konferenz bildete eine Plattform, die den Austausch über Herangehensweisen beim Innovations- und Clustermanagement anhand von „Guten Beispielen" ermöglichte. Hierbei wurde in besonderer Weise die Innovations- und Wettbewerbsfähigkeit der kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) ins Auge gefasst. Unter den Teilnehmern fanden sich 30 KMU.

Drei Themen wurden auf dem Podium diskutiert:

- die Chancen durch eine internationale Vernetzung von Clustern
- strategische politische Instrumente für die Gestaltung und Entwicklung von zukünftigen Clusternetzwerken

- die Bedeutung der Europäischen Technologieplattformen und der Gemeinsamen Technologieinitiativen der Europäischen Kommission

Internationale Experten stellten erfolgreiche regionale und europäische Clusternetzwerke vor. Von baden-württembergischer Seite wirkten u. a. Vertreter der Wirtschaftsförderung Region Stuttgart, Wirtschaftsförderung Karlsruhe, BIOPRO, Kompetenznetz Mechatronik und des Wirtschaftsministeriums mit. Aus Europa stellten Repräsentanten der Innovation Relay Centres, der Europäischen Kommission sowie aus öffentlichen Behörden ihre Politik dar.

Das Steinbeis-Europa-Zentrum als Teil des europäischen Netzwerks der „Innovation Relay Centres (IRC)“ unterstützt nachhaltig den transnationalen Technologietransfer. Es hilft mit, Kompetenznetze zwischen Hochschulen, Forschungseinrichtungen und Unternehmen zu knüpfen und bringt dabei insbesondere die europäische Dimension ein. Seit 1995 agiert es erfolgreich im europäischen IRC- Netzwerk mit rund 250 Zentren und 1000 Experten um den transnationalen Technologietransfer und damit die Internationalisierung der KMU voranzubringen.

Clusterdefinition (Wirtschaftsministerium):
Die zumeist regional verankerten Ansammlungen von Unternehmen einer Branche oder eines thematisch gleichen Komplexes und dazu assoziierter Einrichtungen werden als Cluster bezeichnet. Voll ausgebildete Cluster decken die gesamte Wertschöpfungskette ab – von der Grundlagenforschung bis zur Vermarktung fertiger Produkte. Akteure einer Wertschöpfungskette sind produzierende Unternehmen, Zuliefer- und Dienstleistungsunternehmen, Universitäten, Forschungs- und Bildungseinrichtungen, Finanzdienstleister, Politik aber beispielsweise auch Unternehmensverbände.

Eine cluster-orientierte Innovationspolitik stützt sich auf einen interdisziplinär angelegten Wissens- und Erfahrungsaustausch zwischen Unternehmen, Forschungs-, Bildungs- und Wissenstransfereinrichtungen und stimuliert eine aktive Vernetzung der Akteure.

Steinbeis-Europa-Zentrum
Das Steinbeis-Europa-Zentrum (SEZ) wurde 1990 auf Initiative des Europabeauftragten des Wirtschaftsministers des Landes Baden-Württemberg gegründet und hat zur Aufgabe, den Unternehmen den Weg nach Brüssel zu erleichtern und sie in Fragen der europäischen Forschungs- und Technologieprogramme und Technologiekooperationen zu unterstützen.
Mit Standorten in Stuttgart und Karlsruhe unterstützt das SEZ Unternehmen, Hochschulen und Forschungseinrichtungen bei der Antragstellung und Durchführung grenzüberschreitender Projekte, in Fragen europäischer Förder- und Technologieprogramme und europäischer Unternehmenskooperationen.

Seit 1993 ist das SEZ offizielles EU-Verbindungsbüro für Forschung und Technologie (Innovation Relay Centre) und von der Europäischen Kommission beauftragt, die Nutzung der Ergebnisse europäischer Forschung und Technologieentwicklung zu fördern. Seit 1995 ist das SEZ Koordinator eines Konsortiums, das die Unternehmen der Länder Baden-Württemberg und Thüringen betreut. Seit 2000 gehört ein Partner aus der Schweiz zu dem Netzwerk. Das Steinbeis-Europa-Zentrum ist die Nationale Kontaktstelle für KMU in Baden-Württemberg im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie. Zugleich agiert es als EU-Beratungsstelle für die Hochschulen in Baden-Württemberg im Auftrag des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst.

