Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Kunststoff-Experten tagen an der Montanuniversität Leoben

07.09.2001


Über 200 Experten aus Wissenschaft und Industrie diskutieren bei den "5. Österreichischen Polymertagen" von 12. bis 14. September an der österreichischen Montanuniversität Leoben neueste Entwicklungen in der Kunststofftechnik.



Chemische und physikalische Aspekte der Kunststofftechnik und -wissenschaft stehen im Mittelpunkt der Österreichischen Polymertage, die vom Institut für Chemie der Kunststoffe an der Montanuni, der Gesellschaft Österreichischer Chemiker und der Österreichischen Physikalischen Gesellschaft veranstaltet werden.



Wesentliche Schwerpunkte der Tagung sind Polymere in der Medizin (z. B. bei Implantaten wie Hüftgelenken), die Brennbarkeit von Kunststoffen sowie die technischen Anwendungen in der Industrie. Knapp 100 Vorträge und ebenso viele Poster-Präsentationen werden einen Überblick über gegenwärtige Entwicklungen in diesem Wissensbereich geben. Mit dem Innsbrucker Chemiker Michael Buchmeiser, START-Wittgenstein-Preisträger 2001, dem US-amerikanischen Pionier der Kunststoff-Analytik, W. W. Yau, dem führenden Aachener Experten für polymere Biomaterialien, Hartwig Höcker, sowie dem Kunststoffbrand-Experten Giovanni Camino von der Universität Turin konnten die Organisatoren sehr prominente Wissenschaftler gewinnen.

"Familientreffen der Polymerwissenschaftler und Kunststofftechniker"

Für Prof. Klaus Lederer, Vorstand des Institutes für Chemie der Kunststoffe an der Montanuni und Vorsitzender der Konferenz, haben sich die Polymertage zu einem "Familientreffen der Polymerwissenschaftler und Kunststofftechniker mit verstärkt internationaler Beteiligung" entwickelt. Rund 30 Nationen (neben vielen europäischen Ländern auch Japan, USA und Brasilien) sind bei der Tagung vertreten. Da neben Wissenschaftlern auch zahlreiche Vertreter aus der Kunststoff-Industrie nach Leoben kommen, ermöglicht die Konferenz einen "fruchtbaren Dialog zwischen Universität und Wirtschaft". Die Teilnehmerzahl und die zunehmende Internationalisierung sind für Professor Lederer ein Zeichen, dass die Polymertage in "Fachwelt und Industrie breite Resonanz" erwecken und sich Leoben auch in der Kunststofftechnik in Forschung und Lehre (durch die Studienrichtung Kunststofftechnik) einen guten Namen gemacht habe. Die Bemühungen um die Einrichtung eines K-Plus-Kompetenzzentrums für Polymerwissenschaften und Kunststofftechnik weisen ebenfalls in diese Richtung.

Kunststoffe im menschlichen Körper

Ein wissenschaftlicher Schwerpunkt des Leobener Institutes für Chemie der Kunststoffe gilt der Verbesserung von Hüft- und Kniegelenksprothesen. Derartige Prothesen haben eine Lebensdauer von 10 bis 15 Jahren, da das als Gleitelement eingesetzte Polyethylen mit der Zeit versprödet und zu Entzündungen führt. Durch die Beimengung von Vitamin E gelang den Leobener Wissenschaftlern ein sensationelles Ergebnis: Die Lebensdauer von künstlichen Hüftgelenken könnte sich auf das Dreifache erhöhen. Revisionsoperationen könnten in Zukunft vermieden werden. Diese wissenschaftliche Entwicklung ist ebenfalls Thema der 5. Polymertage.

Weitere Infos:
Montanuniversität Leoben, Institut für Chemie der Kunststoffe, Univ.-Prof. Dr. Klaus Lederer,
Tel. (03842) 402-681, E-Mail: polychem@unileoben.ac.at



Magister Thomas Winkler | idw
Weitere Informationen:
http://ikc.unileoben.ac.at/opt/

Weitere Berichte zu: Kunststofftechnik Polymertage

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Veranstaltungsnachrichten:

nachricht Meeresschutz im Fokus: Das IASS auf der UN-Ozean-Konferenz in New York vom 5.-9. Juni
24.05.2017 | Institute for Advanced Sustainability Studies e.V.

nachricht Diabetes Kongress in Hamburg beginnt heute: Rund 6000 Teilnehmer werden erwartet
24.05.2017 | Deutsche Diabetes Gesellschaft

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Veranstaltungsnachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Lässt sich mit Boten-RNA das Immunsystem gegen Staphylococcus aureus scharf schalten?

