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Deutsche Bunsen-Gesellschaft für Physikalische Chemie tagt in Saarbrücken

24.04.2008
"Analyse, Manipulation und Simulation auf der Nanometerskala" - so lautet das Thema der diesjährigen Hauptversammlung der Deutschen Bunsen-Gesellschaft für Physikalische Chemie.

Sie findet am 2. und 3. Mai 2008 an der Universität des Saarlandes statt. Rund 500 Wissenschaftler, darunter auch Teilnehmer aus Europa und den USA, werden erwartet. Auch der letztjährige Chemie-Nobelpreisträger Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Gerhard Ertl, Ehrenmitglied der Bunsen-Gesellschaft, nimmt an der Tagung teil.

Die feierliche Eröffnung mit Verleihung zweier wissenschaftlicher Preise findet am Freitag, dem 2. Mai, von 9.00 bis 10.45 Uhr im Audimax der Universität, Geb. B4 1, statt. Im anschließenden wissenschaftlichen Programm werden unter anderem neueste Entwicklungen auf dem Gebiet der Nanolithographie vorgestellt, bei der es um die Erzeugung winzigster Strukturen geht.

So kann man beispielsweise auf elektronischen Speicherkarten Strukturbreiten von weniger als 100 Nanometer erzeugen - damit ist die Speicherung noch größerer Datenmengen als bisher möglich. Mit kleinsten Strukturen befasst sich auch die Kryo-Elektronenmikroskopie: Neueste Entwicklungen ermöglichen Computertomogramme einzelner Zellen mit molekularer Auflösung. Darüber hinaus werden vielversprechende Neuerungen in der Nanomedizin und bei der Bereitstellung individueller Therapien vorgestellt.

Beim Industriesymposium am Samstag, dem 3. Mai, stehen Nano-Materialien in der industriellen Anwendung im Vordergrund. So sollen in Zukunft große Lithium-Ionen-Batterien, die jeder in kleiner Form vom Handy oder Notebook kennt, in Autos eingebaut werden. Was bisher aus Sicherheitsgründen nicht möglich war, kann nun mit Hilfe neuer nanokeramischer Separator-Folien realisiert werden; diese Erfindung war für den Zukunftspreis des Bundespräsidenten nominiert.

Im Automobilsektor spielen Nanomaterialien auch bei den Abgaskatalysatoren eine große Rolle. Ein weiteres Thema sind neue Entwicklungen bei Biodiesel-Mikroemulsionen als alternativer Kraftstoff. Von der Firma Nano-X aus der saarländischen Nanoszene stammt eine neue Generation von Bindemitteln für Sol-Gel-Beschichtungssysteme, die in ihrem Eigenschaftsprofil Chemikalienbeständigkeit, Kratzfestigkeit und Flexibilität vereinigt.

Kontakt: Prof. Dr. Rolf Hempelmann, Tel. 0681/302-4750,
E-Mail: r.hempelmann@mx.uni-saarland.de

Claudia Ehrlich | idw
Weitere Informationen:
http://www.uni-saarland.de
http://www.bunsen2008.uni-saarland.de

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