Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Gesundheitsausgaben je Einwohner bei 2.900 Euro

15.03.2005


Nach Mitteilung des Statistischen Bundesamtes wurden im Jahr 2003 insgesamt 239,7 Mrd. Euro oder 11,3% des Bruttoinlandsprodukts für Gesundheit ausgegeben. Das waren 2,0% mehr als im Vorjahr (2002: + 3,2%). Die Ausgaben je Einwohner lagen rechnerisch bei 2 900 Euro (2002: 2 850 Euro). Die Auswirkungen der Gesundheitsreform, die im Jahr 2004 bei den gesetzlichen Krankenkassen zu deutlichen Einsparungen und Ausgabenrückgängen geführt haben, konnten in den Berechnungen noch nicht berücksichtigt werden. Daten zur Entwicklung der Gesundheitsausgaben im Jahr 2004 wird das Statistische Bundesamt im März 2006 vorlegen.


Rund 57% der Gesundheitsausgaben des Jahres 2003 hat die gesetzliche Krankenversicherung getragen. An zweiter Stelle standen die privaten Haushalte und privaten Organisationen ohne Erwerbszweck. Sie zahlten 29,4 Mrd. Euro oder 12% der Ausgaben. Knapp 9% der Ausgaben oder 20,6 Mrd. Euro entfielen auf die privaten Krankenversicherungen, deren Aufwendungen um 4,5% und damit am stärksten zunahmen.

Für Waren (das sind Arzneimittel inkl. Verbandmittel, Hilfsmittel, Zahnersatz und sonstiger medizinischer Bedarf) und ärztliche Leistungen wurde am meisten aufgewendet. Die Ausgaben für Waren lagen 2003 bei 64,1 Mrd. Euro oder anteilig bei 27%. Für ärztliche Leistungen wurden 62,3 Mrd. Euro aufgewendet, das entspricht 26% der Gesundheitsausgaben. Bei den Waren gab es zwischen 2002 und 2003 mit 2,8% überdurchschnittliche Zuwächse, wobei die Ausgaben für Zahnersatz mit 5,2% besonders stark gestiegen sind. Ebenfalls deutlich erhöht haben sich die Ausgaben für Verwaltungsleistungen (+ 4,0%).


Neben den Gesundheitsausgaben wurden Einkommensleistungen, wie Krankengeld, Entgeltfortzahlungen, Erwerbsunfähigkeitsrenten etc., in Höhe von 65,3 Mrd. Euro an die Patientinnen und Patienten gezahlt. Diese sind im Vergleich zum Vorjahr um 3,2% gesunken (2002: 67,4 Mrd. Euro).

Zur Finanzierung der Gesundheitsausgaben und Einkommensleistungen trugen die öffentlichen Haushalte, die Arbeitgeber sowie die privaten Haushalte und privaten Organisationen ohne Erwerbszweck in unterschiedlichem Maße bei: Im Jahr 2003 finanzierten die privaten Haushalte und privaten Organisationen ohne Erwerbszweck 48% der gesamten Aufwendungen, die Arbeitgeber 38% und die öffentlichen Haushalte 14%.

Diese und viele weitere gesundheitsbezogene Daten finden sich auch unter der Adresse www.gbe-bund.de.

Weitere Auskünfte gibt:

Zweigstelle Bonn
Michael Müller
Telefon: (01888) 644-8161
E-Mail: michael.mueller@destatis.de

Michael Müller | presseportal
Weitere Informationen:
http://www.destatis.de
http://www.gbe-bund.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Statistiken:

nachricht Frauenanteil in Professorenschaft 2015 auf 23 % gestiegen
14.07.2016 | Statistisches Bundesamt

nachricht Mehr Habilitationen von Frauen im Jahr 2015
28.06.2016 | Statistisches Bundesamt

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Statistiken >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Verkehrsstau im Nichts

Konstanzer Physiker verbuchen neue Erfolge bei der Vermessung des Quanten-Vakuums

An der Universität Konstanz ist ein weiterer bedeutender Schritt hin zu einem völlig neuen experimentellen Zugang zur Quantenphysik gelungen. Das Team um Prof....

Im Focus: Traffic jam in empty space

New success for Konstanz physicists in studying the quantum vacuum

An important step towards a completely new experimental access to quantum physics has been made at University of Konstanz. The team of scientists headed by...

Im Focus: Textiler Hochwasserschutz erhöht Sicherheit

Wissenschaftler der TU Chemnitz präsentieren im Februar und März 2017 ein neues temporäres System zum Schutz gegen Hochwasser auf Baumessen in Chemnitz und Dresden

Auch die jüngsten Hochwasserereignisse zeigen, dass vielerorts das natürliche Rückhaltepotential von Uferbereichen schnell erschöpft ist und angrenzende...

Im Focus: Wie Darmbakterien krank machen

HZI-Forscher entschlüsseln Infektionsmechanismen von Yersinien und Immunantworten des Wirts

Yersinien verursachen schwere Darminfektionen. Um ihre Infektionsmechanismen besser zu verstehen, werden Studien mit dem Modellorganismus Yersinia...

Im Focus: How gut bacteria can make us ill

HZI researchers decipher infection mechanisms of Yersinia and immune responses of the host

Yersiniae cause severe intestinal infections. Studies using Yersinia pseudotuberculosis as a model organism aim to elucidate the infection mechanisms of these...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Nachhaltige Wassernutzung in der Landwirtschaft Osteuropas und Zentralasiens

19.01.2017 | Veranstaltungen

Künftige Rohstoffexperten aus aller Welt in Freiberg zur Winterschule

18.01.2017 | Veranstaltungen

Bundesweiter Astronomietag am 25. März 2017

17.01.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Flashmob der Moleküle

19.01.2017 | Physik Astronomie

Tollwutviren zeigen Verschaltungen im gläsernen Gehirn

19.01.2017 | Medizin Gesundheit

Fraunhofer-Institute entwickeln zerstörungsfreie Qualitätsprüfung für Hybridgussbauteile

19.01.2017 | Verfahrenstechnologie