Staphylococcus aureus ist aufgrund häufiger Resistenzen gegenüber vielen Antibiotika ein gefürchteter Erreger (MRSA) insbesondere bei Krankenhaus-Infektionen. Forscher des Paul-Ehrlich-Instituts haben immunologische Prozesse identifiziert, die eine erfolgreiche körpereigene, gegen den Erreger gerichtete Abwehr verhindern. Die Forscher konnten zeigen, dass sich durch Übertragung von Protein oder Boten-RNA (mRNA, messenger RNA) des Erregers auf Immunzellen die Immunantwort in Richtung einer aktiven Erregerabwehr verschieben lässt. Dies könnte für die Entwicklung eines wirksamen Impfstoffs bedeutsam sein. Darüber berichtet PLOS Pathogens in seiner Online-Ausgabe vom 25.05.2017.

Staphylococcus aureus (S. aureus) ist ein Bakterium, das bei weit über der Hälfte der Erwachsenen Haut und Schleimhäute besiedelt und dabei normalerweise keine...

Im Focus: Can the immune system be boosted against Staphylococcus aureus by delivery of messenger RNA?

Staphylococcus aureus is a feared pathogen (MRSA, multi-resistant S. aureus) due to frequent resistances against many antibiotics, especially in hospital infections. Researchers at the Paul-Ehrlich-Institut have identified immunological processes that prevent a successful immune response directed against the pathogenic agent. The delivery of bacterial proteins with RNA adjuvant or messenger RNA (mRNA) into immune cells allows the re-direction of the immune response towards an active defense against S. aureus. This could be of significant importance for the development of an effective vaccine. PLOS Pathogens has published these research results online on 25 May 2017.

Staphylococcus aureus (S. aureus) is a bacterium that colonizes by far more than half of the skin and the mucosa of adults, usually without causing infections....

Im Focus: Orientierungslauf im Mikrokosmos

Physiker der Universität Würzburg können auf Knopfdruck einzelne Lichtteilchen erzeugen, die einander ähneln wie ein Ei dem anderen. Zwei neue Studien zeigen nun, welches Potenzial diese Methode hat.

Der Quantencomputer beflügelt seit Jahrzehnten die Phantasie der Wissenschaftler: Er beruht auf grundlegend anderen Phänomenen als ein herkömmlicher Rechner....

Im Focus: A quantum walk of photons

Physicists from the University of Würzburg are capable of generating identical looking single light particles at the push of a button. Two new studies now demonstrate the potential this method holds.

The quantum computer has fuelled the imagination of scientists for decades: It is based on fundamentally different phenomena than a conventional computer....

Im Focus: Tumult im trägen Elektronen-Dasein

Ein internationales Team von Physikern hat erstmals das Streuverhalten von Elektronen in einem nichtleitenden Material direkt beobachtet. Ihre Erkenntnisse könnten der Strahlungsmedizin zu Gute kommen.

Elektronen in nichtleitenden Materialien könnte man Trägheit nachsagen. In der Regel bleiben sie an ihren Plätzen, tief im Inneren eines solchen Atomverbunds....

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Meeresschutz im Fokus: Das IASS auf der UN-Ozean-Konferenz in New York vom 5.-9. Juni

24.05.2017 | Veranstaltungen

Diabetes Kongress in Hamburg beginnt heute: Rund 6000 Teilnehmer werden erwartet

24.05.2017 | Veranstaltungen

Wissensbuffet: „All you can eat – and learn”

24.05.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

DFG fördert 15 neue Sonderforschungsbereiche (SFB)

26.05.2017 | Förderungen Preise

Lässt sich mit Boten-RNA das Immunsystem gegen Staphylococcus aureus scharf schalten?

26.05.2017 | Biowissenschaften Chemie

Unglaublich formbar: Lesen lernen krempelt Gehirn selbst bei Erwachsenen tiefgreifend um

26.05.2017 | Gesellschaftswissenschaften