Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Immer mehr Mütter sind erwerbstätig

10.05.2002


Wie das Statistische Bundesamt zum Muttertag mitteilt, gab es in Deutschland im April 2001 rund 5,3 Mill. erwerbstätige Mütter (15 bis unter 65 Jahre) mit minderjährigen Kindern im Haushalt. Die Erwerbstätigenquote – der prozentuale Anteil der Erwerbstätigen im erwerbsfähigen Alter an der entsprechenden Bevölkerungsgruppe – lag damit für Mütter mit minderjährigen Kindern in Deutschland bei 60 %, fünf Prozentpunkte über dem Vergleichswert vom April 1996.

Weitere rund 390 000 Mütter waren vorübergehend beurlaubt und befanden sich zum Beispiel in der Elternzeit. Das zeigen die aktuellen Ergebnisse des Mikrozensus, der größten jährlichen Haushaltsbefragung in Europa.

Besonders kräftig nahm die Erwerbstätigkeit unter den Müttern im früheren Bundesgebiet zu. Dort stieg die Erwerbstätigenquote seit 1996 um sieben Prozentpunkte auf 58 %, in den neuen Ländern und Berlin-Ost verringerte sie sich dagegen um drei Prozentpunkte auf 69 %. Nach wie vor sind im April 2001 ostdeutsche Mütter mit minderjährigen Kindern häufiger erwerbstätig als westdeutsche Mütter.

Während die meisten erwerbstätigen Mütter mit minderjährigen Kindern im früheren Bundesgebiet Teilzeitkräfte (unter 36 Wochenstunden) sind, ist die Mehrzahl der Mütter in den neuen Ländern und Berlin-Ost vollzeitbeschäftigt (36 und mehr Wochenstunden): Die Erwerbstätigenquote der vollzeitbeschäftigten Mütter in Westdeutschland betrug im April 2001 nur 15 %, die Vollzeitquote der ostdeutschen Mütter lag im Vergleich dazu mit 45 % dreimal so hoch; teilzeitbeschäftigt waren hingegen 43 % der westdeutschen Mütter und 25 % der ostdeutschen Mütter mit Kindern unter 18 Jahren.

Sowohl in West- als auch in Ostdeutschland steigt die Teilzeitbeschäftigung bei den Müttern mit minderjährigen Kindern an, die Vollzeitbeschäftigung geht zurück: Gegenüber 1996 nahm die Teilzeitquote der westdeutschen Mütter mit minderjährigen Kindern um neun Prozentpunkte, die der ostdeutschen Mütter um sechs Prozentpunkte zu. Gleichzeitig verringerte sich die Erwerbstätigenquote der vollzeitbeschäftigten Mütter im früheren Bundesgebiet um einen Prozentpunkt, in den neuen Ländern und Berlin-Ost sogar um sieben Prozentpunkte.

Detaillierte Ergebnisse des Mikrozensus 2001 – auch zu weiteren Themenfeldern, wie z.B. Haushaltsstrukturen, Erwerbstätigkeit und freiwillige Altersvorsorge – enthält die Broschüre "Leben und Arbeiten in Deutschland – Ergebnisse des Mikrozensus 2001", die auch im Internetangebot des Statistischen Bundesamtes unter http://www.destatis.de/presse/deutsch/pk/2002/mikrozensus2001b.htm kostenlos abrufbar ist.

 

Weitere Auskünfte erteilt: Manuela Nöthen,
Telefon: (01888) 644-8707,
E-Mail: mikrozensus@destatis.de


Manuela Nöthen | Pressemitteilung
Weitere Informationen:
http://www.destatis.de/

Weitere Berichte zu: Bundesgebiet Erwerbstätigenquote Mikrozensus Prozentpunkt

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Statistiken:

nachricht Frauenanteil in Professorenschaft 2015 auf 23 % gestiegen
14.07.2016 | Statistisches Bundesamt

nachricht Mehr Habilitationen von Frauen im Jahr 2015
28.06.2016 | Statistisches Bundesamt

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Statistiken >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: TU Chemnitz präsentiert weltweit einzigartige Pilotanlage für nachhaltigen Leichtbau

Wickelprinzip umgekehrt: Orbitalwickeltechnologie soll neue Maßstäbe in der großserientauglichen Fertigung komplexer Strukturbauteile setzen

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Bundesexzellenzclusters „Technologiefusion für multifunktionale Leichtbaustrukturen" (MERGE) und des Instituts für...

