Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Modelling am POF-AC

20.06.2007
Experten aus aller Welt treffen sich an der Nürnberger Fachhochschule

"Worlds next Top-Model" wäre eine sicher meist falsch verstandene Bezeichnung für das, was in einem Workshop Ende Juni am Anwendungszentrum für polymer-optische Fasern (POF-AC) der Georg-Simon-Ohm- Fachhochschule Nürnberg erarbeitet werden soll, aber sie würde den Kern der Sache dennoch treffen: An vier Tagen trifft sich die Weltelite der Theoretiker, um über die Modellierung - also die Beschreibung des Verhaltens - der POF zu diskutieren und eine verbesserte POF-Theorie zu erarbeiten. Damit will man Werkzeuge schaffen, welche die Entwicklung neuer, noch schnellerer Datenübertragungsstrecken oder leistungsfähigerer Sensoren erlauben.

Während Glasfasern schon seit Jahren sehr gut verstanden sind, trifft man bei der Erklärung des Verhaltens von POF immer noch auf Lücken. Dies liegt daran, dass die POF, wie die meisten sogenannten "Multimode-Fasern" für Kurzstreckenverbindungen, über lange Zeit nicht beachtet wurden, weil sich die Datenübertragung auf die langen Strecken konzentriert hatte. Seit ein paar Jahren jedoch verschiebt sich der Schwerpunkt hin zum so genannten "Zugangsnetz", also zu der Frage, wie die Daten an meinen Computer zu Hause kommen.

Übertragen auf den Straßenbau wäre dies so, dass man erst die Autobahnen gebaut hat, welche große Zentren miteinander verbinden, sich aber erst jetzt um die Zufahrten zum Privathaus richtig kümmern würde.

... mehr zu:
»POF »POF-AC

Treffen der Experten

Vom 25. bis zum 28. Juni 2007 treffen sich Spezialisten aus Japan, USA, Australien, Russland, Griechenland, Spanien, Serbien und Deutschland am POF-AC in Nürnberg, um die verschiedenen Ansätze zu diskutieren und die Möglichkeiten zu weiteren Verbesserungen bis hin zu einem einheitlichen Modell zu prüfen.

Das POF-AC hat dabei nicht nur in der Vergangenheit schon einige Impulse gegeben, sondern stellt - da ja angesiedelt an einer Hochschule für "angewandte Wissenschaften" - den Praxisbezug her. Es bietet die Möglichkeit, die Vorhersagen der Theoretiker mit den ausgezeichneten Messmöglichkeiten des Instituts zu überprüfen. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) unterstützt dabei den Workshop finanziell, damit optimale Arbeitsbedingungen geschaffen werden können und letztlich die Ergebnisse in Buchform veröffentlicht werden.

Super schneller Zugang ins Internet

"Wenn am Ende ein neues Top-Modell entsteht, dann wird es vielleicht auch gut aussehen, aber vielmehr wird es direkt unser tägliches Leben beeinflussen", ist sich der Leiter des POF-AC Prof. Dr. Hans Poisel sicher. "Denn dann werden wir einen simplen, aber schnellen Zugang ins Internet haben und benötigen zum Herunterladen eines Films nicht mehr Stunden, sondern nur noch Sekunden."

Elke Zapf | idw
Weitere Informationen:
http://www.fh-nuernberg.de

Weitere Berichte zu: POF POF-AC

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Veranstaltungsnachrichten:

nachricht DFG unterstützt Kongresse und Tagungen - Oktober 2017
23.08.2017 | Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG)

nachricht 6. Leichtbau-Tagung: Großserienfähiger Leichtbau im Automobil
23.08.2017 | Fraunhofer-Allianz Leichtbau

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Veranstaltungsnachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Platz 2 für Helikopter-Designstudie aus Stade - Carbontechnologie-Studenten der PFH erfolgreich

Bereits lange vor dem Studienabschluss haben vier Studenten des PFH Hansecampus Stade ihr ingenieurwissenschaftliches Können eindrucksvoll unter Beweis gestellt: Malte Blask, Hagen Hagens, Nick Neubert und Rouven Weg haben bei einem internationalen Wettbewerb der American Helicopter Society (AHS International) den zweiten Platz belegt. Ihre Aufgabe war es, eine Designstudie für ein helikopterähnliches Fluggerät zu entwickeln, das 24 Stunden an einem Punkt in der Luft fliegen kann.

