Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Welches Verfahren lohnt sich für welche Hochschule: Systemakkreditierung, Institutional Audit oder Programmakkreditierung?

13.02.2008
Bei einem Diskussionsforum am 15. April 2008 in Kassel geben nationale und internationale Expert/innen Orientierungshilfen für Hochschulen auf dem Akkreditierungs- und Auditierungsmarkt.

Mit Einführung der Systemakkreditierung erhalten Universitäten und Fachhochschulen mehr Wahlmöglichkeiten zwischen verschiedenen externen Begutachtungsverfahren.

Bislang konnten sich Hochschulen nur aussuchen, von welcher der sechs Akkreditierungs-Agenturen sie die Qualität ihrer Lernangebote zertifizieren lassen wollen. Das Verfahren jedoch stand fest: Die Programmakkreditierung.

Laut Beschluss der Kultusministerkonferenz (KMK) wird das Spektrum ab Frühjahr 2008 erweitert. Als Alternative steht dann auch die Akkreditierung von Qualitätsmanagement-Systemen (QM-Systemen) für Lehre und Studium zur Verfügung.

Da der überwiegende Teil der Hochschulen jedoch erst dabei ist, ein solches QM-System aufzubauen, ergibt sich noch eine dritte Option, nämlich die Durchführung eines sogenannten "Institutional Audits" oder "Institutionellen Evaluation". Dieses Verfahren gibt Feedbacks und Hilfestellungen, ohne eine abschließende Bewertung im Sinne einer Ja-/Nein-Entscheidung (zugelassen / nicht zugelassen) vorzunehmen, wie sie bei der Systemakkreditierung erfolgt.

Die Frage ist nun, welches der drei Verfahren die Qualitätsentwicklung der Hochschulen am wirkungsvollsten unterstützt und sich zudem finanziell rechnet: Je nach Größe und fachlicher Ausrichtung kann es besser sein, bei der Programmakkreditierung zu bleiben, zumal sich die Kosten in diesem Bereich durch die Möglichkeit der Cluster-Akkreditierung senken lassen. Die Frage ist auch, wann es für Hochschulen sinnvoll ist, eine Systemakkreditierung zu versuchen. Die Kriterien des Akkreditierungsrates sehen vor, dass QM-Systeme für Lehre und Studium nicht mit Auflagen sondern nur akkreditiert oder nicht akkreditiert werden. Eine Hochschule, die sich nicht sicher ist, dass sie die System-Akkreditierung besteht, geht ein finanzielles Risiko ein.

Darüber hinaus zeigen die Erfahrungen, dass der Aufbau von QM-Systemen in Universitäten und Fachhochschulen eine langwierige und komplexe Aufgabe ist, zumindest wenn damit eine effektive und nachhaltige Qualitätsentwicklung erreicht werden soll. Und das sollte bei allem Legitimierungsdruck, der in den zurückliegenden Jahren durch die "Akkreditis" in den zurückliegenden Jahren in Deutschland entstanden ist, das eigentliche Ziel aller dieser Anstrengungen sein. Vor diesem Hintergrund stellt ein "Institiutional Audit" bzw. eine "Institutionelle Evaluation" gegenüber der Systemakkreditierung eine Alternative dar, weil sie "Hilfe zur Selbsthilfe" beim Aufbau von QM-Systemen leistet.

Britta Hoffmann-Kobert | idw
Weitere Informationen:
http://www.che-consult.de

Weitere Berichte zu: Programmakkreditierung Systemakkreditierung

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Veranstaltungsnachrichten:

nachricht Mobilität 4.0: Konferenz an der Jacobs University
18.10.2017 | Jacobs University Bremen gGmbH

nachricht Smart MES 2017: die Fertigung der Zukunft
18.10.2017 | gbo datacomp GmbH

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Veranstaltungsnachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Schnelle individualisierte Therapiewahl durch Sortierung von Biomolekülen und Zellen mit Licht

