Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Ökosysteme vom Hochgebirge bis zur Tiefsee

24.08.2010
Die Zukunft der Biodiversität steht im Fokus der 40. Jahrestagung der Gesellschaft für Ökologie an der Universität Gießen – 30. August bis 3. September 2010 – Erster europäischer ÖkoSlam

Ökosysteme im Fokus: Rund 500 Wissenschaftler aus dem In- und Ausland treffen sich vom 30. August bis zum 3. September 2010 zur 40. Jahrestagung der Gesellschaft für Ökologie Deutschlands, Österreichs und der Schweiz (GfÖ) an der Justus-Liebig-Universität Gießen (JLU).

Mitorganisator Prof. Dr. Volkmar Wolters (Institut für Tierökologie der JLU) ist seit fünf Jahren Präsident der GfÖ. Während der Jahrestagung unter dem Motto „Die Zukunft der Biodiversität“ diskutieren die Teilnehmer Themen wie die Bestäuberkrise, den Schutz der Säugetiere, den Klimawandel, Biodiversität und Gesellschaft, ökologische Risiken und die politischen Dimensionen der biologischen Vielfalt. Die behandelten Ökosysteme erstrecken sich vom Hochgebirge über Wälder, Wiesen und Trockengebiete bis in die Tiefsee. Insgesamt werden 270 Vorträge gehalten und 170 Poster präsentiert.

Zum Auftakt am Montag, 30. August 2010, gibt es ab 14 Uhr Grußworte von JLU-Präsident Prof. Dr. Joybrato Mukherjee, dem Parlamentarischen Staatssekretär im Bundesministerium für Bildung und Forschung Dr. Helge Braun, der Gießener Bürgermeisterin Gerda Weigel-Greilich und dem GfÖ-Präsident Prof. Wolters. Der Tag endet mit einem öffentlichen Spektakel: dem ersten europäischen ÖkoSlam. Angelehnt an die bekannten Science Slams konkurrieren eine Reihe von Unerschrockenen ab 20 Uhr im Großen Hörsaal der Physik (Heinrich-Buff-Ring 14, 35392 Gießen) um den Preis für die originellste Darstellung eines ökologischen Themas in zehn Minuten. Die musikalische Umrahmung übernimmt das Duo Salzbauer.

„Es ist schön, dass die GfÖ zu ihrem 40. Jahrestag an ihren Geburtsort zurückkehrt“, freut sich der Mitorganisator und Landschaftsökologe Prof. Dr. Rainer Waldhardt (Institut für Landschaftsökologie und Ressourcenmanagement der JLU). Denn es war die Universitätsstadt Gießen, in der die Gründung einer ökologischen Gesellschaft für den deutschsprachigen Raum von einer kleinen Gruppe visionärer Wissenschaftler im Jahre 1971 beschlossen wurde. Heute ist die GfÖ eine der weltweit größten und einflussreichsten Vereinigungen für wissenschaftliche Ökologie.

Gründungspräsidentin war die Gießener Pflanzenökologin Prof. Dr. Lore Steubing. Die GfÖ ist somit eine der wenigen naturwissenschaftlichen Gesellschaften, die mit einer Frau an der Spitze aufgebrochen sind. Sie nutzt deshalb ihre Geburtstagstagung, um auf die besondere Rolle von Frauen in den Umweltwissenschaften aufmerksam zu machen. So werden die Hauptvorträge fast ausschließlich von Frauen gehalten, die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) organisiert einen Workshop zur Förderung von Frauen in den Umweltwissenschaften, und es gibt ein besonderes Angebot zur Betreuung von Kindern, deren Mütter an der Tagung teilnehmen.

Die Bedeutung der Tagung würdigt auch Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel in ihrem Grußwort: „Die Zukunft der Biodiversität – unter Ihrem diesjährigen Tagungsmotto nehmen Sie nicht weniger als wesentliche Grundlagen für menschliches Leben und Wirtschaften in den Blick.“ Mit der diesjährigen Tagung der Gesellschaft für Ökologie seien deshalb wieder hohe Erwartungen verbunden.

„Ich bin mir sicher, dass die hier in Gießen vorgestellten und diskutierten wissenschaftlichen Arbeiten Aufschluss über aussichtsreiche Gestaltungsmöglichkeiten des Lebensraumschutzes der nächsten Jahre geben werden“, so Merkel.

