Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Deutliche regionale Unterschiede bei der Höhe des Elterngeldes

10.12.2008
Bei der Höhe des durchschnittlichen bewilligten monatlichen Elterngeldanspruchs zeigen sich nach Mitteilung des Statistischen Bundesamtes (Destatis) deutliche regionale Unterschiede.

Während in ostdeutschen Kreisen der monatliche Elterngeldanspruch sowohl bei Vätern als auch bei Müttern meist deutlich unter dem jeweiligen Bundesdurchschnitt lag (Väter: 973 Euro; Mütter: 590 Euro), waren in den süddeutschen Kreisen sowie in Hessen und Hamburg häufig überdurchschnittliche Werte zu beobachten. Diese und weitere Kreisergebnisse hat Destatis in einer umfangreichen Untersuchung zum Elterngeldbezug für im Jahr 2007 geborene Kinder veröffentlicht.

In den unterschiedlich hohen Elterngeldbeträgen spiegeln sich neben den individuellen Entscheidungen zur Inanspruchnahme von Elterngeld unter anderem auch Unterschiede bei der Erwerbsbeteiligung und in der Einkommenshöhe von Eltern wider.

Regionale Unterschiede beim durchschnittlichen monatlichen Elterngeldanspruch traten insbesondere bei Vätern auf: In Westdeutschland (ohne Berlin) hatten Väter im Schnitt Anspruch auf monatlich 1 023 Euro Elterngeld, in Ostdeutschland (ohne Berlin) lag der Anspruch dagegen bei 795 Euro. Bei Müttern gab es deutlich geringere Unterschiede zwischen Ost (566 Euro) und West (594 Euro).

In 160 der 439 Kreise Deutschlands (38%) hatten Väter einen durchschnittlichen Elterngeldanspruch von mindestens 1 000 Euro monatlich. Diese Kreise liegen ausschließlich in Westdeutschland, darunter mehr als die Hälfte in Bayern (80) und in Baden-Württemberg (18).

Das höchste durchschnittliche Elterngeld gab es für Väter im Landkreis Ebersberg in Bayern mit 1 340 Euro; den deutschlandweit geringsten durchschnittlichen Elterngeldbetrag erhielten Väter im Kreis Sangerhausen in Sachsen-Anhalt (635 Euro). Den höchsten durchschnittlichen Elterngeldbetrag für Väter in einem ostdeutschen Kreis hatte die thüringische Stadt Erfurt mit 973 Euro.

Bei Müttern ist die Spanne zwischen dem niedrigsten und höchsten durchschnittlichen Elterngeldbetrag in den Stadt- und Landkreisen weniger ausgeprägt. Der bundesweit niedrigste durchschnittliche Betrag für Mütter findet sich in der Stadt Pirmasens in Rheinland-Pfalz. Hier erhielten Mütter im Durchschnitt Elterngeld in Höhe von 426 Euro. Im bayerischen Landkreis München erhielten Mütter mit 790 Euro den bundesweit höchsten durchschnittlichen Elterngeldbetrag. Im brandenburgischen Landkreis Potsdam-Mittelmark gab es mit 695 Euro den höchsten durchschnittlichen Elterngeldbetrag für Mütter in Ostdeutschland.

Diese und weitere Ergebnisse der Elterngeldstatistik von Januar 2007 bis Juni 2008 für im Jahr 2007 geborene Kinder zu allen 439 Kreisen in Deutschland sowie dazugehörige Kreiskarten sind kostenlos abrufbar im Publikationsservice von Destatis.

