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Auf der sicheren Seite mit SAATS

12.05.2009
Siemens unterzeichnet Lizenzvertrag mit Fraport und Fraunhofer IML zur Vermarktung eines patentierten Sicherheitssystems für Luftfracht

Gemeinsame Presse-Information von Siemens Mobility, Fraport und Fraunhofer IML

Siemens Mobility, die Fraport AG und das Fraunhofer IML unterzeichneten einen Lizenzvertrag zur Vermarktung der Sicherheitsschleuse SAATS (Secure Advanced Air Cargo Transfer System). Dieses patentierte Kontrollsystem ermöglicht eine schnelle und sichere Übergabe von ULDs (Unit Load Devices) in den sensiblen Vorfeldbereich (Critical Parts) an Flughäfen. Siemens wird dieses System exklusiv weltweit vertreiben.

Übliche Praxis an Flughäfen ist, Container und Paletten für die Fracht von der Landseite in die „Critical Parts“ mit so genannten Dolly-Zügen zu überführen. Ankommende Lastwagen werden zuvor entladen und die Fracht zwischengelagert. Der Fahrer des Dolly-Zuges und die Fracht müssen zum Transport zum Flugzeug jedes Mal eine Sicherheitsschleuse passieren, und bei jeder Fahrt erfolgt ein Kontrollvorgang. Dieser Ablauf ist nicht einheitlich und wird unterschiedlich gehandhabt.

Das neue SAATS, eine gemeinsam von der Fraport AG und dem Fraunhofer IML entwickelte Lösung, erlaubt nun einen einfachen und sicheren Übergang von flugfertigen ULDs in den Sicherheitsbereich des Vorfeldes. Der landseitige wird vom vorfeldseitigen Verkehr entkoppelt. Die von der Landseite flugfertig per Lastwagen angelieferten ULDs werden sofort überprüft und können danach zwischengelagert oder direkt wie bisher mit Dolly-Zügen zum Flugzeug gebracht werden. Die Vorteile für den Nutzer liegen in einem verbesserten Prozess bei der Frachtübergabe mit hohem Sicherheitsstandard. Der Personaleinsatz wird reduziert, und es entfallen bisher übliche, immer wiederkehrende kostenintensive Personen- und Fahrzeugkontrollen. Der Durchsatz pro Stunde an Frachtgut zwischen kritischem und nicht kritischem Bereich wird dadurch erhöht. Dieser Prozess einer klar definierten Schnittstelle für die Übergabe wurde als Verfahren patentiert.

Sicherheitskomponenten wie Partikelscannen, Aufnahmen mit Thermokameras oder Mess- und Wiegeeinheiten können integriert werden.

„Mit SAATS wird es möglich, die hohen Sicherheitskontrollen der weltweiten Cargo Hubs mit einem effizienten Prozess für eine sichere und kostengünstige Containerübergabe zu kombinieren“, sagte Bernd Ruppert, Leiter des Geschäftssegments Cargo & Parcel bei Siemens Mobility.

Nutzen können dieses System alle Flughäfen, die Luftfracht in ULD-Einheiten schnell und sicher abfertigen möchten. SAATS kann als zentrale Einrichtung am Flughafen oder für die individuelle Nutzung durch einzelne Frachtabfertiger ausgelegt werden.

Die Fraport AG gehört international zu den führenden Konzernen im Airport-Business und betreibt mit dem Flughafen Frankfurt eines der bedeutendsten Luftverkehrsdrehkreuze der Welt. Als erfahrener Airport-Manager entwickelt Fraport den Flughafen Frankfurt gemeinsam mit Partnern zur "Frankfurt Airport City" - einem herausragenden Mobilitäts-, Erlebnis- und Immobilienstandort. Zum Dienstleistungsspektrum der Fraport AG gehören nicht nur sämtliche Services rund um den Flugbetrieb, Fraport ist auch kompetenter Partner für Airport-Retailing und Immobilienentwicklung. Als Full-Service-Anbieter im Airport-Management ist die Fraport AG über Beteiligungen und Tochtergesellschaften auf vier Kontinenten aktiv.

Das Fraunhofer IML (Fraunhofer-Institut für Materialfluss und Logistik), mit Sitz in Dortmund, ist ein Institut der Fraunhofer-Gesellschaft zur Förderung der angewandten Forschung e.V. in München. Das 1981 gegründete Fraunhofer IML forscht, entwickelt und realisiert für Unternehmen auf allen Feldern der inner- und außerbetrieblichen Logistik. Dessen Projektzentrum Flughafenlogistik wird seit über 20 Jahren auf dem Flughafen Frankfurt/Main als Kompetenzzentrum für spezifische logistische Forschungs- und Entwicklungsaufgaben in der Luftverkehrsbranche unterhalten. Es verfügt über eine umfassende Beratungskompetenz bezogen auf logistische Prozesse und Objekte in Flughäfen und bei Luftverkehrsgesellschaften sowie deren Dienstleister und Partner.

Der Siemens-Sektor Industry (Erlangen) ist der weltweit führende Anbieter von Produktions-, Transport-, Gebäude- und Lichttechnik. Mit durchgängigen Automatisierungstechnologien und umfassenden Branchenlösungen steigert Siemens die Produktivität, Effizienz und Flexibilität seiner Kunden aus Industrie und Infrastruktur. Der Sektor besteht aus den sechs Divisionen Building Technologies, Drive Technologies, Industry Automation, Industry Solutions, Mobility und Osram. Mit weltweit rund 222.000 Mitarbeitern erzielte Siemens Industry im Geschäftjahr 2008 (30. September) ein Ergebnis von 3,86 Mrd. EUR bei einem Umsatz von 38 Mrd. EUR. http://www.siemens.com/industry

Die Mobility Division (Erlangen) ist der international führende Transport- und Logistik-Lösungsanbieter. Mit dem Ansatz „Complete mobility“ verfolgt die Division das Ziel, unterschiedliche Verkehrssysteme miteinander zu vernetzen, um Menschen und Güter effizient zu transportieren. „Complete mobility“ vereint dabei Kompetenzen bei Betriebsführungssystemen für Bahn- und Straßenverkehrstechnik mit Lösungen bei Flughafenlogistik, Postautomatisierung und Bahnelektrifizierung sowie Schienenfahrzeugen im Nah-, Regional- und Fernverkehr, schlüsselfertigen Systemen und zukunftsorientierte Servicekonzepte.

Kontaktdaten:

Siemens AG
Industry Sector / Mobility Division
Communications
Franz-Ferdinand Friese
Tel.: +49 (0) 9131 746032
mailto:franz.friese@siemens.com
Fraport AG
Christof Schneider
Leiter Innovationsmanagement
Tel.: +49 (0) 69 690 71 360
c.schneider01@fraport.de
Fraunhofer-Institut für Materialfluss und Logistik (IML)
Ralf Neuhaus, PR-Referent
Tel.: +49 (0) 231 / 97 43 – 274
Ralf.Neuhaus@iml.fraunhofer.de

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