Termin:
Montag, 30. August 2010, bis Freitag, 3. September 2010
Ort: Naturwissenschaftlicher Campus der JLU, Heinrich-Buff-Ring, 35392 Gießen
Auftakt: Montag, 30. August 2010, 14 Uhr
Ort: Großer Hörsaal der Physik, Heinrich-Buff-Ring 14, 35392 Gießen
ÖkoSlam: Montag, 30. August 2010, 20 Uhr
Ort: Großer Hörsaal der Physik, Heinrich-Buff-Ring 14, 35392 Gießen
Kontakt:
Prof. Dr. Volkmar Wolters
Institut für Allgemeine und Spezielle Zoologie
Heinrich-Buff-Ring 26-32, 35392 Gießen
Telefon: 0641 99-35700

Caroline Link | idw
Weitere Informationen:
http://www.gfoe-giessen-2010.de/

Weitere Berichte zu: Biodiversität GfÖ Hochgebirge Umweltwissenschaft ÖkoSlam Ökologie Ökosystem

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Ökologie Umwelt- Naturschutz:

nachricht Es wird zu bunt im Gillbach: Weitere nichtheimische Buntbarschpopulation in Deutschland nachgewiesen
22.06.2017 | Leibniz-Institut für Gewässerökologie und Binnenfischerei (IGB)

nachricht Mit der Filtermembran auf den Weltmarkt
12.06.2017 | Eidgenössische Technische Hochschule Zürich (ETH Zürich)

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Ökologie Umwelt- Naturschutz >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Klima-Satellit: Mit robuster Lasertechnik Methan auf der Spur

Hitzewellen in der Arktis, längere Vegetationsperioden in Europa, schwere Überschwemmungen in Westafrika – mit Hilfe des deutsch-französischen Satelliten MERLIN wollen Wissenschaftler ab 2021 die Emissionen des Treibhausgases Methan auf der Erde erforschen. Möglich macht das ein neues robustes Lasersystem des Fraunhofer-Instituts für Lasertechnologie ILT in Aachen, das eine bisher unerreichte Messgenauigkeit erzielt.

Methan entsteht unter anderem bei Fäulnisprozessen. Es ist 25-mal wirksamer als das klimaschädliche Kohlendioxid, kommt in der Erdatmosphäre aber lange nicht...

Im Focus: Climate satellite: Tracking methane with robust laser technology

Heatwaves in the Arctic, longer periods of vegetation in Europe, severe floods in West Africa – starting in 2021, scientists want to explore the emissions of the greenhouse gas methane with the German-French satellite MERLIN. This is made possible by a new robust laser system of the Fraunhofer Institute for Laser Technology ILT in Aachen, which achieves unprecedented measurement accuracy.

Methane is primarily the result of the decomposition of organic matter. The gas has a 25 times greater warming potential than carbon dioxide, but is not as...

Im Focus: How protons move through a fuel cell

Hydrogen is regarded as the energy source of the future: It is produced with solar power and can be used to generate heat and electricity in fuel cells. Empa researchers have now succeeded in decoding the movement of hydrogen ions in crystals – a key step towards more efficient energy conversion in the hydrogen industry of tomorrow.

As charge carriers, electrons and ions play the leading role in electrochemical energy storage devices and converters such as batteries and fuel cells. Proton...

Im Focus: Die Schweiz in Pole-Position in der neuen ESA-Mission

Die Europäische Weltraumagentur ESA gab heute grünes Licht für die industrielle Produktion von PLATO, der grössten europäischen wissenschaftlichen Mission zu Exoplaneten. Partner dieser Mission sind die Universitäten Bern und Genf.

Die Europäische Weltraumagentur ESA lanciert heute PLATO (PLAnetary Transits and Oscillation of stars), die grösste europäische wissenschaftliche Mission zur...

Im Focus: Forscher entschlüsseln erstmals intaktes Virus atomgenau mit Röntgenlaser

Bahnbrechende Untersuchungsmethode beschleunigt Proteinanalyse um ein Vielfaches

Ein internationales Forscherteam hat erstmals mit einem Röntgenlaser die atomgenaue Struktur eines intakten Viruspartikels entschlüsselt. Die verwendete...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

10. HDT-Tagung: Elektrische Antriebstechnologie für Hybrid- und Elektrofahrzeuge

22.06.2017 | Veranstaltungen

„Fit für die Industrie 4.0“ – Tagung von Hochschule Darmstadt und Schader-Stiftung am 27. Juni

22.06.2017 | Veranstaltungen

Forschung zu Stressbewältigung wird diskutiert

21.06.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Individualisierte Faserkomponenten für den Weltmarkt

22.06.2017 | Physik Astronomie

Evolutionsbiologie: Wie die Zellen zu ihren Kraftwerken kamen

22.06.2017 | Biowissenschaften Chemie

Spinflüssigkeiten – zurück zu den Anfängen

22.06.2017 | Physik Astronomie