Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Wiederaufbereitung von medizinischen Einmalprodukten Möglichkeiten und Grenzen

12.09.2001


Informationsveranstaltung
MARITIM Hotel Bonn

Pressetext zur Veranstaltung

Anmeldeformular zum Ausdrucken (pdf-Format)
 

ZUM THEMA

Medizinische Einmalprodukte werden vielerorts, in Kliniken oder durch externe Dienstleister, entgegen den Angaben ihrer Hersteller wieder aufbereitet und kommen erneut zur Anwendung. Seit einigen Jahren wird diese Praxis heftiger denn je diskutiert. Hersteller warnen vor den Risiken und dokumentieren Produktmängel, die nach dem Gebrauch beim Erstpatienten und den Aufbereitungsprozeduren erkennbar sind. Aufbereiter verweisen darauf, dass das Gesetz über Medizinprodukte (MPG) kein eindeutiges Verbot der Aufbereitung von Einmalprodukten enthält und argumentieren, dass die Aufbereitung machbar ist.

Aber ist "machbar" auch "vertretbar"? – Und wenn ja, in welchem Rahmen?

Durch die zweite Änderung des Medizinproduktegesetzes soll der rechtliche Rahmen jetzt neu gesteckt werden: Auch Aufbereiter, die die Produkte nach der Aufbereitung an andere abgeben, sollen künftig die Konformitätsbewertungsverfahren durchführen, denen die Hersteller unterworfen sind. Maßstab der Aufbereitungsqualität sind die neuen Empfehlungen des Robert-Koch-Instituts, die die "Anforderungen an die Hygiene bei der Aufbereitung von Medizinprodukten" regeln.

ZIEL

Die Eckpfeiler, die den Spielraum für die Aufbereitung von medizinischen Einmalprodukten abgrenzen, werden präsentiert und zur Diskussion gestellt: Rechtliche Regeln, Anforderungen an die Hygiene, funktionale Effizienz und Wirtschaftlichkeit. Dabei soll versucht werden, Antworten auf die folgenden Fragen zu finden:

  • Ist der rechtliche Rahmen ausreichend, um die Sicherheit der Patienten angesichts der Aufbereitung von Einmalprodukten zu gewährleisten?
  • Welcher wirtschaftliche Spielraum bleibt, wenn Recht und Stand der Technik eingehalten werden?
Angesprochen sind alle von der Aufbereitungspraxis Betroffenen, insbesondere Anwender und Betreiber medizinischer Einrichtungen, wie 
z. B. OP-Schwestern, Hygienefachkräfte und Ärzte, sowie die Hersteller von Medizinprodukten, aber auch die Vertreter der Überwachungsbehörden, Patientenvereinigungen und Versicherungen.

INHALT

  • Qualität von aufbereiteten Medizinprodukten
  • Anforderungen an Hersteller und Aufbereiter
  • Rechtlicher Rahmen
  • Patientensicherheit
  • Ärztliche Verantwortung
  • Technische Grenzen
  • RKI-Empfehlungen: Anforderungen an die Hygiene 


PROGRAMM

Moderation: 
Joachim M. Schmitt, Geschäftsführer, MedInform, Berlin
 

9.30 Uhr 
Empfang/Kaffee

10.00 Uhr 
Begrüßung

10.05 Uhr 
Einführung
Elke Vogt, Verbraucherschutz/Medizintechnik
Bundesverband Medizintechnologie (BVMed), Berlin

10.10 Uhr 
Herstellung und Aufbereitung von Einmalprodukten – Ein Überblick
Peter Schröer, Quality and Regulatory Affairs Europa
Ethicon Endo-Surgery GmbH, Norderstedt

10.55 Uhr 
Kaffeepause

11.15 Uhr 
Rechtliche Grenzen der Wiederaufbereitung von Einmal-Medizinprodukten
Prof. Dr. Jürgen Helle, Honorarprofessor, Universität Osnabrück

12.00 Uhr 
Die Aufbereitung von Einmalprodukten durch einen Dienstleister
Robert Schrödel, Vorstand
VANGUARD AG Medical Services for Europe, Berlin

12.45 Uhr 
Mittagessen

14.00 Uhr 
Technische und wirtschaftliche Grenzen der Wiederaufbereitung
Dr. Hans Haindl, Öffentlich bestellter und vereidigter Sachverständiger für Medizinprodukte, Vorsitzender des Bundesverbands der Sachverständigen für Medizinprodukte, Wennigsen

14.45 Uhr 
Anforderungen an die Hygiene:
Die neuen Empfehlungen des Robert-Koch-Instituts
Prof. Dr. Martin Mielke, Leiter der Abteilung Angewandte Infektions- und Krankenhaushygiene im Robert-Koch-Institut (RKI), Berlin

15.30 Uhr 
Abschlussdiskussion

ca. 
16.00 Uhr 
Ende der Veranstaltung
 
 

TERMIN

Donnerstag, den 11. Oktober 2001, 9.00 Uhr
 

VERANSTALTUNGSORT

MARITIM Hotel Bonn
Godesberger Allee
53175 Bonn
Telefon: (02 28) 81 08-0
Telefax: (02 28) 81 08-811

Anfahrtskizze im Internet:
http://www.maritim.de/deutsch/hotels/hotels/bonn.html
 

TEILNAHMEGEBÜHR

Die Teilnahmegebühr beträgt 365,00 € zuzüglich 16 % MWSt. Inbegriffen sind Mittagessen, Sitzungsgetränke sowie die Sitzungsunterlagen. Die Teilnahmegebühr wird nach Erhalt der Rechnung ohne jeden Abzug fällig.
 

