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Schülerzahl an beruflichen Schulen fast unverändert

21.03.2002


Wie Destatis, das Statistische Bundesamt nach vorläufigen Ergebnissen mitteilt, besuchen im laufenden Schuljahr 2001/2002 rund 2,7 Mill. Schülerinnen und Schüler in Deutschland berufliche Schulen, das sind 0,3 % (+ 8 200) mehr als im vorhergehenden Schuljahr. Wie schon im Vorjahr, steht einer Zunahme im früheren Bundesgebiet von 0,7 % (+ 15 000 Schüler gegenüber Schuljahr 2000/2001) eine Abnahme in den neuen Ländern und Berlin von 1,1 % (– 6 800) gegenüber. Auch für die kommenden Jahre ist damit zu rechnen, dass sich diese unterschiedliche Entwicklung fortsetzen wird.

Bei den Schülerzahlen der einzelnen Schularten zeigen sich Unterschiede: In Berufsschulen, in denen vor allem die Auszubildenden des dualen Systems den theoretischen Teil ihrer Ausbildung absolvieren, gibt es gegenüber dem Vorjahr in Deutschland 16 700 weniger Schüler (– 0,9 %). Analog werden im Berufsgrundbildungsjahr 1,8 % (– 800) weniger Schüler unterrichtet als im Vorjahr. Eine Ursache für diese Rückgänge sind die gegenwärtig schwach besetzten Altersjahrgänge der 16- bis 18-Jährigen. Im Berufsvorbereitungsjahr, das überwiegend von Schülern besucht wird, die nach Ende der Vollzeitschulpflicht keinen Ausbildungsplatz bekommen haben, gab es 3 000 Schüler (+ 4,2 %) mehr als im Schuljahr 2000/2001.

Im Unterschied zu den erstgenannten Schularten weisen die beruflichen Schularten, die zur Hochschulreife bzw. Fachhochschulreife führen, relativ hohe Zuwachsraten auf: So liegt die Schülerzahl in Fachgymnasien gegenüber dem Vorjahr um 4,6 % (+ 4 500) höher, gefolgt von Berufsoberschulen/Technischen Oberschulen (+ 3,9 %; + 400) und Fachoberschulen (+ 3,1 %; + 3 000). In Berufsfachschulen werden 10 100 (+ 2,4 %) mehr Schüler als im Vorjahr unterrichtet. Auch die Fachschulen, die vor allem der beruflichen Fortbildung dienen, werden von mehr Schülern besucht (+ 5 200; + 3,6 %). Insgesamt setzt sich damit die Tendenz nach höheren Bildungsabschlüssen fort.

Mit 45,1 % bleibt der Anteil der Schülerinnen gegenüber dem Vorjahr (45,0 %) fast unverändert. Im Einzelnen ist der Frauenanteil bei den Schularten jedoch sehr unterschiedlich: Die Spanne reicht von 29,3 % im Berufsgrundbildungsjahr über 41,4 % in Berufsschulen bis zu 57,6 % in Berufsfachschulen.

Weitere Auskünfte erteilt: Marianne Renz, Telefon: (0611) 75-4141, E-Mail: schulstatistik@destatis.de


Marianne Renz | Pressemitteilung
Weitere Informationen:
http://www.destatis.de/ 

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