Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Warum Bandscheibenprothesen nicht immer besser sind

14.04.2010
Aktuelles zur Wirbelsäulenchirurgie - Infoveranstaltung für Betroffene und Interessierte

Wer kennt es nicht: Ein heftiger, ausstrahlender Schmerz im Rücken, der behandelnde Arzt diagnostiziert einen sogenannten Bandscheibenvorfall. Fast alle betroffenen Patienten werden ohne Operation wieder gesund.

Nur in ganz wenigen Fällen ist eine Bandscheibenoperation nötig. Den Patienten stehen dann, je nach Fall, unterschiedliche Möglichkeiten offen, darunter auch die Implantation einer künstlichen Bandscheibe, einer sogenannten Bandscheibenprothese. Aber wie sehen die Langzeitergebnisse aus?

Erfahrungen an der Orthopädischen Universitätsklinik Tübingen zeigen jetzt, dass eine Versteifung einzelner Wirbelkörper gegeneinander langfristig günstigere Ergebnisse zeigt. Auch die Gesamtbeweglichkeit der Wirbelsäule ist nach dem Einsatz von Bandscheibenprothesen keineswegs immer besser.

Dies ist nur eine Erkenntnis aus der laufenden klinischen Forschung am Tübinger Uniklinikum. Am 17. April 2010 wird die Orthopädische Universitätsklinik Tübingen auf neue und bewährte Behandlungsstrategien in der Wirbelsäulenchirurgie eingehen. Neben der Therapie von Verschleißerkrankungen geht es auch um Veränderungen der Wirbelsäule während des Wachstums und den möglichen Behandlungsoptionen für Kinder und Jugendliche.

Prof. Nikolaus Wülker, Ärztlicher Direktor der Orthopädischen Uniklinik Tübingen: "Für eine optimale Behandlung von Wirbelsäulenproblemen muss nicht nur der Arzt, sondern auch der Patient über die Diagnose und die Therapie informiert sein. Daher findet unsere Veranstaltung nicht nur für Ärzte sondern auch für Patienten statt."

Betroffene und Interessierte sind herzlich eingeladen. Veranstaltungsort ist Tübingen, Hoppe-Seylerstr.3, Kliniken Berg, Hörsaal der Uni-Kinderklinik. Die Veranstaltung ist kostenlos. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Das Programm finden Sie im Anhang. Gern vermitteln wir den Vertretern der Medien einen Ansprechpartner zu den einzelnen Programmpunkten.

Kontakt für die Presse

Universitätsklinikum Tübingen
Orthopädische Klinik
Prof. Nikolaus Wülker, Ärztlicher Direktor
Hoppe-Seyler-Str. 3, 72076 Tübingen
Tel. 0 70 71 / 29-8 66 85
Programm
Neue und bewährte Behandlungsstrategien in der Wirbelsäulenchirurgie
09.00 - 09.05
Begrüßung und Einführung (Prof. Nikolaus Wülker)
Die wachsende Wirbelsäule
09.05 - 09.25
Die Idiopathische Skoliose - Der krumme Rücken im Kindesalter (Dr. Carmen Leichtle)
09.25 - 09.45
Wirbelsäulenverkrümmungen bei neuromuskulären Erkrankungen (Dr. Mittag)
Die alternde Wirbelsäule
09.45 - 10.05
Die degenerative Lumbalskoliose - Der krumme Rücken des Erwachsenen
(Dr. Gesicki)
10.05 - 10.25
Wie hängen Rücken- und Beinschmerzen zusammen und was bedeutet das für die Therapie? (Dr. Bövingloh)
10.25 - 10.55
Welche Bildgebung ist bei Wirbelsäulenerkrankungen sinnvoll? (Prof. Ulrike Ernemann)

10.55 - 11.25 Pause

11.25 - 11.45
Neue und bewährte Operationstechniken(Dr. Carmen Leichtle)
11.45 - 12.05
Ist die Implantation einer Bandscheibenprothese sinnvoll? (PD Dr. Thorsten Kluba)
12.05 - 12.25
Osteoporotische Wirbelkörperbrüche. Die Kyphoplastie: Möglichkeiten und Grenzen (Dr. Carmen Leichtle)
12.25 - 12.45
Physiotherapeutische Strategien zur Linderung und Prävention von Rückenschmerzen (Hr. Morten Meyer)
12.45 - 13.00
Möglichkeiten der modernen Schmerztherapie (Dr. Markus)

Dr. Ellen Katz | idw
Weitere Informationen:
http://www.orthopaedietuebingen.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Veranstaltungsnachrichten:

nachricht Meeresschutz im Fokus: Das IASS auf der UN-Ozean-Konferenz in New York vom 5.-9. Juni
24.05.2017 | Institute for Advanced Sustainability Studies e.V.

nachricht Diabetes Kongress in Hamburg beginnt heute: Rund 6000 Teilnehmer werden erwartet
24.05.2017 | Deutsche Diabetes Gesellschaft

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Veranstaltungsnachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Lässt sich mit Boten-RNA das Immunsystem gegen Staphylococcus aureus scharf schalten?

