Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Optik-Forschung auf höchstem Niveau

21.09.2007
Von GPS und Internet über Laser und Glasfasern bis hin zu Chipherstellung und Augenchirurgie - in nahezu allen Lebensbereichen profitiert die moderne Gesellschaft von den rasanten Fortschritten in der Erforschung optischer Technologien.

An der Universität Erlangen-Nürnberg gibt es seit dem letzten Jahr ein Zentrum der Spitzenforschung auf diesem Gebiet. Die "Erlangen Graduate School in Advanced Optical Technologies" (SAOT), eingerichtet im Rahmen der Exzellenzinitiative, feiert am 1. Oktober 2007 ihr einjähriges Bestehen.

Die Veranstaltung beginnt um 13.30 Uhr und findet in der Aula des Erlanger Schlosses statt. Den Festvortrag hält Prof. Dr. Dr. Hans-Florian Zeilhofer aus Basel über "Laser in der Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie".

In der Erlanger Graduiertenschule arbeiten Nachwuchswissenschaftler an den Schnittstellen von Physik, Medizin und Ingenieurwissenschaften eng zusammen und lernen so, das ungeheure Potential der neuen optischen Technologien voll auszuschöpfen. Sprecher der SAOT ist Prof. Dr. Alfred Leipertz, Inhaber des Lehrstuhls für Technische Thermodynamik. Für wissenschaftliche Arbeit auf höchstem Niveau stehen unter anderem die Erlanger International Max Planck Research School on Optics and Imaging, das Fraunhofer-Institut für Integrierte Systeme und Bauelementetechnologie und das Bayerische Laserzentrum, die in der Graduiertenschule eng mit der Universität zusammenarbeiten. Die Wissenschaftler forschen dort über die Grenzen von Instituten und Fakultäten hinweg an den Schnittstellen von Disziplinen wie Materialwissenschaft, Messtechnik, Medizin und Be- oder Verarbeitungstechnik.

... mehr zu:
»Graduiertenschule »SAOT

Die sieben Schwerpunktbereiche der Erlangen Graduate School in Advanced Optical Technologies bilden nahezu das gesamte Spektrum der aktuellen Optik-Forschung ab: Grundlagen der Optik, Optische Messtechnik, Optik in der Materialbearbeitung, Optik in der Medizin, Optik in der Kommunikations- und Informationstechnik, Optische Materialien und Systeme sowie Computer-Optik.

Exzellente Perspektiven für Studierende und Doktoranden
In der SAOT profitieren Nachwuchswissenschaftler von dieser interdisziplinären Vernetzung und dem großen Erfahrungsschatz ihrer Kollegen. Neben exzellenter fachlicher Betreuung und hervorragenden Forschungsmöglichkeiten erhalten die Doktoranden umfangreiche Möglichkeiten zur persönlichen Weiterbildung und Weiterentwicklung, um sich auf ihre zukünftige Laufbahn in verantwortlichen Führungspositionen in Industrie, Forschung und Verwaltung vorzubereiten. Ein wesentlicher Aspekt der Arbeit und der Ausbildung an der Erlanger Graduiertenschule ist die internationale Ausrichtung. Arbeitssprache ist deshalb Englisch. Weltweit auf ihrem Gebiet führende Wissenschaftler werden nach Erlangen eingeladen, um als Gastprofessoren oder Tutoren ihr Wissen an die SAOT-Mitglieder weiterzugeben. Zurzeit nehmen 40 Doktoranden am Promotionsprogramm der Graduiertenschule teil. Daneben bietet die Graduiertenschule ab dem Wintersemester 2007/08 das Masterprogramm "Advanced Optical Technologies" für besonders leistungsstarke Absolventen mit einem natur- bzw. ingenieurwissenschaftlichen (Bachelor-)

Abschluss an.

Weltelite der Strömungs- und Verbrennungsforschung zu Gast in Erlangen
Der erste internationale SAOT-Workshop fand am 20. und 21. August statt. Thema waren optische Messtechniken zur Strömungs- und Verbrennungsforschung. Als Referenten waren führende Wissenschaftler der amerikanischen und englischen Eliteuniversitäten in Princeton, Berkeley, Yale, Michigan, Cambridge und Oxford und von führenden Forschungseinrichtungen wie dem Naval Research Laboratory in Washington, dem Langley Research Centre (NASA) und der Russischen Akademie der Wissenschaften in Moskau nach Erlangen gekommen.

Nähere Informationen zur Erlanger Graduiertenschule und zu den Bewerbungsformalitäten für das Master- bzw. Promotionsprogramm sind unter www.aot.uni-erlangen.de zu finden.

Die Uni Erlangen-Nürnberg in der Exzellenzinitiative
Die Erlangen Graduate School in Advanced Optical Technologies ist eines der Projekte, die im Rahmen der Exzellenzinitiative gefördert werden. Die Universität Erlangen-Nürnberg hatte den Zuschlag für die Graduiertenschule in der ersten Runde des Wettbewerbs um die Fördermittel des Bundes und der Länder erhalten. Die SAOT wird für zunächst fünf Jahre mit rund sieben Millionen Euro gefördert.

In der zweiten Runde der Exzellenzinitiative ist die Universität mit zwei Bewerbungen im Rennen: dem Exzellenzcluster Engineering of Advanced Materials und der Graduiertenschule Molecular Science. Die Entscheidung über die Anträge fällt am 19. Oktober.