Die vier Kommilitonen sind im Studiengang Verbundwerkstoffe/Composites am Hansecampus Stade der PFH Private Hochschule Göttingen eingeschrieben. Seit elf...

Im Focus: Wissenschaftler entdecken seltene Ordnung von Elektronen in einem supraleitenden Kristall

In einem Artikel der aktuellen Ausgabe des Forschungsmagazins „Nature“ berichten Wissenschaftler vom Max-Planck-Institut für Chemische Physik fester Stoffe in Dresden von der Entdeckung eines seltenen Materiezustandes, bei dem sich die Elektronen in einem Kristall gemeinsam in einer Richtung bewegen. Diese Entdeckung berührt eine der offenen Fragestellungen im Bereich der Festkörperphysik: Was passiert, wenn sich Elektronen gemeinsam im Kollektiv verhalten, in sogenannten „stark korrelierten Elektronensystemen“, und wie „einigen sich“ die Elektronen auf ein gemeinsames Verhalten?

In den meisten Metallen beeinflussen sich Elektronen gegenseitig nur wenig und leiten Wärme und elektrischen Strom weitgehend unabhängig voneinander durch das...

Im Focus: Wie ein Bakterium von Methanol leben kann

Bei einem Bakterium, das Methanol als Nährstoff nutzen kann, identifizierten ETH-Forscher alle dafür benötigten Gene. Die Erkenntnis hilft, diesen Rohstoff für die Biotechnologie besser nutzbar zu machen.

Viele Chemiker erforschen derzeit, wie man aus den kleinen Kohlenstoffverbindungen Methan und Methanol grössere Moleküle herstellt. Denn Methan kommt auf der...

Im Focus: Topologische Quantenzustände einfach aufspüren

Durch gezieltes Aufheizen von Quantenmaterie können exotische Materiezustände aufgespürt werden. Zu diesem überraschenden Ergebnis kommen Theoretische Physiker um Nathan Goldman (Brüssel) und Peter Zoller (Innsbruck) in einer aktuellen Arbeit im Fachmagazin Science Advances. Sie liefern damit ein universell einsetzbares Werkzeug für die Suche nach topologischen Quantenzuständen.

In der Physik existieren gewisse Größen nur als ganzzahlige Vielfache elementarer und unteilbarer Bestandteile. Wie das antike Konzept des Atoms bezeugt, ist...

Im Focus: Unterwasserroboter soll nach einem Jahr in der arktischen Tiefsee auftauchen

Am Dienstag, den 22. August wird das Forschungsschiff Polarstern im norwegischen Tromsø zu einer besonderen Expedition in die Arktis starten: Der autonome Unterwasserroboter TRAMPER soll nach einem Jahr Einsatzzeit am arktischen Tiefseeboden auftauchen. Dieses Gerät und weitere robotische Systeme, die Tiefsee- und Weltraumforscher im Rahmen der Helmholtz-Allianz ROBEX gemeinsam entwickelt haben, werden nun knapp drei Wochen lang unter Realbedingungen getestet. ROBEX hat das Ziel, neue Technologien für die Erkundung schwer erreichbarer Gebiete mit extremen Umweltbedingungen zu entwickeln.

„Auftauchen wird der TRAMPER“, sagt Dr. Frank Wenzhöfer vom Alfred-Wegener-Institut, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung (AWI) selbstbewusst. Der...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

DFG unterstützt Kongresse und Tagungen - Oktober 2017

23.08.2017 | Veranstaltungen

6. Leichtbau-Tagung: Großserienfähiger Leichtbau im Automobil

23.08.2017 | Veranstaltungen

International führende Informatiker in Paderborn

21.08.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Turbulente Bewegungen in der Atmosphäre eines fernen Sterns

23.08.2017 | Physik Astronomie

DFG unterstützt Kongresse und Tagungen - Oktober 2017

23.08.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Mit Algen Arthritis behandeln

23.08.2017 | Biowissenschaften Chemie