Staphylococcus aureus ist aufgrund häufiger Resistenzen gegenüber vielen Antibiotika ein gefürchteter Erreger (MRSA) insbesondere bei Krankenhaus-Infektionen. Forscher des Paul-Ehrlich-Instituts haben immunologische Prozesse identifiziert, die eine erfolgreiche körpereigene, gegen den Erreger gerichtete Abwehr verhindern. Die Forscher konnten zeigen, dass sich durch Übertragung von Protein oder Boten-RNA (mRNA, messenger RNA) des Erregers auf Immunzellen die Immunantwort in Richtung einer aktiven Erregerabwehr verschieben lässt. Dies könnte für die Entwicklung eines wirksamen Impfstoffs bedeutsam sein. Darüber berichtet PLOS Pathogens in seiner Online-Ausgabe vom 25.05.2017.

Staphylococcus aureus (S. aureus) ist ein Bakterium, das bei weit über der Hälfte der Erwachsenen Haut und Schleimhäute besiedelt und dabei normalerweise keine...

Im Focus: Can the immune system be boosted against Staphylococcus aureus by delivery of messenger RNA?

Staphylococcus aureus is a feared pathogen (MRSA, multi-resistant S. aureus) due to frequent resistances against many antibiotics, especially in hospital infections. Researchers at the Paul-Ehrlich-Institut have identified immunological processes that prevent a successful immune response directed against the pathogenic agent. The delivery of bacterial proteins with RNA adjuvant or messenger RNA (mRNA) into immune cells allows the re-direction of the immune response towards an active defense against S. aureus. This could be of significant importance for the development of an effective vaccine. PLOS Pathogens has published these research results online on 25 May 2017.

Staphylococcus aureus (S. aureus) is a bacterium that colonizes by far more than half of the skin and the mucosa of adults, usually without causing infections....

Im Focus: Orientierungslauf im Mikrokosmos

Physiker der Universität Würzburg können auf Knopfdruck einzelne Lichtteilchen erzeugen, die einander ähneln wie ein Ei dem anderen. Zwei neue Studien zeigen nun, welches Potenzial diese Methode hat.

Der Quantencomputer beflügelt seit Jahrzehnten die Phantasie der Wissenschaftler: Er beruht auf grundlegend anderen Phänomenen als ein herkömmlicher Rechner....

Im Focus: A quantum walk of photons

Physicists from the University of Würzburg are capable of generating identical looking single light particles at the push of a button. Two new studies now demonstrate the potential this method holds.

The quantum computer has fuelled the imagination of scientists for decades: It is based on fundamentally different phenomena than a conventional computer....

Im Focus: Tumult im trägen Elektronen-Dasein

Ein internationales Team von Physikern hat erstmals das Streuverhalten von Elektronen in einem nichtleitenden Material direkt beobachtet. Ihre Erkenntnisse könnten der Strahlungsmedizin zu Gute kommen.

Elektronen in nichtleitenden Materialien könnte man Trägheit nachsagen. In der Regel bleiben sie an ihren Plätzen, tief im Inneren eines solchen Atomverbunds....

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Meeresschutz im Fokus: Das IASS auf der UN-Ozean-Konferenz in New York vom 5.-9. Juni

24.05.2017 | Veranstaltungen

Diabetes Kongress in Hamburg beginnt heute: Rund 6000 Teilnehmer werden erwartet

24.05.2017 | Veranstaltungen

Wissensbuffet: „All you can eat – and learn”

24.05.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

DFG fördert 15 neue Sonderforschungsbereiche (SFB)

26.05.2017 | Förderungen Preise

Lässt sich mit Boten-RNA das Immunsystem gegen Staphylococcus aureus scharf schalten?

26.05.2017 | Biowissenschaften Chemie

Unglaublich formbar: Lesen lernen krempelt Gehirn selbst bei Erwachsenen tiefgreifend um

26.05.2017 | Gesellschaftswissenschaften