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3,9 Mill. Beschäftigte bei unternehmensnahen Dienstleistern

15.09.2004


Wie das Statistische Bundesamt mitteilt, beschäftigten die 543 000 Unternehmen und Einrichtungen der so genannten unternehmensnahen Dienstleister im Jahr 2002 fast 3,9 Mill. Personen und erwirtschafteten einen Jahresumsatz in Höhe von rund 391,9 Mrd. Euro. Lediglich ein Viertel dieser Unternehmen und Einrichtungen er­wirtschaftete einen Jahresumsatz von 250 000 Euro und mehr. In diesen wurde aber mit 81% der Beschäftigten rund 91% des gesamten Jahresumsatzes realisiert.



Zu dem sehr heterogenen Bereich der unternehmensnahen Dienstleister zählen Unter­nehmen und Einrichtungen, die den Schwerpunkt ihrer wirtschaftlichen Tätigkeit auf dem Gebiet des Grundstücks- und Wohnungswesens, der Vermietung beweglicher Sachen, der IT-Branche, der Forschung und Entwicklung bzw. der Erbringung von Dienst­leistungen überwiegend für Unternehmen haben. Zu der zuletzt genannten Kategorie zählen überwiegend Freiberufler, wie Rechtsanwälte, Steuerberater und Architekten, aber auch Reinigungsfirmen, Detekteien und Inkassobüros. Charakteristisch für den gesamten Wirtschaftsbereich ist, dass hier überwiegend Kleinstunternehmen tätig sind. Im Durchschnitt waren nur sieben Personen je Unternehmen beschäftigt.



Bei diesen unternehmensnahen Dienstleistern dominierten auch im Jahr 2002 eindeutig die so genannten Erbringer von Dienstleistungen überwiegend für Unternehmen. Sie hatten einen Anteil von 76% an den Beschäftigten, 58% an der Anzahl der Unternehmen und 53% am Gesamtumsatz, gefolgt von Unternehmen mit dem wirtschaftlichen Schwer­punkt auf dem Gebiet des Grundstücks- und Wohnungswesens. Diese beschäftigten zwar nur 10% der tätigen Personen in 30% der Unternehmen, erwirtschafteten aber rund 25% des Umsatzes der Unternehmensdienstleister.

Im Rahmen der jährlichen Dienstleistungsstatistik werden auch Unternehmen aus dem Wirtschaftsabschnitt Verkehr und Nachrichtenübermittlung befragt. In diesem Bereich waren im Jahr 2002 insgesamt knapp 1,9 Mill. Personen in 95 400 Unternehmen be­schäftigt. Sie erwirtschafteten einen Jahresumsatz von 251,5 Mrd. Euro, davon 170,3 Mrd. Euro (68%) im Bereich Verkehr. In diesem Bereich hatten die Unternehmen, die verkehrsbezogene Hilfs- und Nebentätigkeiten ausführten (z.B. Häfen und Flughäfen, Parkplätze und Parkhäuser, Frachtumschlag oder Reisebüros), einen Umsatzanteil von 52%. Unternehmen der Personen- und Güterbeförderung im Landverkehr folgten mit 33% Umsatzanteil; bei diesen waren 54% der im Verkehrsbereich tätigen Personen beschäftigt.

Insbesondere auf Grund der Großunternehmen der Bahn, Post und Telekommunikation waren im Verkehr- und Nachrichtenbereich mit durchschnittlich 20 Personen je Unter­nehmen deutlich mehr Personen beschäftigt als bei den unternehmensnahen Dienst­leistern.

Die meisten Unternehmen aus den beiden befragten Dienstleistungsbereichen hatten ihren Hauptsitz im bevölkerungsreichsten Bundesland Nordrhein-Westfalen. Daher wurden in diesem Bundesland mit insgesamt 193,3 Mrd. Euro rund 30% des gesamten Umsatzvolumens dieser Wirtschaftsbereiche im Jahr 2002 in Deutschland erwirtschaftet. Hohe Umsätze erzielten auch die in Bayern, Hessen und Baden-Württemberg ansässigen Unternehmen, während in den Bundesländern Saarland und Mecklenburg-Vorpommern der in diesen Wirtschaftsbereichen realisierte Umsatz nur jeweils bei rund 5 Mrd. Euro lag.

Diese Informationen basieren auf den hochgerechneten Ergebnissen einer dezentralen Stichprobenbefragung von rund 153 400 Unternehmen. Ausführliche Ergebnisse der Dienstleistungsstatistik und ihrer Erhebungsmethode bietet das Statistische Bundesamt in seinem Internet-Angebot.

Weitere Auskünfte gibt: Karl-Heinz Pesch, Tel. 01888-644-8563, E-Mail: karl-heinz.pesch@destatis.de

Karl-Heinz Pesch | Statistisches Bundesamt
Weitere Informationen:
http://www.destatis.de/presse/deutsch/abisz/dienstleistungsstatistik.htm
http://www.destatis.de/themen/d/thm_geld.php

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