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Eine eingehende Untersuchung der Waldlücken

06.01.2006


Eine am dänischen Institut für Wald- und Landschaftsforschung durchgeführte neue Forschungsarbeit wird zur Entwicklung eines Verfahrens zur nachhaltigen Waldbewirtschaftung in Europa beitragen.



Im Rahmen des vom LIFE QUALITY-Programm finanzierten NAT-MAN-Projekts wurden verschiedene natürliche und bewirtschaftete Buchenwälder innerhalb Europas studiert. Insbesondere wurden Klimaunterschiede sowie biogeochemische und mykorrhizale Parameter untersucht, wobei offene Flächen, auch als Lücken bezeichnet, mit Bereichen unter einem geschlossenen Blätterdach verglichen wurden.



Wie erwartet waren die in den Lücken gemessenen Bodentemperaturen höher als in den geschützten Bereichen. Es stellte sich heraus, dass das Verhältnis zwischen Lücke und Wald wichtiger ist als die Gesamtfläche der Lücke. Darüber hinaus nahm der Temperaturunterschied mit der zunehmenden Regeneration in der Lücke ab.

In Bezug auf die Bodenchemie schienen die Lücken die Stickstoffmineralisierung und die Nitrifikation zu beschleunigen, führten jedoch auch zu einer Verminderung der Bodenfeuchte. Die Wirkung der Nitrifikation war so intensiv, dass der Nitratgehalt in einigen Fällen die zulässigen Werte für Trinkwasser überstieg. Ein ermutigender Hinweis lag darin, dass diese Veränderungen infolge der Bildung einer neuen Lücke nach und nach auftreten.

Das Vorkommen von Mykorrhizapilzen, die wechselseitig nützliche Symbiosebeziehungen mit Pflanzen eingehen, ist für die Bodengesundheit entscheidend. Am dänischen Institut für Wald- und Landschaftsforschung entdeckte man, dass in den Lückenflächen die Mykorrhizapopulationen bedeutend geringer ausgeprägt waren als in den durch ein Blätterdach geschützten Bereichen. Ebenso nahm auch die Artenvielfalt ab.

Diese Forschungsarbeit stellt einen ersten Versuch dieser Art dar, der sich auf das Verstehen der Auswirkungen und Funktionen von Lücken in der Forstwirtschaft richtet. Die gesammelten Informationen werden einen Einblick in die Optimierung der Regenerierung und der Bewirtschaftung der Wälder, eine der wichtigsten Ressourcen, Europas liefern.

Karsten Raulund Rasmussen | ctm
Weitere Informationen:
http://www.fsl.dk

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