Weitere Auskünfte gibt:
Zweigstelle Bonn,
Annica Böttcher,
Telefon: (0611) 75-8167,
E-Mail: jugendhilfe@destatis.de

Annica Böttcher | Statistisches Bundesamt
Weitere Informationen:
http://www.destatis.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Statistiken:

nachricht Frauenanteil in Professorenschaft 2015 auf 23 % gestiegen
14.07.2016 | Statistisches Bundesamt

nachricht Mehr Habilitationen von Frauen im Jahr 2015
28.06.2016 | Statistisches Bundesamt

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Statistiken >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Neue Möglichkeiten für die Immuntherapie beim Lungenkrebs entdeckt

Eine gemeinsame Studie der Universität Bern und des Inselspitals Bern zeigt, dass spezielle Bindegewebszellen, die in normalen Blutgefässen die Wände abdichten, bei Lungenkrebs nicht mehr richtig funktionieren. Zusätzlich unterdrücken sie die immunologische Bekämpfung des Tumors. Die Resultate legen nahe, dass diese Zellen ein neues Ziel für die Immuntherapie gegen Lungenkarzinome sein könnten.

Lungenkarzinome sind die häufigste Krebsform weltweit. Jährlich werden 1.8 Millionen Neudiagnosen gestellt; und 2016 starben 1.6 Millionen Menschen an der...

Im Focus: Sicheres Bezahlen ohne Datenspur

Ob als Smartphone-App für die Fahrkarte im Nahverkehr, als Geldwertkarten für das Schwimmbad oder in Form einer Bonuskarte für den Supermarkt: Für viele gehören „elektronische Geldbörsen“ längst zum Alltag. Doch vielen Kunden ist nicht klar, dass sie mit der Nutzung dieser Angebote weitestgehend auf ihre Privatsphäre verzichten. Am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) entsteht ein sicheres und anonymes System, das gleichzeitig Alltagstauglichkeit verspricht. Es wird nun auf der Konferenz ACM CCS 2017 in den USA vorgestellt.

Es ist vor allem das fehlende Problembewusstsein, das den Informatiker Andy Rupp von der Arbeitsgruppe „Kryptographie und Sicherheit“ am KIT immer wieder...

Im Focus: Neutron star merger directly observed for the first time

University of Maryland researchers contribute to historic detection of gravitational waves and light created by event

On August 17, 2017, at 12:41:04 UTC, scientists made the first direct observation of a merger between two neutron stars--the dense, collapsed cores that remain...

Im Focus: Breaking: the first light from two neutron stars merging

Seven new papers describe the first-ever detection of light from a gravitational wave source. The event, caused by two neutron stars colliding and merging together, was dubbed GW170817 because it sent ripples through space-time that reached Earth on 2017 August 17. Around the world, hundreds of excited astronomers mobilized quickly and were able to observe the event using numerous telescopes, providing a wealth of new data.

Previous detections of gravitational waves have all involved the merger of two black holes, a feat that won the 2017 Nobel Prize in Physics earlier this month....

Im Focus: Topologische Isolatoren: Neuer Phasenübergang entdeckt

Physiker des HZB haben an BESSY II Materialien untersucht, die zu den topologischen Isolatoren gehören. Dabei entdeckten sie einen neuen Phasenübergang zwischen zwei unterschiedlichen topologischen Phasen. Eine dieser Phasen ist ferroelektrisch: das bedeutet, dass sich im Material spontan eine elektrische Polarisation ausbildet, die sich durch ein äußeres elektrisches Feld umschalten lässt. Dieses Ergebnis könnte neue Anwendungen wie das Schalten zwischen unterschiedlichen Leitfähigkeiten ermöglichen.

Topologische Isolatoren zeichnen sich dadurch aus, dass sie an ihren Oberflächen Strom sehr gut leiten, während sie im Innern Isolatoren sind. Zu dieser neuen...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Mobilität 4.0: Konferenz an der Jacobs University

18.10.2017 | Veranstaltungen

Smart MES 2017: die Fertigung der Zukunft

18.10.2017 | Veranstaltungen

DFG unterstützt Kongresse und Tagungen - Dezember 2017

17.10.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Biokunststoffe könnten auch in Traktoren die Richtung angeben

18.10.2017 | Messenachrichten

»ILIGHTS«-Studie gestartet: Licht soll Wohlbefinden von Schichtarbeitern verbessern

18.10.2017 | Energie und Elektrotechnik

IVAM-Produktmarkt „High-tech for Medical Devices“ auf der COMPAMED 2017

18.10.2017 | Messenachrichten