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Beatmung ohne Narkose

02.02.2007
Kongress am 2. und 3. Februar in der MHH zeigt Möglichkeiten der nicht-invasiven Beatmung

Bei lebensbedrohlichen Notfallsituationen mit Atmungsversagen kommt die Beatmung in Vollnarkose über einen Beatmungsschlauch häufig zum Einsatz. Diese Methode ist oft lebensrettend, jedoch von einer Vielzahl möglicher Komplikationen begleitet.

In den vergangenen Jahren konnte von Mitgliedern der "European Respiratory Society", der europäischen Dachorganisation für Lungen- und Atemwegsmedizin, gezeigt werden, dass vor allem Patienten mit akut lebensbedrohlichen, aber auch chronischen Lungenerkrankungen über neue Maskensysteme erfolgreich beatmet werden konnten, ohne dass eine Narkose und ein Tubus notwendig waren. Mit Hilfe moderner, mikroprozessor-gesteuerter Beatmungsgeräte und der Entwicklung optimierter Masken aus hautfreundlichen Materialien kann diese Methode heute tatsächlich auf jeder Intensivstation eingesetzt werden.

Dem Thema nicht-invasive Beatmung widmet sich jetzt ein Kongress an der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH). Die Veranstaltung "Non-invasive ventilation: state of the art" wurde von der "European Respiratory Society" organisiert. Hannover gilt seit einigen Jahren als überregionales Zentrum für Beatmungsmedizin. Professor Dr. Tobias Welte, Direktor der MHH-Abteilung Pneumologie, ist Vorsitzender der Respiratory Intensive Care Assembly und Professor Dr. Bernd Schönhofer, Chefarzt der Klinik für Pneumologie, Intensiv- und Schlafmedizin im Klinikum Region Hannover, ist im Auftrag der "European Respiratory Society" zuständig für die Weiterbildung der Ärzte.

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70 Delegierte aus Europa, Südamerika und Südostasien erörtern mit namhaften Referenten aus dem gesamten europäischen Raum die wissenschaftlichen Grundlagen und die praktische Anwendung der Methode. Die Veranstaltung sollte die Zuhörer in die Lage versetzten, die Vorteile der Mund- und Nasenmasken oder Beatmungshelme in ihren Heimatländern zu erläutern und als Therapiestandard in ihren Krankenhäusern zu etablieren. Die nicht-invasive Beatmung führt bei weniger Komplikationen in vielen Fällen schnell und effektiv zu einer Verbesserung der Lungenfunktion.

Für Patienten mit schweren chronischen Lungenerkrankungen und der Notwendigkeit einer dauerhaften Beatmung erlaubt die nicht-invasive Beatmung eine Beatmungstherapie außerhalb des Krankenhauses. In vielen Fällen können sich die Patienten zuhause selbst über eine Zeitspanne von täglich sechs bis zehn Stunden beatmen. Diese Beatmungsphase kann während des Schlafes stattfinden, so dass dem Patienten während des Tages ein Höchstmaß an Unabhängigkeit ermöglicht wird.

Stefan Zorn | idw
Weitere Informationen:
http://www.mh-hannover.de/

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