Weitere Informationen für die Medien:

Prof. Dr.-Ing. Alfred Leipertz
Tel.: 09131/85-29900
sek@ltt.uni-erlangen.de

Ute Missel | idw
Weitere Informationen:
http://www.ltt.uni-erlangen.de

Weitere Berichte zu: Graduiertenschule SAOT

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Veranstaltungsnachrichten:

nachricht 123. Internistenkongress: Traumata, Sprachbarrieren, Infektionen und Bürokratie – Herausforderungen
27.04.2017 | Deutsche Gesellschaft für Innere Medizin e. V.

nachricht Jenaer Akustik-Tag: Belastende Geräusche minimieren - für den Schutz des Gehörs
27.04.2017 | Ernst-Abbe-Hochschule Jena

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Veranstaltungsnachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Weltweit einzigartiger Windkanal im Leipziger Wolkenlabor hat Betrieb aufgenommen

Am Leibniz-Institut für Troposphärenforschung (TROPOS) ist am Dienstag eine weltweit einzigartige Anlage in Betrieb genommen worden, mit der die Einflüsse von Turbulenzen auf Wolkenprozesse unter präzise einstellbaren Versuchsbedingungen untersucht werden können. Der neue Windkanal ist Teil des Leipziger Wolkenlabors, in dem seit 2006 verschiedenste Wolkenprozesse simuliert werden. Unter Laborbedingungen wurden z.B. das Entstehen und Gefrieren von Wolken nachgestellt. Wie stark Luftverwirbelungen diese Prozesse beeinflussen, konnte bisher noch nicht untersucht werden. Deshalb entstand in den letzten Jahren eine ergänzende Anlage für rund eine Million Euro.

Die von dieser Anlage zu erwarteten neuen Erkenntnisse sind wichtig für das Verständnis von Wetter und Klima, wie etwa die Bildung von Niederschlag und die...

Im Focus: Nanoskopie auf dem Chip: Mikroskopie in HD-Qualität

Neue Erfindung der Universitäten Bielefeld und Tromsø (Norwegen)

Physiker der Universität Bielefeld und der norwegischen Universität Tromsø haben einen Chip entwickelt, der super-auflösende Lichtmikroskopie, auch...

Im Focus: Löschbare Tinte für den 3-D-Druck

Im 3-D-Druckverfahren durch Direktes Laserschreiben können Mikrometer-große Strukturen mit genau definierten Eigenschaften geschrieben werden. Forscher des Karlsruher Institus für Technologie (KIT) haben ein Verfahren entwickelt, durch das sich die 3-D-Tinte für die Drucker wieder ‚wegwischen‘ lässt. Die bis zu hundert Nanometer kleinen Strukturen lassen sich dadurch wiederholt auflösen und neu schreiben - ein Nanometer entspricht einem millionstel Millimeter. Die Entwicklung eröffnet der 3-D-Fertigungstechnik vielfältige neue Anwendungen, zum Beispiel in der Biologie oder Materialentwicklung.

Beim Direkten Laserschreiben erzeugt ein computergesteuerter, fokussierter Laserstrahl in einem Fotolack wie ein Stift die Struktur. „Eine Tinte zu entwickeln,...

Im Focus: Leichtbau serientauglich machen

Immer mehr Autobauer setzen auf Karosserieteile aus kohlenstofffaserverstärktem Kunststoff (CFK). Dennoch müssen Fertigungs- und Reparaturkosten weiter gesenkt werden, um CFK kostengünstig nutzbar zu machen. Das Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH) hat daher zusammen mit der Volkswagen AG und fünf weiteren Partnern im Projekt HolQueSt 3D Laserprozesse zum automatisierten Besäumen, Bohren und Reparieren von dreidimensionalen Bauteilen entwickelt.

Automatisiert ablaufende Bearbeitungsprozesse sind die Grundlage, um CFK-Bauteile endgültig in die Serienproduktion zu bringen. Ausgerichtet an einem...

Im Focus: Making lightweight construction suitable for series production

More and more automobile companies are focusing on body parts made of carbon fiber reinforced plastics (CFRP). However, manufacturing and repair costs must be further reduced in order to make CFRP more economical in use. Together with the Volkswagen AG and five other partners in the project HolQueSt 3D, the Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH) has developed laser processes for the automatic trimming, drilling and repair of three-dimensional components.

Automated manufacturing processes are the basis for ultimately establishing the series production of CFRP components. In the project HolQueSt 3D, the LZH has...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

123. Internistenkongress: Traumata, Sprachbarrieren, Infektionen und Bürokratie – Herausforderungen

27.04.2017 | Veranstaltungen

Jenaer Akustik-Tag: Belastende Geräusche minimieren - für den Schutz des Gehörs

27.04.2017 | Veranstaltungen

Ballungsräume Europas

26.04.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Kaltwasserkorallen: Versauerung schadet, Wärme hilft

27.04.2017 | Biowissenschaften Chemie

IAB-Arbeitsmarktbarometer: Arbeitsmarkt bleibt im Aufwind

27.04.2017 | Wirtschaft Finanzen

Wurmmittel für Weidetiere können die Keimung von Pflanzensamen beeinflussen

27.04.2017 | Agrar- Forstwissenschaften