Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Stadtplanung in der Krise?

26.01.2005


Kongress im Februar beschäftigt sich mit der Zukunft der europäischen Stadt

... mehr zu:
»Stadtplanung »Städtebau

Für den renommierten Architekten und Städtebauhistoriker Vittorio Magnago Lampugnani steckt die Stadtplanung in der Krise. In einem Zeitungsinterview verwies der ehemalige Direktor des Deutschen Architektur Museums darauf, dass sich der Städtebau auf seine ursprüngliche Bestimmung besinnen müsse und Planung und Entwurf einer Zusammenführung bedürfen. "Der zeitgemäße Städtebau wird sich der eigenen Tradition erinnern müssen. Die Planung darf sich nicht als Gehilfin des Modernisierungsvandalismus gebärden, sondern muss unsere Städte als Kulturgüter erhalten und zugleich behutsam verändern", so Lampugnani. Neben neuen Kompetenzen sollte sich der Städtebau, nach Auffassung von Lampugnani, wieder stärker auf die menschengerechte, funktionelle und nachhaltige Gestaltung der Umwelt konzentrieren. Die Verpflichtung gegenüber der Geschichte müsse auch methodisch wirken, indem die eigene Vergangenheit nach geeigneten Theorien und Planungsinstrumenten durchsucht wird.

Der Lehrstuhlinhaber am Institut für Städtebau an der ETH Zürich spricht sich entschieden gegen eine schrankenlose Verstädterung aus. Seiner Meinung nach muss dem demographischen Paradigmenwechsel der städtebauliche folgen. "Heute stark expandierende Städte werden sich stabilisieren oder gar schrumpfen. Wir müssen zusammenrücken und die Städte, die wir haben, erhalten und verdichten", betont Lampugnani.


Mit den Auswirkungen des sozialen, ökonomischen und räumlichen Wandels auf die Städte Europas beschäftigt sich auch ein Kongress, der Ende Februar in Frankfurt am Main stattfinden wird. Die interdisziplinär angelegte Veranstaltung wurde von Lampugnani mit initiiert.

Unter dem Motto "Wie werden wir leben?" beleuchtet der zweitägige Kongress, wie sich die Großstädte Europas im Kontext des modernen Wandels entwickeln und welche Auswirkungen diese Veränderungen auf den Städtebau, die Stadtplanung und die Stadtentwicklung haben. Zu den Referenten des Kongress, der am 24. und 25. Februar 2005 auf dem Campus Westend der Johann Wolfgang Goethe-Universität stattfindet, gehören neben Lampugnani unter anderem Frank Schirrmacher (Mitherausgeber der FAZ.), Prof. Dr. Walter Siebel (Professor für Soziologie mit Schwerpunkt Stadt- und Regionalforschung an der Universität Oldenburg), Prof. Albert Speer (Architekturbüro Speer und Partner), Prof. Dr. Andreas Kruse (Diplompsychologe und Direktor des Institutes für Gerontologie der Universität Heidelberg) sowie Prof. Dr. Karl-Werner Schulte (Inhaber des Lehrstuhls für Allgemeine Betriebswirtschaftslehre an der European Business School, Eltville).

Martin Gehl | directnews
Weitere Informationen:
http://www.urbanfutureforum.org

Weitere Berichte zu: Stadtplanung Städtebau

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Veranstaltungsnachrichten:

nachricht Industriearbeitskreis »Prozesskontrolle in der Lasermaterialbearbeitung ICPC« lädt nach Aachen ein
28.03.2017 | Fraunhofer-Institut für Lasertechnik ILT

nachricht Neue Methoden für zuverlässige Mikroelektronik: Internationale Experten treffen sich in Halle
28.03.2017 | Fraunhofer-Institut für Mikrostruktur von Werkstoffen und Systemen IMWS

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Veranstaltungsnachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Atome rennen sehen - Phasenübergang live beobachtet

Ein Wimpernschlag ist unendlich lang dagegen – innerhalb von 350 Billiardsteln einer Sekunde arrangieren sich die Atome neu. Das renommierte Fachmagazin Nature berichtet in seiner aktuellen Ausgabe*: Wissenschaftler vom Center for Nanointegration (CENIDE) der Universität Duisburg-Essen (UDE) haben die Bewegungen eines eindimensionalen Materials erstmals live verfolgen können. Dazu arbeiteten sie mit Kollegen der Universität Paderborn zusammen. Die Forscher fanden heraus, dass die Beschleunigung der Atome jeden Porsche stehenlässt.

