Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Agrartechnikforschung im DFG-Rundgespräch

10.01.2008
Agrartechniker treffen den Präsidenten der Deutschen Forschungsgemeinschaft, Prof. Dr.-Ing. Matthias Kleiner

Wie können Ausbeute und Effizienz der agrartechnischen Forschung angesichts wachsender Anforderungen und vielerorts schwindender Ressourcen verbessert werden? Welchen Beitrag kann dabei die Deutsche Forschungsgemeinschaft leisten, insbesondere im Segment der anwendungsbezogenen Grundlagenforschung?


Nach dem Gespräch mit DFG-Präsident Prof. Dr.-Ing. M. Kleiner (2.v.r.): Dr. Patricia Schmitz-Möller, Programmdirektorin Lebenswissenschaften I der DFG (2.v.l.), Dr. L. Frerichs, Vorsitzender der Max-Eyth-Gesellschaft Agrartechnik im VDI (links) sowie Prof. Dr. J. Hahn, Vorsitzender des Arbeitskreises Forschung und Lehre der VDI-MEG (rechts)

Darüber berieten auf Einladung der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) und der Max-Eyth-Gesellschaft Agrartechnik im VDI (VDI-MEG) am 12./13. Dezember 2007 in Bonn rund 30 Forscher dieser Disziplin, die ihr Wirkungsfeld über die klassischen maschinenbaulichen und verfahrenstechnischen Bereiche hinaus längst auch auf die Gebiete der Bioverfahrenstechnik, Energietechnik usw. ausgedehnt hat.

DFG-Präsident Kleiner, selbst Ingenieurwissenschaftler, ermutigte ausdrücklich zu mehr Forschungsanträgen, besonders von jüngeren und weiblichen Wissenschaftlern. Zum vielfach kolportierten Vorbehalt vom überhöhten Grundlagenanspruch der DFG verwies der Präsident unter anderem auf die DFG-Initiative „Transferprojekte – Fördern bis zum Prototyp“, durch die Kooperationen zwischen Wissenschaft und Industrie entwickelt und ausgebaut werden sollen. „Ihrer Disziplin nützt nachhaltig diejenige Grundlagenforschung, die Anwendung im Blick hat“, führte Kleiner aus und empfahl, die Ressourcen durch Vernetzung zu bündeln, etwa im Rahmen von Schwerpunktprogrammen.

... mehr zu:
»Agrartechnikforschung »DFG

Aus einer mehrstufigen Metaplan-Sitzung gingen anschließend Vorschläge für eine Fülle zukunftsfähiger agrartechnischer Forschungsthemen hervor. Nach Clustern und Bewerten der Ideen konnten vier besonders aussichtsreiche komplexe Themen identifiziert werden, die nun für DFG-Forschergruppen oder Schwerpunktprogramme antragsreif zu machen sind. Erwartet werden selbstverständlich auch viele gute Anträge auf DFG-Einzelprojektförderung. Die für das Fach Agrartechnik in der DFG-Geschäftsstelle zuständige Programmdirektorin bot im Rahmen weiterer Rundgespräche Unterstützung an. Mit dem Fachausschuss „Forschung und Lehre“ engagiert sich auf Seiten der VDI-MEG ein kompetentes Fachgremium von Wissenschaftlern, die unmittelbar von der Thematik betroffen sind, aber gleichzeitig auch eine Multiplikatorfunktion wahrnehmen.

Dr. Andreas Herrmann | VDI
Weitere Informationen:
http://www.vdi.de/meg
http://www.vdi.de/landtechnik-fuer-profis2008
http://www.sachen-machen.org

Weitere Berichte zu: Agrartechnikforschung DFG

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Veranstaltungsnachrichten:

nachricht Von „Coopetition“ bis „Digitale Union“ – Die Fertigungsindustrien im digitalen Wandel
02.12.2016 | Münchner Kreis

nachricht Experten diskutieren Perspektiven schrumpfender Regionen
01.12.2016 | Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR)

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Veranstaltungsnachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Greifswalder Forscher dringen mit superauflösendem Mikroskop in zellulären Mikrokosmos ein

Das Institut für Anatomie und Zellbiologie weiht am Montag, 05.12.2016, mit einem wissenschaftlichen Symposium das erste Superresolution-Mikroskop in Greifswald ein. Das Forschungsmikroskop wurde von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) und dem Land Mecklenburg-Vorpommern finanziert. Nun können die Greifswalder Wissenschaftler Strukturen bis zu einer Größe von einigen Millionstel Millimetern mittels Laserlicht sichtbar machen.