Öffentlichkeitsarbeit:
Steinbeis-Europa-Zentrum
Anette Mack und Lena Ohlig
Phone: 0 711 123 4023, und 0711 123 4033
E-Mail: mack@steinbeis-europa.de
ohlig@steinbeis-europa.de

Anette Mack | Steinbeis-Europa-Zentrum
Weitere Informationen:
http://www.steinbeis-europa.de

Weitere Berichte zu: KMU SEZ Wirtschaftsministerium

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Veranstaltungsnachrichten:

nachricht Den Geheimnissen der Schwarzen Löcher auf der Spur
21.07.2017 | Goethe-Universität Frankfurt am Main

nachricht Den Nachhaltigkeitskreis schließen: Lebensmittelschutz durch biobasierte Materialien
21.07.2017 | Cofresco Forum

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Veranstaltungsnachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Einblicke unter die Oberfläche des Mars

Die Region erstreckt sich über gut 1000 Kilometer entlang des Äquators des Mars. Sie heißt Medusae Fossae Formation und über ihren Ursprung ist bislang wenig bekannt. Der Geologe Prof. Dr. Angelo Pio Rossi von der Jacobs University hat gemeinsam mit Dr. Roberto Orosei vom Nationalen Italienischen Institut für Astrophysik in Bologna und weiteren Wissenschaftlern einen Teilbereich dieses Gebietes, genannt Lucus Planum, näher unter die Lupe genommen – mithilfe von Radarfernerkundung.

Wie bei einem Röntgenbild dringen die Strahlen einige Kilometer tief in die Oberfläche des Planeten ein und liefern Informationen über die Struktur, die...

Im Focus: Molekulares Lego

Sie können ihre Farbe wechseln, ihren Spin verändern oder von fest zu flüssig wechseln: Eine bestimmte Klasse von Polymeren besitzt faszinierende Eigenschaften. Wie sie das schaffen, haben Forscher der Uni Würzburg untersucht.

Bei dieser Arbeit handele es sich um ein „Hot Paper“, das interessante und wichtige Aspekte einer neuen Polymerklasse behandelt, die aufgrund ihrer Vielfalt an...

Im Focus: Das Universum in einem Kristall

Dresdener Forscher haben in Zusammenarbeit mit einem internationalen Forscherteam einen unerwarteten experimentellen Zugang zu einem Problem der Allgemeinen Realitätstheorie gefunden. Im Fachmagazin Nature berichten sie, dass es ihnen in neuartigen Materialien und mit Hilfe von thermoelektrischen Messungen gelungen ist, die Schwerkraft-Quantenanomalie nachzuweisen. Erstmals konnten so Quantenanomalien in simulierten Schwerfeldern an einem realen Kristall untersucht werden.

In der Physik spielen Messgrößen wie Energie, Impuls oder elektrische Ladung, welche ihre Erscheinungsform zwar ändern können, aber niemals verloren gehen oder...

Im Focus: Manipulation des Elektronenspins ohne Informationsverlust

Physiker haben eine neue Technik entwickelt, um auf einem Chip den Elektronenspin mit elektrischen Spannungen zu steuern. Mit der neu entwickelten Methode kann der Zerfall des Spins unterdrückt, die enthaltene Information erhalten und über vergleichsweise grosse Distanzen übermittelt werden. Das zeigt ein Team des Departement Physik der Universität Basel und des Swiss Nanoscience Instituts in einer Veröffentlichung in Physical Review X.

Seit einigen Jahren wird weltweit untersucht, wie sich der Spin des Elektrons zur Speicherung und Übertragung von Information nutzen lässt. Der Spin jedes...

Im Focus: Manipulating Electron Spins Without Loss of Information

Physicists have developed a new technique that uses electrical voltages to control the electron spin on a chip. The newly-developed method provides protection from spin decay, meaning that the contained information can be maintained and transmitted over comparatively large distances, as has been demonstrated by a team from the University of Basel’s Department of Physics and the Swiss Nanoscience Institute. The results have been published in Physical Review X.

For several years, researchers have been trying to use the spin of an electron to store and transmit information. The spin of each electron is always coupled...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Den Geheimnissen der Schwarzen Löcher auf der Spur

21.07.2017 | Veranstaltungen

Den Nachhaltigkeitskreis schließen: Lebensmittelschutz durch biobasierte Materialien

21.07.2017 | Veranstaltungen

Operatortheorie im Fokus

20.07.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Einblicke unter die Oberfläche des Mars

21.07.2017 | Geowissenschaften

Wegbereiter für Vitamin A in Reis

21.07.2017 | Biowissenschaften Chemie

Den Geheimnissen der Schwarzen Löcher auf der Spur

21.07.2017 | Veranstaltungsnachrichten