Egal wie klein sie sind, die uns im Alltag umgebenden Dinge sind dreidimensional: Salzkristalle, Pollen, Staub. Selbst Alufolie hat eine gewisse Dicke. Das...

Im Focus: Kleinstmagnete für zukünftige Datenspeicher

Ein internationales Forscherteam unter der Leitung von Chemikern der ETH Zürich hat eine neue Methode entwickelt, um eine Oberfläche mit einzelnen magnetisierbaren Atomen zu bestücken. Interessant ist dies insbesondere für die Entwicklung neuartiger winziger Datenträger.

Die Idee ist faszinierend: Auf kleinstem Platz könnten riesige Datenmengen gespeichert werden, wenn man für eine Informationseinheit (in der binären...

Im Focus: Quantenkommunikation: Wie man das Rauschen überlistet

Wie kann man Quanteninformation zuverlässig übertragen, wenn man in der Verbindungsleitung mit störendem Rauschen zu kämpfen hat? Uni Innsbruck und TU Wien präsentieren neue Lösungen.

Wir kommunizieren heute mit Hilfe von Funksignalen, wir schicken elektrische Impulse durch lange Leitungen – doch das könnte sich bald ändern. Derzeit wird...

Im Focus: Entwicklung miniaturisierter Lichtmikroskope - „ChipScope“ will ins Innere lebender Zellen blicken

Das Institut für Halbleitertechnik und das Institut für Physikalische und Theoretische Chemie, beide Mitglieder des Laboratory for Emerging Nanometrology (LENA), der Technischen Universität Braunschweig, sind Partner des kürzlich gestarteten EU-Forschungsprojektes ChipScope. Ziel ist es, ein neues, extrem kleines Lichtmikroskop zu entwickeln. Damit soll das Innere lebender Zellen in Echtzeit beobachtet werden können. Sieben Institute in fünf europäischen Ländern beteiligen sich über die nächsten vier Jahre an diesem technologisch anspruchsvollen Projekt.

Die zukünftigen Einsatzmöglichkeiten des neu zu entwickelnden und nur wenige Millimeter großen Mikroskops sind äußerst vielfältig. Die Projektpartner haben...

Im Focus: A Challenging European Research Project to Develop New Tiny Microscopes

The Institute of Semiconductor Technology and the Institute of Physical and Theoretical Chemistry, both members of the Laboratory for Emerging Nanometrology (LENA), at Technische Universität Braunschweig are partners in a new European research project entitled ChipScope, which aims to develop a completely new and extremely small optical microscope capable of observing the interior of living cells in real time. A consortium of 7 partners from 5 countries will tackle this issue with very ambitious objectives during a four-year research program.

To demonstrate the usefulness of this new scientific tool, at the end of the project the developed chip-sized microscope will be used to observe in real-time...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Industriearbeitskreis »Prozesskontrolle in der Lasermaterialbearbeitung ICPC« lädt nach Aachen ein

28.03.2017 | Veranstaltungen

Neue Methoden für zuverlässige Mikroelektronik: Internationale Experten treffen sich in Halle

28.03.2017 | Veranstaltungen

Wie Menschen wachsen

27.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Nierentransplantationen: Weisse Blutzellen kontrollieren Virusvermehrung

30.03.2017 | Biowissenschaften Chemie

Zuckerrübenschnitzel: der neue Rohstoff für Werkstoffe?

30.03.2017 | Materialwissenschaften

Integrating Light – Your Partner LZH: Das LZH auf der Hannover Messe 2017

30.03.2017 | HANNOVER MESSE