Im Blut zirkulierende Biomoleküle und Zellen sind Träger diagnostischer Information, deren Analyse hochwirksame, individuelle Therapien ermöglichen. Um diese Information zu erschließen, haben Wissenschaftler des Fraunhofer-Instituts für Lasertechnik ILT ein Mikrochip-basiertes Diagnosegerät entwickelt: Der »AnaLighter« analysiert und sortiert klinisch relevante Biomoleküle und Zellen in einer Blutprobe mit Licht. Dadurch können Frühdiagnosen beispielsweise von Tumor- sowie Herz-Kreislauf-Erkrankungen gestellt und patientenindividuelle Therapien eingeleitet werden. Experten des Fraunhofer ILT stellen diese Technologie vom 13.–16. November auf der COMPAMED 2017 in Düsseldorf vor.

Der »AnaLighter« ist ein kompaktes Diagnosegerät zum Sortieren von Zellen und Biomolekülen. Sein technologischer Kern basiert auf einem optisch schaltbaren...

Im Focus: Neue Möglichkeiten für die Immuntherapie beim Lungenkrebs entdeckt

Eine gemeinsame Studie der Universität Bern und des Inselspitals Bern zeigt, dass spezielle Bindegewebszellen, die in normalen Blutgefässen die Wände abdichten, bei Lungenkrebs nicht mehr richtig funktionieren. Zusätzlich unterdrücken sie die immunologische Bekämpfung des Tumors. Die Resultate legen nahe, dass diese Zellen ein neues Ziel für die Immuntherapie gegen Lungenkarzinome sein könnten.

Lungenkarzinome sind die häufigste Krebsform weltweit. Jährlich werden 1.8 Millionen Neudiagnosen gestellt; und 2016 starben 1.6 Millionen Menschen an der...

Im Focus: Sicheres Bezahlen ohne Datenspur

Ob als Smartphone-App für die Fahrkarte im Nahverkehr, als Geldwertkarten für das Schwimmbad oder in Form einer Bonuskarte für den Supermarkt: Für viele gehören „elektronische Geldbörsen“ längst zum Alltag. Doch vielen Kunden ist nicht klar, dass sie mit der Nutzung dieser Angebote weitestgehend auf ihre Privatsphäre verzichten. Am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) entsteht ein sicheres und anonymes System, das gleichzeitig Alltagstauglichkeit verspricht. Es wird nun auf der Konferenz ACM CCS 2017 in den USA vorgestellt.

Es ist vor allem das fehlende Problembewusstsein, das den Informatiker Andy Rupp von der Arbeitsgruppe „Kryptographie und Sicherheit“ am KIT immer wieder...

Im Focus: Neutron star merger directly observed for the first time

University of Maryland researchers contribute to historic detection of gravitational waves and light created by event

On August 17, 2017, at 12:41:04 UTC, scientists made the first direct observation of a merger between two neutron stars--the dense, collapsed cores that remain...

Im Focus: Breaking: the first light from two neutron stars merging

Seven new papers describe the first-ever detection of light from a gravitational wave source. The event, caused by two neutron stars colliding and merging together, was dubbed GW170817 because it sent ripples through space-time that reached Earth on 2017 August 17. Around the world, hundreds of excited astronomers mobilized quickly and were able to observe the event using numerous telescopes, providing a wealth of new data.

Previous detections of gravitational waves have all involved the merger of two black holes, a feat that won the 2017 Nobel Prize in Physics earlier this month....

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Mobilität 4.0: Konferenz an der Jacobs University

18.10.2017 | Veranstaltungen

Smart MES 2017: die Fertigung der Zukunft

18.10.2017 | Veranstaltungen

DFG unterstützt Kongresse und Tagungen - Dezember 2017

17.10.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Schnelle individualisierte Therapiewahl durch Sortierung von Biomolekülen und Zellen mit Licht

18.10.2017 | Biowissenschaften Chemie

Biokunststoffe könnten auch in Traktoren die Richtung angeben

18.10.2017 | Messenachrichten

»ILIGHTS«-Studie gestartet: Licht soll Wohlbefinden von Schichtarbeitern verbessern

18.10.2017 | Energie und Elektrotechnik