Im Focus: Smart Wireless Solutions: EU-Großprojekt „DEWI“ liefert Innovationen für eine drahtlose Zukunft

58 europäische Industrie- und Forschungspartner aus 11 Ländern forschten unter der Leitung des VIRTUAL VEHICLE drei Jahre lang, um Europas führende Position im Bereich Embedded Systems und dem Internet of Things zu stärken. Die Ergebnisse von DEWI (Dependable Embedded Wireless Infrastructure) wurden heute in Graz präsentiert. Zu sehen war eine Fülle verschiedenster Anwendungen drahtloser Sensornetzwerke und drahtloser Kommunikation – von einer Forschungsrakete über Demonstratoren zur Gebäude-, Fahrzeug- oder Eisenbahntechnik bis hin zu einem voll vernetzten LKW.

Was vor wenigen Jahren noch nach Science-Fiction geklungen hätte, ist in seinem Ansatz bereits Wirklichkeit und wird in Zukunft selbstverständlicher Teil...

Im Focus: Weltweit einzigartiger Windkanal im Leipziger Wolkenlabor hat Betrieb aufgenommen

Am Leibniz-Institut für Troposphärenforschung (TROPOS) ist am Dienstag eine weltweit einzigartige Anlage in Betrieb genommen worden, mit der die Einflüsse von Turbulenzen auf Wolkenprozesse unter präzise einstellbaren Versuchsbedingungen untersucht werden können. Der neue Windkanal ist Teil des Leipziger Wolkenlabors, in dem seit 2006 verschiedenste Wolkenprozesse simuliert werden. Unter Laborbedingungen wurden z.B. das Entstehen und Gefrieren von Wolken nachgestellt. Wie stark Luftverwirbelungen diese Prozesse beeinflussen, konnte bisher noch nicht untersucht werden. Deshalb entstand in den letzten Jahren eine ergänzende Anlage für rund eine Million Euro.

Die von dieser Anlage zu erwarteten neuen Erkenntnisse sind wichtig für das Verständnis von Wetter und Klima, wie etwa die Bildung von Niederschlag und die...

Im Focus: Nanoskopie auf dem Chip: Mikroskopie in HD-Qualität

Neue Erfindung der Universitäten Bielefeld und Tromsø (Norwegen)

Physiker der Universität Bielefeld und der norwegischen Universität Tromsø haben einen Chip entwickelt, der super-auflösende Lichtmikroskopie, auch...

Im Focus: Löschbare Tinte für den 3-D-Druck

Im 3-D-Druckverfahren durch Direktes Laserschreiben können Mikrometer-große Strukturen mit genau definierten Eigenschaften geschrieben werden. Forscher des Karlsruher Institus für Technologie (KIT) haben ein Verfahren entwickelt, durch das sich die 3-D-Tinte für die Drucker wieder ‚wegwischen‘ lässt. Die bis zu hundert Nanometer kleinen Strukturen lassen sich dadurch wiederholt auflösen und neu schreiben - ein Nanometer entspricht einem millionstel Millimeter. Die Entwicklung eröffnet der 3-D-Fertigungstechnik vielfältige neue Anwendungen, zum Beispiel in der Biologie oder Materialentwicklung.

Beim Direkten Laserschreiben erzeugt ein computergesteuerter, fokussierter Laserstrahl in einem Fotolack wie ein Stift die Struktur. „Eine Tinte zu entwickeln,...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Internationaler Tag der Immunologie - 29. April 2017

28.04.2017 | Veranstaltungen

Kampf gegen multiresistente Tuberkulose – InfectoGnostics trifft MYCO-NET²-Partner in Peru

28.04.2017 | Veranstaltungen

123. Internistenkongress: Traumata, Sprachbarrieren, Infektionen und Bürokratie – Herausforderungen

27.04.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Über zwei Millionen für bessere Bordnetze

28.04.2017 | Förderungen Preise

Symbiose-Bakterien: Vom blinden Passagier zum Leibwächter des Wollkäfers

28.04.2017 | Biowissenschaften Chemie

Wie Pflanzen ihre Zucker leitenden Gewebe bilden

28.04.2017 | Biowissenschaften Chemie