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Klein kommt groß raus

03.07.2003


Kleiner als ein Zeigefinger sind mit Methoden der Mikrotechnik hergestellte Produkte leistungsstark und preiswert. Im Bild ist ein Chip für die Medizintechnik zu sehen


Hohe Präzision und Erfahrung ist notwendig, um neue Möglichkeiten zu erforschen und neue Produkte zu entwickeln. Im Zentrum ZeMiS stehen moderne Simulations-, Entwurfs- und Fertigungsverfahren zur Realisierung von miniaturisierten Systemen zur Verfügung


Mikrotechnik und Systemintegration: "Produktinnovationen für den Mittelstand" Einladung zur Informationsveranstaltung


Kleiner als ein Zeigefinger sind mit Methoden der Mikrotechnik hergestellte Produkte leistungsstark und preiswert. Im Bild ist ein Chip für die Medizintechnik zu sehen

Hohe Präzision und Erfahrung ist notwendig, um neue Möglichkeiten zu erforschen und neue Produkte zu entwickeln. Im Zentrum ZeMiS stehen moderne Simulations-, Entwurfs- und Fertigungsverfahren zur Realisierung von miniaturisierten Systemen zur Verfüg

Die Mikrosystemtechnik ist eine der Schlüsseltechnologien des 21 Jahrhunderts. Die Miniaturisierung von fluidischen, optischen oder mechanischen Bauelementen liefert den Schlüssel zur Realisierung komplexer technischer Anforderungen. Die Verbindung mikrotechnischer Herstellungsverfahren mit den Methoden der Mikrosystemtechnik ermöglicht die Integration miniaturisierter Sensoren, Prozesssoren und Aktoren zu funktional eigenständigen Einheiten und schafft damit Produkte mit erweiterten oder sogar völlig neuen Eigenschaften und Fähigkeiten. Heute schon arbeiten Mikrosysteme in Airbagsteuerungen, Hörgeräten, Flachbildschirmen oder Tintendruckköpfen. In den nächsten Jahren wächst das Marktpotenzial der mikrotechnischen Produkte rasant an. Dies gilt insbesondere in den Bereichen Medizin, Automobil, Kommunikation, Chemie und Labortechnik, Umwelt sowie im Maschinen- und Anlagenbau, also in nahezu allen für Baden-Württemberg wichtigen Branchen.

Die Umsetzung dieser Möglichkeiten stellt gerade die mittelständisch geprägte Industrie des Landes vor große Aufgaben. Denn trotz kurzer Produktzyklen ist im Bereich der Mikrosystemtechnik ein langfristig angelegtes Innovationsmanagement erforderlich. Das Zentrum für Mikrotechnik und Systemintegration (ZeMiS), das vom Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst im Rahmen des Programms Zentren für Angewandte Forschung gefördert wird, unterstützt kleine und mittelständische Unternehmen bei der Erschließung neuer Produktpotentiale durch die Nutzung von Mikrotechniken und Systemintegration. ZeMiS bündelt unterschiedlichste Kompetenzen auf den genannten Gebieten, um ein umfassendes KnowHow aus einer Hand zu liefern und Produktideen zu verwirklichen. An ZeMiS arbeiten die Fachhochschulen Esslingen/Göppingen, Furtwangen, Heilbronn und Offenburg, die Universität Freiburg und das HSG-IMIT mit. Die Gesamtkoordination liegt dabei bei der Fachhochschule Furtwangen, die über langjährige Erfahrungen auf dem Gebiet der Mikrosystemtechnik verfügt.

Erfolgsfaktoren für den Mittelstand gibt es zweifellos einige - die Innovation ist wohl der wichtigste. Innovationsmanagement und innovative Produkte sind die Wettbewerbsvorteile eines Unternehmens am Markt. Innovativ und evolutionär sind auch die Möglichkeiten von Mikrotechnik und Systemintegration. Hierdurch entstehen Produkte für die Zukunft.

In einer Informationsveranstaltung unter dem Motto "Mikrotechnik und Systemintegration: Produktinnovationen für den Mittelstand" werden erste Ergebnisse von ZeMiS vorgestellt. Weitere wichtige Themen sind die Betrachtung der Innovationslandschaft Baden-Württemberg und die Untersuchung der Märkte im Bereich der Mikrotechnik.

Eine Reihe von hochkarätigen Rednern wird auf dieser Veranstaltung zur Thematik Stellung nehmen: Prof. Dr. Peter Frankenberg, Minister für Wissenschaft, Forschung und Kunst in Baden-Württemberg, wird über die Bedeutung von Innovationspartnerschaften sowie die Aufgaben und die Bedeutung der Hochschulen im Innovationsprozess berichten. Dipl. Ing. Wolfgang Bay, Leiter der zentralen Forschung und Entwicklung der SICK AG in Waldkirch, wird strategische Forschung und Entwicklung neuer Produkte sowie erfolgreiches Innovationsmanagement aus der Sicht eines großen mittelständischen Unternehmens erläutern. Dr. Henning Wicht, Geschäftsführer der Firma WTC Wicht Technology Consulting wird eine aktuelle und genaue Marktanalyse im Bereich der Mikrotechnik vorstellen sowie die Chancen für kleine und mittelständische Unternehmen auf diesem Gebiet erläutern. Des Weiteren werden umfassende Informationen über ZeMiS, die Pilotprojekte sowie die Partner im Netzwerk gegeben.

Diese Informationsveranstaltung findet am 7. Juli 2003 ab 10.00 Uhr im Haus der Wirtschaft, Stuttgart statt. Weitere Informationen sind im Internet unter www.zemis.de erhältlich. Anfragen und Anmeldungen nimmt auch Frau Herzog an der FH Furtwangen, Tel. 07723 920233 bzw. Fax 07723 920633 oder E-Mail: heb@fh-furtwangen.de entgegen.

Oscar Barranco | idw

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