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Biologische Methoden zum Metallbergbau und zur Metallentfernung aus Abwässern boomen

30.08.2007
TU Dresden ist Mitveranstalter des 17. Internationalen Biohydrometallurgischen Symposiums in Frankfurt/Main

Ab Sonntag (2. September) werden sich über 250 Mikrobiologen, Biotechnologen, Chemiker, Bioingenieure und Umwelttechniker von sechs Kontinenten in Frankfurt versammeln, um über Themen wie Biohydrometallurgie, Biosorption oder Bergbaualtlasten in der wissenschaftlichen Forschung und auch der industriellen bzw. praktischen Anwendung zu diskutieren.

Die Wissenschaftler des Instituts für Abfallwirtschaft und Altlasten der TU Dresden sind Mitveranstalter dieser Fachtagung, die jedes zweite Jahr auf einem anderen Kontinent stattfindet. Neben der Universität Duisburg, der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe Hannover und der Firma GEOS Freiberg steuert die Dresdner Universität auch wesentliche fachliche Impulse bei.

In diesem Jahr sollen umweltfreundliche Metallgewinnungsprozesse mithilfe von Mikroorganismen, aber auch der Umgang mit Bergbaualtlasten verstärkt ins Blickfeld der Wissenschaftler rücken. "Deutschland hat so die Chance, sich gegenüber Ländern, deren Rohstoffvorkommen größer sind, als wichtiger Forschungsstandort zu profilieren", erklärt Dr. Sabine Willscher, Mitarbeiterin des Institutes für Abfallwirtschaft und Altlasten der TU Dresden.

Die Biohydrometallurgie, also die Wissenschaft und Technologie, Metalle durch lebende Mikroorganismen abzubauen oder rückzugewinnen, ist dabei in den letzten Jahren stetig fortgeschritten. Weltweit werden so über 30 Prozent allen Kupfers und Goldes bereits auf diese Weise abgebaut. Gerade in Lagerstätten mit geringer Ausbeute sind andere Abbautechnologien mit höheren Kosten verbunden. Viele lateinamerikanische und asiatische Länder, aber auch die USA, Kanada, Südafrika oder Australien beuten ihre Rohstoff-Lagerstätten zunehmend biohydrometallurgisch aus. Auch deswegen, betont Sabine Willscher, ist dieses Jahr der Altbergbau und die Sanierung der verunreinigten Sicker- und Grubenwässer einer der Themenschwerpunkte der Tagung. Auf einer Exkursion zur WISMUT GmbH, die in den letzten Jahren sanierten und rekultivierten Uranabbaugebiete der ehemaligen DDR, werden den Teilnehmern die praktischen Aspekte dieser Aufgabe an einem gelungenen Beispiel demonstriert.

Aber auch ein noch relativ junges Thema ist dieses Jahr schwerpunktmäßig auf der Frankfurter Tagung vertreten: die Herstellung metallischer Nanomaterialien mithilfe von Mikroorganismen. Vor allem die Edelmetalle Palladium und Platin werden in Lösungen mit Bakterien angereichert. Die daraus entstehenden feinkristallinen Nanomaterialien sind von relativ einheitlicher Partikelgröße und viel homogener gewinnbar als mit vergleichbaren chemischen Methoden.

Wissenschaftsjournalisten sind zu der Fachtagung, die ab 2. September 2007 in Frankfurt am Main stattfindet, herzlich eingeladen; es wird gebeten, sich über Frau Sporleder (Tel. 069 / 7564-280, e-mail: geiling@dechema.de) oder über das Internet (www.dechema.de/ibs2007) zu akkreditieren.

Informationen für Journalisten: Dr. Sabine Willscher, Tel. 03501 5300-55 oder -21, Sabine@Willschers.de

Kim-Astrid Magister | idw
Weitere Informationen:
http://www.tu-dresden.de/

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