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Klinik für Psychokardiologie in Bad Nauheim führt erste Fortbildungsveranstaltung für niedergelassene Kardiologen durch

23.01.2007
Rund 70 Teilnehmer informierten sich über neue Trends in der Kardiologie – Neues Angebot der Klinik für Psychokardiologie wird positiv aufgenommen

„Das diagnostische und therapeutische Angebot der Klinik für Psychokardiologie stellt eine außerordentlich sinnvolle Ergänzung zu den akut- und rehabilitationsmedizinischen Leistungen dar, die wir hier auf dem Campus in Bad Nauheim zur Behandlung von Herz- und Gefäßerkrankungen anbieten. Das haben bereits die ersten Wochen nach Eröffnung der neuen Klinik gezeigt“.

So kommentiert Prof. Dr. Christian Hamm, Ärztlicher Direktor des Kerckhoff-Rehabilitations-Zentrums und Ärztlicher Geschäftsführer der Kerckhoff-Klinik anlässlich der Eröffnung der ersten Fortbildungsveranstaltung, die die Klinik für Psychokardiologie am vergangenen Freitag, den 19. Januar 2007 für niedergelassene Kardiologinnen und Kardiologen durchgeführt hat. Im Zentrum der Fortbildungsveranstaltung stand, den rund 70 Teilnehmern die diagnostischen und therapeutischen Möglichkeiten aufzuzeigen, die die Psychokardiologie als junges Fach bei der Prävention, der akutmedizinischen Versorgung und der Rehabilitation von Herzpatienten bietet. Einen besonderen Schwerpunkt bildete dabei die enge Vernetzung der Psychokardiologie mit der kardiologischen Diagnostik und Therapie auf dem Herz- und Gefäßcampus. „Die enge und strukturierte Kooperation zwi-schen unserer Klinik und der Kerckhoff-Klinik bietet für die Patientinnen und Patienten einen entscheidenden Vorteil, da durch die räumlich Nähe hier auf dem Campus die kardiologische und die psychokardiologische Betreuung zu jeder Zeit Hand in Hand geht. Mit diesem ganzheitlichen Ansatz können wir einen wichtigen Beitrag zum nachhaltigen Therapieerfolg, aber auch zu einer umfassenden Prävention von Herzerkrankungen leisten“, erläutert Prof. Dr. Jochen Jordan, Leiter der Klinik für Psychokardiologie am Kerckhoff-Rehabilitations-Zentrum.

Im fachlichen Teil der Fortbildungsveranstaltung beleuchtete Prof. Dr. Thomas Wendt, Leiter des Rehazentrums Bad Nauheim des DRV Bundes, als Gastredner zunächst die Bedeutung des Bewegungsmangels als Risikofaktor für Herzerkrankungen. Privatdozent Dr. Thorsten Dill, Oberarzt in der Abteilung Kardiologie der Kerckhoff-Klinik, dokumentierte anschließend anhand zahlreicher Fallbeispiele die diagnostischen Möglichkeiten der neuesten Computertomographie-Technologie und schlug hier die Brücke zu Patienten, für die eine psychokardiologische Diagnostik und Therapie in Zusammenarbeit mit den behandelnden Kardiologen sinnvoll ist.

Prof. Jordan erläuterte schließlich die Rolle der Psychokardiologie in der modernen Kardiologie und fokussierte hier mit anschaulichen Fallbeispielen insbesondere auf die zahlreichen psychosozialen Risikofaktoren, die die Psychokardiologie in den vergangenen Jahren durch zahlreiche Studien gut belegt hat. Eine besondere Rolle kam im Vortrag von Prof. Jordan der Depression als psychosozialer Risikofaktor für Herzerkrankungen zu: „In der kardiologischen Praxis ist es noch weitgehend unbekannt, dass Depressivität einen ebenso großen Risikofaktor für die Entstehung einer Herzerkrankung darstellt, wie aktives Rauchen und auch nach Auftreten einer Herzerkrankung die Prognose eines Patienten nachhaltig verschlechtern kann“, erläutert er anhand eindrucksvoller Studienergebnisse und ergänzt: „Rund 25 bis 40 Prozent aller Patientinnen und Patienten entwickeln unter einer Herzerkrankung eine Depression. Will man hier zu nachhaltigen Therapieerfolgen kommen, ist eine psychokardiologische Therapie der Depression unerlässlich“.

Dass die Fortbildungsveranstaltung neue Einsichten und Anregungen für den praktischen Alltag niedergelassener Kardiologinnen und Kardiologen mit ihren Patienten vermitteln konnte, fasst ein Teilnehmer so zusammen: „Aus der Psychokardiologie lassen sich wertvolle Anregungen und Ergänzungen für die Therapie unserer Patientinnen und Patienten entwickeln. Das ist heute deutlich geworden. Allerdings besteht wirklich ein Informationsdefizit über die Möglichkeiten, die die Psychokardiologie bietet. Ich denke und hoffe, dass die neue Klinik hier mit weiteren Veranstaltungen künftig Pionierarbeit bei der Aufklärung auch unserer Patienten leisten kann“. Prof. Jordan kommentiert dazu: „Wir werden diesen Dialog mit den kardiologischen Kolleginnen und Kollegen aus dem niedergelassenen Bereich fortsetzen. Die ersten Wochen der Klinik haben gezeigt, wie groß der Bedarf ist, denn wir konnten binnen Kurzem eine große Zahl von Anfragen registrieren und die Patienten kommen zur Beratung oder stationären Aufenthalten aus dem gesamten Bundesgebiet“.

Im Anschluss an die Fortbildungsveranstaltung konnten die Teilnehmer und weitere geladene Gäste im Rahmen des ersten Neujahrsempfangs der Klinik für Psychokardiologie die Räumlichkeiten besichtigen und sich intensiv über die diagnostischen und therapeutischen Möglichkeiten informieren.

Pressekontakt:

Klinik für Psychokardiologie
Prof. Dr. Jochen Jordan (Leiter der Klinik)
am Kerckhoff-Rehabilitations-Zentrum
Tel.: 06032/999-5450
Fax.: 06032/999-5401
E-mail: j.jordan@kerckhoff-reha.de

Dr. Berend von Thülen | C3 Public Relations
Weitere Informationen:
http://www.psycho-kardiologie.de

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