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Interdisziplinär und anspruchsvoll

08.11.2007
Wie schnell die Zeit vergeht! Bald ist schon Weihnachten und kurz darauf geht wieder ein Jahr zu Ende. Dabei ist das eher die Erwachsenensicht, für die meisten Kinder scheint Heiligabend noch eine Ewigkeit entfernt. Je nach Perspektive kann der gleiche Zeitraum unerträglich lang oder erschreckend kurz sein. Aber was ist eigentlich "Zeit"?

So alltäglich und bestimmend die Zeit für uns ist, so schwer ist sie zu fassen. "Was also ist die Zeit? Wenn mich niemand danach fragt, weiß ich es; will ich einem Fragenden es erklären, weiß ich es nicht", formulierte der Mönch Augustinus vor rund 1.600 Jahren. Mit den "Jenaer Denkanstößen" an der Friedrich-Schiller-Universität am 10. November bieten Jenaer Studenten eine Gelegenheit, sich dem Phänomen Zeit aus verschiedenen Perspektiven zu nähern.

Mit drei Vorträgen hochkarätiger Referenten wird das Thema aus physikalischer, aus medizinisch-psychologischer und aus kultureller Sicht beleuchtet. Im Anschluss sind weiterführende Diskussionen vorgesehen und erwünscht. Die Veranstaltung beginnt um 10 Uhr in den Rosensälen der Friedrich-Schiller-Universität Jena (Fürstengraben 27).

Der Wissenschaftsjournalist Rüdiger Vaas spricht über "Die Rätsel der Zeit ? Die vierte Dimension aus der Perspektive von Physik und Philosophie". In seinem Vortrag "Die notwendige Erfindung von Zeit, um sich in der Welt zurecht zu finden" widmet sich Prof. Dr. Ernst Pöppel vom Institut für Medizinische Psychologie der LMU München der Zeit aus neurowissenschaftlicher Sicht. Der kulturelle Aspekt wird von Prof. Dr. Joachim Krausse vom Fachbereich Design der Hochschule Anhalt unter dem Titel "Modelle von Globalität. Der Beitrag des Entwerfens zur Bewohnbarkeit des Planeten Erde" thematisiert.

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Die Idee zu den "Denkanstößen" entstand Anfang 2006 bei einem Treffen von Stipendiaten der Studienstiftung des Deutschen Volkes. "In anderen Studienorten veranstalten die Stipendiaten auch verschiedene Aktionen und wir haben uns gesagt, 'lasst uns doch auch mal was machen'", blickt Hannah Zipprich zurück. "Am Anfang war total offen, was dabei herauskommt, klar war nur: Es sollte etwas Interdisziplinäres und auch Anspruchsvolles werden", sagt die 23-jährige Medizinstudentin von der Jenaer Universität.

Das ist den Studenten gelungen, wie die ersten "Jenaer Denkanstöße" im vergangenen November gezeigt haben. Drei Vorträge über "Gedanken zur Wissenschaft" bildeten die Grundlage für angeregte Diskussionen. "Die Veranstaltung war so erfolgreich, dass wir gleich gesagt haben, wir machen im nächsten Jahr wieder eine", erzählt Sidonia von Ledebur, die sich als ehemalige Stipendiatin an der Organisation beteiligt.

Für dieses Jahr musste dann zunächst ein neues Thema gefunden werden, das sich aus verschiedenen Perspektiven beleuchten lässt. "Zur Diskussion standen zum Beispiel Geld, Ironie, Musik oder Zeit", berichtet die 28-jährige Volkswirtschaftlerin. Die Wahl fiel auf "Zeit". "Das Thema ist immer wieder aktuell", erläutert von Ledebur die Entscheidung, "etwa in der Physik, aber eben auch in der persönlichen Wahrnehmung, zum Beispiel im Sinne von 'Die Zeit geht so schnell vorbei'".

Mit der für alle Interessierten offenen Veranstaltung hoffen die Organisatoren, auch in diesem Jahr wieder Gedanken und Diskussionen anzustoßen, die "über das Studium hinausgehen", sagt Hannah Zipprich.

Weitere Informationen und das vollständige Programm sind zu finden unter:
www.jenaer-denkanstoesse.de.
Kontakt:
Hannah Zipprich
c/o "Jenaer Denkanstöße"
Lutherstraße 77, 07743 Jena
Tel.: 03641 / 597846
E-Mail: hannah.zipprich[at]jenaer-denkanstoesse.de

Eckart Boege | idw
Weitere Informationen:
http://www.jenaer-denkanstoesse.de
http://www.uni-jena.de

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