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Sauberes Wasser in Mangelgebieten durch SkyHydrant-Wasserfiltrationssysteme mit Siemens-Membran-technologie – 300 Installationen

07.11.2007
SkyHydrant-Filtrationssysteme wandeln verunreinigtes Wasser in Trinkwasser, das die Qualitätsanforderungen der Weltgesundheitsorganisation WHO sogar übertrifft. Die Systeme sind sehr preisgünstig, einfach zu bedienen und leicht zu warten.

Siemens Water Technologies kooperiert mit der SkyJuice Foundation in Sydney, Australien, um Kommunen ohne Versorgung mit sicherem Wasser eine verlässliche Methode für sauberes Trinkwasser bereitzustellen. Siemens liefert die Niederdruck-Membrantechnologie für die SkyHydrant-Wasserfiltrationseinheit der SkyJuice Foundation. Über 300 Systeme sind mittlerweile installiert. Jüngstes Beispiel einer derartigen Wasserversorgungsstation – Safe Water Kiosk genannt – befindet sich im Dorf Obambo-Kadenge in Kenia.

Der Zugang zu trinkbarem Wasser ist überlebenswichtig und ein grundlegendes Menschenrecht. Die Vereinten Nationen proklamieren die Versorgung mit sauberem Wasser als einen wichtigen Bestandteil ihrer Millennium-Entwicklungsziele. Die WHO schätzt, dass ungefähr 1,2 Milliarden Menschen nur mangelhaften Zugang zu dem lebenswichtigen Element haben. Rund zwei Millionen Menschen – überwiegend Kinder und Ältere – sterben jährlich an Krankheiten verursacht durch verunreinigtes Wasser.

Bei der SkyHydrant-Einheit, die als erschwingliches Wasserversorgungssystem und Katastrophenhilfe für Kommunen ausgelegt wurde, handelt es sich um ein kompaktes und tragbares System. Die Technologie basiert auf Chlordesinfektion in Kombination mit einer Memcor-Membranfiltrationseinheit auf Niederdruckbasis von Siemens. Es arbeitet mit minimalem Einspeisedruck und kommt ohne elektrische Energiezufuhr und ohne Aufbereitungschemikalien aus.

SkyHydrant entfernt Schwebstoffe, Bakterien, Einzeller und anderes pathogenes Material mit einem Durchmesser über 0,1 µm und produziert täglich mindestens 10.000 Liter Trinkwasser. Die selbstreinigende Einheit lässt sich problemlos transportieren, installieren und mit minimaler Schulung und wenigen Bedienereingriffen betreiben. Das aufbereitete Wasser sollte chloriert werden, um im Anschluss an die Aufbereitung einen Schutz gegen Kontaminierung mit Keimen zu gewährleisten.

SkyHydrant-Einheiten wurden bisher in 16 Ländern auf vier Kontinenten der Erde in Betrieb genommen, wie Sri Lanka, Pakistan und Indonesien. Über 300 Systeme sind mittlerweile weltweit installiert worden. Unter anderem wurde das System im Jahr 2007 im Dorf Obambo-Kadenge in Kenia, in Yogyakarta und Jakarta in Indonesien, im Distrikt San José de Los Molinos in Peru und im Dorf Nagigi in Savusavu auf den Fidschi-Inseln eingesetzt.

„Die SkyHydrant-Einheit mit der robusten Memcor-Membrantechnologie ist eine überzeugende und nachhaltige Lösung, um Kommunen in Entwicklungsländern mit sauberem Wasser zu versorgen“, sagt Rhett Butler, Siemens Water Technologies Australien und Vorsitzender der SkyJuice Foundation. „Die Technologie ist selbst für die ärmsten Kommunen erschwinglich, aber noch wichtiger ist, dass sie dazu beiträgt, Leben zu retten.“

Im März 2007 wurde eine kompakte Wasserversorgungsstation – Safe Water Kiosk genannt – im Dorf Obambo-Kadenge in Kenia installiert. Zuvor griff das Dorf mit mehreren Tausend Einwohnern notgedrungen meist auf das hochgradig unsaubere Wasser im Flachbereich des örtlichen Flusses Gona Dam zurück. Dieses hochgradig trübe Wasser wurde durch Abfälle und tierische Exkremente kontaminiert. Ohne fließendes Wasser oder Strom und praktisch ohne sanitäre Anlagen waren Krankheiten wie Cholera, Typhus und Ruhr, die über das Wasser übertragen werden, an der Tagesordnung.

Der Wasserkiosk ist mit vier SkyHydrant-Einheiten, einer Pumpe, die von einer kleinen Windmühle angetrieben wird, einem Wasserkasten, einem Speichertank für sauberes Wasser und einer Zapfstelle ausgestattet. Der Kiosk produziert etwa 2.200 Liter Trinkwasser pro Stunde zu Kosten, die pro Person und Jahr unter 0,2 Euro liegen. Der Nephelometrische Trübungswert NTU (Nephelometric Turbidity Unit) – als einer der gängigen Maße für die Wasserreinheit – wird von 400 NTU auf weniger als 0,1 NTU verringert. Mit dem Wert wird Trinkwasserqualität erreicht. Die Kommune profitierte bereits vom Wasserkiosk durch den verbesserten Gesundheitszustand und gesteigertes Wohlbefinden der Einwohner.

„Unsere Projekte zeigen, wie SkyJuice und Siemens Water Technologies in Kooperation mit anderen Gemeinschaftsorganisationen dazu beitragen, die Gesundheit und das Wohlbefinden von Einwohnern betroffener Kommunen in der ganzen Welt schnell und einfach zu verbessern“, sagte Butler.

Die SkyJuice Fondation ist eine gemeinnützige, karitative Organisation, die im Jahr 2005 in Sydney, Australien, gegründet wurde. Sie unterstützt weltweit in partnerschaftlicher Weise den Zugang zu sauberem Trinkwasser, um grundlegende Bedürfnisse von Entwicklungsländern und in Notstandsgebieten stillen zu können.

Siemens Water Technologies liefert kostengünstige und zuverlässige Systeme und Dienstleistungen für die Wasser- und Abwasseraufbereitung von kommunalen, industriellen, gewerblichen und institutionellen Kunden in der ganzen Welt. Das Geschäftsgebiet Water Technologies ist Teil des Siemens-Bereichs Industrial Solutions and Services (I&S), dem System- und Lösungsintegrator für Anlagen der Industrie und Infrastruktur und weltweiten Dienstleister für das Anlagengeschäft von der Planung und der Errichtung über den Betrieb und den gesamten Lebenszyklus. Gemäß US GAAP beschäftigte I&S bei einem Umsatz von 8,819 Mrd. EUR im Geschäftsjahr 2006 (30. September) weltweit 36.200 Mitarbeiter.


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