Weit über hundert Jahre lang galt die von Ernst Abbe 1873 publizierte Theorie zur Auflösungsgrenze von Lichtmikroskopen als ein in Stein gemeißeltes Gesetz....

Im Focus: Durchbruch in der Diabetesforschung: Pankreaszellen produzieren Insulin durch Malariamedikament

Artemisinine, eine zugelassene Wirkstoffgruppe gegen Malaria, wandelt Glukagon-produzierende Alpha-Zellen der Bauchspeicheldrüse (Pankreas) in insulinproduzierende Zellen um – genau die Zellen, die bei Typ-1-Diabetes geschädigt sind. Das haben Forscher des CeMM Forschungszentrum für Molekulare Medizin der Österreichischen Akademie der Wissenschaften im Rahmen einer internationalen Zusammenarbeit mit modernsten Einzelzell-Analysen herausgefunden. Ihre bahnbrechenden Ergebnisse werden in Cell publiziert und liefern eine vielversprechende Grundlage für neue Therapien gegen Typ-1 Diabetes.

Seit einigen Jahren hatten sich Forscher an diesem Kunstgriff versucht, der eine simple und elegante Heilung des Typ-1 Diabetes versprach: Die vom eigenen...

Im Focus: Makromoleküle: Mit Licht zu Präzisionspolymeren

Chemikern am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) ist es gelungen, den Aufbau von Präzisionspolymeren durch lichtgetriebene chemische Reaktionen gezielt zu steuern. Das Verfahren ermöglicht die genaue, geplante Platzierung der Kettengliedern, den Monomeren, entlang von Polymerketten einheitlicher Länge. Die präzise aufgebauten Makromoleküle bilden festgelegte Eigenschaften aus und eignen sich möglicherweise als Informationsspeicher oder synthetische Biomoleküle. Über die neuartige Synthesereaktion berichten die Wissenschaftler nun in der Open Access Publikation Nature Communications. (DOI: 10.1038/NCOMMS13672)

Chemische Reaktionen lassen sich durch Einwirken von Licht bei Zimmertemperatur auslösen. Die Forscher am KIT nutzen diesen Effekt, um unter Licht die...

Im Focus: Neuer Sensor: Was im Inneren von Schneelawinen vor sich geht

Ein neuer Radarsensor erlaubt Einblicke in die inneren Vorgänge von Schneelawinen. Entwickelt haben ihn Ingenieure der Ruhr-Universität Bochum (RUB) um Dr. Christoph Baer und Timo Jaeschke gemeinsam mit Kollegen aus Innsbruck und Davos. Das Messsystem ist bereits an einem Testhang im Wallis installiert, wo das Schweizer Institut für Schnee- und Lawinenforschung im Winter 2016/17 Messungen damit durchführen möchte.

Die erhobenen Daten sollen in Simulationen einfließen, die das komplexe Geschehen im Inneren von Lawinen detailliert nachbilden. „Was genau passiert, wenn sich...

Im Focus: Neuer Rekord an BESSY II: 10 Millionen Ionen erstmals bis auf 7,4 Kelvin gekühlt

Magnetische Grundzustände von Nickel2-Ionen spektroskopisch ermittelt

Ein internationales Team aus Deutschland, Schweden und Japan hat einen neuen Temperaturrekord für sogenannte Quadrupol-Ionenfallen erreicht, in denen...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Von „Coopetition“ bis „Digitale Union“ – Die Fertigungsindustrien im digitalen Wandel

02.12.2016 | Veranstaltungen

Experten diskutieren Perspektiven schrumpfender Regionen

01.12.2016 | Veranstaltungen

Die Perspektiven der Genom-Editierung in der Landwirtschaft

01.12.2016 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Parkinson-Krankheit und Dystonien: DFG-Forschergruppe eingerichtet

02.12.2016 | Förderungen Preise

Smart Data Transformation – Surfing the Big Wave

02.12.2016 | Studien Analysen

Nach der Befruchtung übernimmt die Eizelle die Führungsrolle

02.12.2016 | Biowissenschaften Chemie