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15. Jahrestagung der Europäischen Gesellschaft für Pigmentzellforschung ab 20. September erstmals in Münster

18.09.2009
UKM-Hautklinik richtet Tagung mit 250 Wissenschaftlern aus aller Welt aus / Themenspektrum von Stammzellbiologie bis zum innovativen Hautschutz

Vom 20. bis 23. September 2009 findet im Schloss der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster die 15. Jahrestagung der Europäischen Gesellschaft für Pigmentzellforschung (European Society for Pigment Cell Research, ESPCR) statt.

Zu dem renommierten internationalen Kongress werden Grundlagenwissenschaftler, Kliniker und Experten der Pigmentzellbiologie aus aller Welt erwartet. Ausrichter ist die Klinik und Poliklinik für Hautkrankheiten des Universitätsklinikums Münster (UKM) unter der Tagungsleitung von Prof. Dr. Markus Böhm (UKM).

Es ist das erste Mal, dass Münster Tagungsort für diesen renommierten Kongress der ESPCR ist. Erwartet werden bis zu 250 Wissenschaftler und internationale Experten der Pigmentzellforschung aus der ganzen Welt, die ihre neuesten Forschungsergebnisse zur Biologie und den vielfältigen Erkrankungen der Pigmentzellen vorstellen.

Pigmentzellen (Melanozyten) sind nicht nur in der Haut für die Sonnenlicht-induzierte Bräunung verantwortlich, sondern üben auch in anderen Geweben wie dem Auge oder Ohr essentielle Funktionen aus. Störungen dieser Zellen führen zu Pigmenterkrankungen der Haut, zu Augenerkrankungen, Erkrankungen des Ohres und zum bösartigsten Hauttumor, dem schwarzen Hautkrebs (Melanom).

Für die Haut haben Pigmentzellen auch für den Laien die augenfälligste Funktion: Bei angeborenen Enzymdefekten kommt es zum Albinismus. Betroffene können sich nicht dem Sonnenlicht aussetzen, haben eine verminderte Sehkraft und eventuell Hörminderungen. Ohne Sonnenschutz erkranken die Betroffenen bereits im Kindesalter an Hauttumoren. Anderseits gibt es auch erworbene Pigmentstörungen wie die Weißfleckenkrankheit der Haut (Vitiligo), die bis zu ein Prozent der Bevölkerung befällt und eine große psychische Belastung darstellen kann: Nicht zuletzt ist die Hautfarbe ein Teil der menschlichen Identität, Grenzorgan zur Umwelt und zu den Mitmenschen. Der wohl bekannteste Fall: Popstar Michael Jackson hat an dieser chronischen Erkrankung gelitten.

Der viertägige Jahreskongress des ESPCR widmet sich in zwölf Sitzungen, zwei Symposien, einem Workshop und zwei Postersitzungen dem gesamten Spektrum der Pigmentzellbiologie. Hierzu zählt die Grundlagenforschung der Pigmentzellbiologie (z. B. Stammzellforschung, Genetik oder Signaltransduktion) inkl. der sog. translationalen Forschung, die u. a. das Ziel hat, neuartige hormonartige Wirkstoffe und Peptide zur Modulierung der Pigmentzellfunktion einzusetzen. In diesem Gebiet arbeitet auch der Tagungsleiter, Prof. Dr. Markus Böhm, der ein international anerkannter Experte auf dem Gebiet der sog. Melanokortine ist.

Neben den Pigmenterkrankungen ist besonders das maligne Melanom ein Schwerpunkt des Kongresses, zu dem es Sitzungen und Symposien über die neuesten Forschungsergebnisse sowie über die vielversprechendsten zukünftigen Therapieansätze gibt.

Weitere Informationen gibt es auf der Kongress-Homepage unter www.espcr2009.de, auch das Kongress-Handbuch ist dort abrufbar. (http://www.espcr2009.de/index-Dateien/ESPCR_2009_Congress_Booklet_prefinal.pdf).

E-Mail des Kongressbüros: espcr2009@uni-muenster.de,
Telefonnummer des Kongressbüros (ab 20. September): 0251 / 83-30501).

Stefan Dreising | Universitätsklinikum Münster (UK
Weitere Informationen:
http://www.klinikum.uni-muenster.de

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