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Peugeot 205 - Legendärer Bestseller feiert sein
25-jähriges Jubiläum

14.02.2008
  • Damals mit fast 5,3 Millionen Exemplaren meistgebauter Peugeot
  • Mit zahlreichen Titeln in Deutschland ausgezeichnet
  • 205 Turbo 16 schrieb als Rallye-Weltmeister Motorsportgeschichte
  • Er war schon Legende, als er noch in den Showrooms der Peugeot-Händler angeboten wurde: der sympathische und wegweisende Peugeot 205. In diesem Jahr feiert er sein 25-jähriges Jubiläum: Am 20. Februar 1983 brachte die Löwenmarke den 205 als Nachfolger des Peugeot 104 auf den Markt. Mit seinem charmant-unaufdringlichen und durchdachten Auftritt eroberte der 3,70 Meter lange Kleinwagen im Löwentempo die Autowelt.

    In Deutschland gehörte er von 1983 bis 1996 zum Modellprogramm, für andere Märkte wurde der Bestseller noch bis 1998 produziert. Insgesamt wurden 5,278 Millionen Exemplare des 205 als 3- und 5-türige Fließhecklimousine, Cabriolet und Kastenwagen-Variante gebaut – das hatte bis dahin noch kein anderes Modell von Peugeot geschafft. Als "sacré numéro" (große Nummer) – so der damalige Werbeslogan – markiert der Millionenseller den Durchbruch von Peugeot im Segment der Kleinwagen und begründet das Image für eine sportlich-dynamische, emotional getragene Marke.

    Hergestellt wurde der 205 in vier Werken: in Mulhouse, Sochaux, Poissy und im spanischen Villaverde. Ab Oktober 1983, nur acht Monate nach der Markteinführung in Frankreich, war der 205 schon auf allen europäischen Märkten vertreten.

    Zahlreiche Auszeichnungen in Deutschland

    Auch auf dem deutschen Markt geriet der 205 schnell zum Bestseller. Nach der Markteinführung im September 1983 dauerte es nur gut zweieinhalb Jahre, bis bereits 100.000 Peugeot 205 auf den deutschen Straßen fuhren. Gleichzeitig sammelte der 205 zahllose Auszeichnungen: 1983 wurde er mit dem "Goldenen Lenkrad" geehrt und 1984 erhielt der 205 auf der Leipziger Messe eine Goldmedaille.

    Bei der Leserwahl "Die besten Autos" der Fachzeitschrift "auto motor und sport" sicherte sich der 205 zwischen 1985 und 1989 in fünffacher Folge den Titel als bester Kleinwagen. Von 1985 bis 1991 ging bei dieser Wahl auch die Auszeichnung als bester Import-Kleinwagen an den 205. Die seinerzeit renommierte Fachzeitschrift "mot" kürte 1986 die Diesel-Variante des 205 zum "Auto der Vernunft". Im Jahr 1986 behauptete sich der 205 mit 56.081 Zulassungen als meistverkauftes Importauto Deutschlands. Als sich der Bestseller 1996 vom deutschen Markt verabschiedete, waren hierzulande 422.000 Zulassungen erreicht. Noch heute gibt es in Deutschland einen Bestand von rund 68.000 Peugeot 205 (Stand Januar 2007). Gut erhaltene Exemplare des 205 im Originalzustand, besonders der sportlichen Modelle GTI und CTI, sind nicht nur unter frankophilen Sammlern mehr und mehr gefragt.

    Breites Modellangebot und wegweisende Technik

    Der 205 steht ebenso für die Erfolgsgeschichte der Dieseltechnik bei Peugeot. Als erster Diesel-Kleinwagen erreichte er eine Millionenauflage. Der 1,8 Liter große Selbstzünder war nicht nur wegen seiner Sparsamkeit, sondern auch wegen seines hohen Drehmoments und seiner Robustheit beliebt.

    Als Peugeot 1984 den 205 in der Version "Électrique" präsentierte, profilierte sich der kleine Löwe auch als Vorreiter für alternative Antriebskonzepte. Als damals erster Kleinwagen erhielt der 205 im Jahr 1986 auf Wunsch ein Automatikgetriebe. Zum Sommer des gleichen Jahres präsentierte Peugeot die Cabriolet-Version des 205. Der offene 205 entstand in Zusammenarbeit mit dem italienischen Star-Designer Pininfarina. Fast 72.000 Käufer gaben sich der offenen Versuchung des 205 Cabriolet hin.

    Erfolgsgeschichte auch auf sportlicher Bühne

    Die Erfolgsgeschichte des 205 ist auch eng mit dem Motorsport verbunden. 1984 schuf Peugeot mit dem zunächst aus 1,6 Liter Hubraum 76 kW (104 PS) starken 205 GTI einen Bestseller für sportlich ambitionierte Autofahrer. Später brachte Peugeot eine 1,9-Liter-Version mit 94 kW (128 PS), der bald eine Version mit Katalysator und 88 kW (120 PS) folgte. Auch heute noch sind zahlreiche 205 im nationalen Rallyesport präsent.

    Unvergessen ist auch das sportlichste Mitglied der 205-Familie: Der als Straßenversion nur 200-mal gebaute, ebenfalls 1983 vorgestellte 205 Turbo 16 mit 1,8 Liter großem Mittelmotor und Allradantrieb leistete in dieser Homologationsvariante 147 kW (200 PS), in der Rennversion 260 kW (350 PS).

    Schon beim dritten Einsatz in der Rallye-WM, der 1000-Seen-Rallye in Finnland 1984, gewann der 205 Turbo 16 seinen ersten Weltmeisterschaftslauf. 1985 holte Peugeot mit dem 205 zum fulminanten Doppelschlag aus und sicherte sich den Titel in der Fahrer- und in der Marken-WM. 1986 folgte die erfolgreiche Verteidigung des Marken-Titels.

    Auch deutsche Motorsport-Liebhaber konnten den Erfolg des 205 Turbo 16 erleben: Unter der Nennung der deutschen Peugeot-Zentrale in Saarbrücken starteten 1985 der Schwede Kalle Grundel und im folgenden Jahr die Französin Michèle Mouton in der deutschen Rallye-Meisterschaft und sicherten Peugeot jeweils den Titel. Nach einer Reform des Motorsportreglements und dem Ende der legendären Gruppe B schickte Peugeot den 205 Turbo 16 in die Wüste. Mit Erfolg: 1987 und 1988 siegte der 205 bei der Rallye Paris-Dakar.

    Den bis dahin in der Peugeot-Geschichte einmaligen Produktionsrekord von fast 5,3 Millionen Exemplaren konnte der 205 indes nicht allzu lange für sich in Anspruch nehmen. Sein Nachfolger, der 1998 eingeführte 206, schrieb die Erfolgsgeschichte fort und egalisierte im Dezember 2005 die Rekordmarke. Längst hat der 206 seinen berühmten Vorgänger überflügelt. Zehn Jahre nach seinem Debüt im Jahr 1998 zählt der 206 inzwischen 6,18 Millionen produzierte Fahrzeuge (Stand Dezember 2007).


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