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Roma-Kinder in Europa - Zwischen Integration und Isolation

12.02.2007
Einladung zur Konferenz im Deutschen Bundestag

Nur wenige Menschen wissen, dass in Deutschland zwischen 100.000 und 200.000 Sinti und Roma leben. Mit geschätzten sieben bis neun Millionen Angehörigen sind sie die größte europäische Minderheit. Vorurteile, Ablehnung und Nichtwissen gegenüber der Minderheit sind weit verbreitet.

Die Folge: Auf dem gesamten Kontinent werden viele Roma und andere als "Zigeuner" bezeichnete Gruppen an den Rand der Gesellschaft gedrängt. Wie ist die Lage dieser Menschen, vor allem der Kinder, wirklich? Eine UNICEF-Studie beleuchtet die soziale und institutionelle Benachteiligung junger Roma in Südosteuropa. Auch das Zentrum für Antisemitismusforschung der TU Berlin, unter der Leitung von Prof. Dr. Wolfgang Benz, untersucht mit Unterstützung des Deutschen Komitees für UNICEF die Lebensverhältnisse von Roma-Kindern in Deutschland.

Diese beiden Studien werden nun im Rahmen einer Konferenz vorgestellt, die am 5. März 2007 unter dem Titel "Roma-Kinder in Europa. Zwischen Integration und Isolation" unter der Schirmherrschaft der Kinderkommission des Deutschen Bundestages stattfindet. Wir möchten Sie herzlich zu dieser Tagung einladen. Bitte leiten Sie diese Information auch an Ihre Kultur-/Feuilletonredaktion weiter:

Zeit: am Montag, dem 5. März 2007, 9.30 bis 16.30 Uhr
Ort: Deutscher Bundestag, Marie-Elisabeth-Lüders-Haus, Anörungssaal, Nordallee/Schiffbauerdamm 30, 10117 Berlin

Hinweis: Anmeldeschluss ist der 19. Februar 2007 (Anmeldung mit beigefügtem Faxformular)

Das Ziel der Tagung ist es, gemeinsam mit einem Publikum aus Politik, Medien, Fachorganisationen und interessierter Öffentlichkeit die Situation von Roma-Kindern und Jugendlichen zu diskutieren und beispielhafte Projekte zu präsentieren.

Programm "Roma-Kinder in Europa. Zwischen Integration und Isolation"

9.30 Uhr
Begrüßung
Marlene Rupprecht, Vorsitzende der Kinderkommission des Deutschen Bundestags; Heide Simonis, Vorsitzende UNICEF
9.45 Uhr
Einführung
Reinhard Schlagintweit, Vorstand UNICEF
10.00 Uhr
Roma und Sinti in Deutschland und Europa
Dr. Wolfgang Schäuble, Bundesinnenminister
10.30 Uhr
Die Situation der Roma-Kinder in acht Ländern Südosteuropas
Maria Calivis, Regionaldirektorin UNICEF Osteuropa und Zentralasien, Vorstellung der UNICEF-Studie
11.30 Uhr
Roma-Kinder in Deutschland
Prof. Dr. Wolfgang Benz, Vorstellung einer Studie des Zentrums für Antisemitismusforschung der TU Berlin
13.15 Uhr
Konsequente Politik gegen Diskriminierung von Sinti und Roma
Romani Rose, Vorsitzender des Zentralrates Deutscher Sinti und Roma
13.30 Uhr
Roma und Fahrende in Europa
Victória Mohácsi, Mitglied des Europäischen Parlaments
14.00 Uhr
"Ich bin Romni - ich bin Rom"
Junge Roma aus Deutschland und Bulgarien zeigen ihre Kurzfilme
15.00 Uhr
Roma-Kinder zwischen Integration und Isolation: praktische Fragen
Marlene Rupprecht, Vorsitzende der Kinderkommission des Deutschen Bundestags
Daniel Strauß, Vorsitzender des Verbandes Deutscher Sinti und Roma Baden-Württemberg
Helga Nagel, Leiterin des Amtes für multikulturelle Angelegenheiten der Stadt Frankfurt am Main
Sabrina Guttenberger, Roma-Mediatorin, Mannheim
Magdalena Lovric, Roma-Mediatorin, Amaro Kher, Köln
Weitere Informationen erteilen Ihnen gern: Sebastian Sedlmayr, Deutsches Komitee für UNICEF, Tel.: 0221/93650-282, Fax: 0221/93650-301, Dr. Brigitte Mihok, Zentrum für Antisemitismusforschung, Tel.: 030/314-79871, E-Mail: mihok@zfa.kgw.tu-berlin.de

Ramona Ehret | idw
Weitere Informationen:
http://www.tu-berlin.de/presse/pi/2007/pi34_Faxantwort.pdf

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