ANMELDUNG

bis spätestens 2. Oktober 2001
Anmeldebogen als pdf-Dokument

Die Teilnehmerzahl ist begrenzt.
 

MedInform behält sich den Wechsel von Dozenten und/oder Verschiebungen bzw. Änderungen im Programmablauf vor. Muss eine Veranstaltung aus Gründen, die MedInform zu vertreten hat, ausfallen, so werden lediglich bereits gezahlte Teilnahmegebühren erstattet. Weitergehende Ansprüche sind ausgeschlossen.

Stornierung:

Wird eine Anmeldung nicht spätestens fünf Werktage vor dem Veranstaltungsbeginn schriftlich widerrufen, so wird die volle Teilnahmegebühr auch bei Nichtteilnahme fällig.

| BVMed

Weitere Berichte zu: Medizinprodukt Teilnahmegebühr

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Veranstaltungsnachrichten:

nachricht NRW Nano-Konferenz in Münster
07.12.2016 | Ministerium für Innovation, Wissenschaft und Forschung NRW

nachricht Wie aus reinen Daten ein verständliches Bild entsteht
05.12.2016 | Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Veranstaltungsnachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Poröse kristalline Materialien: TU Graz-Forscher zeigt Methode zum gezielten Wachstum

Mikroporöse Kristalle (MOFs) bergen große Potentiale für die funktionalen Materialien der Zukunft. Paolo Falcaro von der TU Graz et al zeigen in Nature Materials, wie man MOFs gezielt im großen Maßstab wachsen lässt.

„Metal-organic frameworks“ (MOFs) genannte poröse Kristalle bestehen aus metallischen Knotenpunkten mit organischen Molekülen als Verbindungselemente. Dank...

Im Focus: Gravitationswellen als Sensor für Dunkle Materie

Die mit der Entdeckung von Gravitationswellen entstandene neue Disziplin der Gravitationswellen-Astronomie bekommt eine weitere Aufgabe: die Suche nach Dunkler Materie. Diese könnte aus einem Bose-Einstein-Kondensat sehr leichter Teilchen bestehen. Wie Rechnungen zeigen, würden Gravitationswellen gebremst, wenn sie durch derartige Dunkle Materie laufen. Dies führt zu einer Verspätung von Gravitationswellen relativ zu Licht, die bereits mit den heutigen Detektoren messbar sein sollte.

Im Universum muss es gut fünfmal mehr unsichtbare als sichtbare Materie geben. Woraus diese Dunkle Materie besteht, ist immer noch unbekannt. Die...

Im Focus: Significantly more productivity in USP lasers

In recent years, lasers with ultrashort pulses (USP) down to the femtosecond range have become established on an industrial scale. They could advance some applications with the much-lauded “cold ablation” – if that meant they would then achieve more throughput. A new generation of process engineering that will address this issue in particular will be discussed at the “4th UKP Workshop – Ultrafast Laser Technology” in April 2017.

Even back in the 1990s, scientists were comparing materials processing with nanosecond, picosecond and femtosesecond pulses. The result was surprising:...

Im Focus: Wie sich Zellen gegen Salmonellen verteidigen

Bioinformatiker der Goethe-Universität haben das erste mathematische Modell für einen zentralen Verteidigungsmechanismus der Zelle gegen das Bakterium Salmonella entwickelt. Sie können ihren experimentell arbeitenden Kollegen damit wertvolle Anregungen zur Aufklärung der beteiligten Signalwege geben.

Jedes Jahr sind Salmonellen weltweit für Millionen von Infektionen und tausende Todesfälle verantwortlich. Die Körperzellen können sich aber gegen die...

Im Focus: Shape matters when light meets atom

Mapping the interaction of a single atom with a single photon may inform design of quantum devices

Have you ever wondered how you see the world? Vision is about photons of light, which are packets of energy, interacting with the atoms or molecules in what...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Event News

ICTM Conference 2017: Production technology for turbomachine manufacturing of the future

16.11.2016 | Event News

Innovation Day Laser Technology – Laser Additive Manufacturing

01.11.2016 | Event News

#IC2S2: When Social Science meets Computer Science - GESIS will host the IC2S2 conference 2017

14.10.2016 | Event News

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Das Universum enthält weniger Materie als gedacht

07.12.2016 | Physik Astronomie

Partnerschaft auf Abstand: tiefgekühlte Helium-Moleküle

07.12.2016 | Physik Astronomie

Bakterien aus dem Blut «ziehen»

07.12.2016 | Biowissenschaften Chemie