Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Exporte steigen im ersten Halbjahr 2008 um 6,9%

15.09.2008
Deutlicher Anstieg der Ausfuhren nach Osteuropa und in die BRIC-Staaten

Nach Mitteilung des Statistischen Bundesamtes (Destatis) stiegen die deutschen Ausfuhren von Januar bis Juni 2008 im Vergleich zum ersten Halbjahr 2007 um insgesamt 6,9% auf 511,2 Milliarden Euro. Preisbereinigt erhöhten sich die Ausfuhren um 6,8%.

Besonders deutlich nahmen die deutschen Ausfuhren in osteuropäische Länder sowie in die BRIC-Staaten (Brasilien, Russland, Indien und China) zu.

Die Versendungen in die Mitgliedsländer der Europäischen Union (EU) erhöhten sich dabei um 5,0% auf 330,1 Milliarden Euro und stiegen somit geringer als die deutschen Gesamtausfuhren. In die Eurozone, zu der seit Anfang 2008 auch Malta und Zypern gehören, gingen Waren für insgesamt 218,6 Milliarden Euro (+ 3,9%), in die nicht zur Eurozone zählenden EU-Länder Waren für 111,5 Milliarden Euro (+ 7,3%).

Besonders stark wuchsen die deutschen Ausfuhren in die neuen EU-Mitglieder Bulgarien und Rumänien. Im ersten Halbjahr 2008 lagen sie im Vergleich zum entsprechenden Vorjahreszeitraum um 27,8% beziehungsweise 27,2% höher, wobei sich der Wert der nach Bulgarien und Rumänien ausgeführten Waren auf 1,4 Milliarden Euro beziehungsweise 4,4 Milliarden Euro belief. Aber auch die Versendungen nach Polen und in die Tschechische Republik verzeichneten zweistellige Zuwachsraten. Polen nahm im gleichen Zeitraum um 18,2% mehr deutsche Waren im Gesamtwert von 20,2 Milliarden Euro ab, die Tschechische Republik bezog 13,0% mehr Waren für insgesamt 14,4 Milliarden Euro.

Die deutschen Exporte in Länder außerhalb der EU ("Drittländer") stiegen um 10,4% auf 181,1 Milliarden Euro und damit stärker als die Gesamtausfuhren. Hohe Exportzuwächse waren dabei vor allem im Handel mit den sogenannten BRIC-Staaten erkennbar. Damit werden die aufstrebenden Industrieländer Brasilien, Russland, Indien und China bezeichnet. In Brasilien konnte Deutschland um 28,8% mehr Waren (im Wert von insgesamt 4,1 Milliarden Euro) absetzen, Russland nahm im Vergleich zum ersten Halbjahr 2007 um 23,4% mehr deutsche Lieferungen im Gesamtwert von 15,8 Milliarden Euro ab. Indien und China steigerten ihre Warenbezüge aus Deutschland um 22,5% auf 4,1 Milliarden Euro beziehungsweise um 20,6% auf 16,8 Milliarden Euro.

Die Ausfuhren in die Vereinigten Staaten verzeichneten demgegenüber nur einen leichten Anstieg von 2,5% auf 36,8 Milliarden Euro, während die Ausfuhren nach Japan nahezu unverändert blieben (+ 0,7% auf 6,5 Milliarden Euro).

Im Vergleich zu den Ausfuhren wiesen die deutschen Einfuhren im ersten Halbjahr 2008 gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum insgesamt ein leicht höheres Plus von 7,1% (auf 407,6 Milliarden Euro) auf. Aufgrund gestiegener Preise, vor allem bei den Energieeinfuhren, verzeichneten die Importe preisbereinigt jedoch einen niedrigeren Zuwachs von 3,7%.

Bedingt durch erhöhte Einfuhrpreise für Erdöl und Erdgas stiegen insbesondere die wertmäßigen Einfuhren aus Norwegen (+ 29,0% auf 11,1 Milliarden Euro) und Russland (+ 23,6% auf 16,8 Milliarden Euro) sehr stark.

Die Eingänge aus der Europäischen Union (EU-27) erhöhten sich um 6,2% auf 242,4 Milliarden Euro. Von den Gründungsmitgliedern der EU konnten nur die Niederlande eine zweistellige Zuwachsrate erzielen (+ 13,8% auf 35,3 Milliarden Euro). Die Wareneingänge aus der Eurozone stiegen um 5,5% (auf 161,5 Milliarden Euro), die aus den nicht zur Eurozone zählenden EU-Staaten um 7,6% (auf 81,0 Milliarden Euro).

Zweistellige Zuwachsraten bei den deutschen Eingängen aus den neuen EU-Ländern wurden im Handel mit Polen (+ 14,1 auf 13,1 Milliarden Euro), Rumänien (+ 12,6% auf 2,3 Milliarden Euro), Litauen (+ 12,6% auf 0,6 Milliarden Euro) sowie mit der Slowakei (+ 12,1% auf 4,7 Milliarden Euro) und der Tschechischen Republik (+ 12,0% auf 14,4 Milliarden Euro) verzeichnet.

Die Importe aus Drittländern erhöhten sich insgesamt um 8,4% (auf 165,2 Milliarden Euro), wobei die Einfuhren aus China um 6,5% auf 26,8 Milliarden Euro zunahmen. Die Warenlieferungen aus den Vereinigten Staaten (- 3,2% auf 22,6 Milliarden Euro) und Japan (- 3,2% auf 11,7 Milliarden Euro) waren rückläufig.

Weitere Informationen zum länderbezogenen Außenhandel lassen sich dem Außenhandelsatlas auf der Internetseite des Statistischen Bundesamtes entnehmen www.destatis.de, Pfad: Themen --> Weitere Themen --> Außenhandel --> Außenhandelsatlas.

Eine methodische Kurzbeschreibung sowie eine Tabelle bietet die Online-Fassung dieser Pressemitteilung unter www.destatis.de.

Weitere Auskünfte gibt:
Joseph Steinfelder,
Telefon: (0611) 75-8474,
E-Mail: info-aussenhandel@destatis.de

Joseph Steinfelder | Statistisches Bundesamt
Weitere Informationen:
http://www.destatis.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Statistiken:

nachricht Frauenanteil in Professorenschaft 2015 auf 23 % gestiegen
14.07.2016 | Statistisches Bundesamt

nachricht Mehr Habilitationen von Frauen im Jahr 2015
28.06.2016 | Statistisches Bundesamt

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Statistiken >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Lässt sich mit Boten-RNA das Immunsystem gegen Staphylococcus aureus scharf schalten?

Staphylococcus aureus ist aufgrund häufiger Resistenzen gegenüber vielen Antibiotika ein gefürchteter Erreger (MRSA) insbesondere bei Krankenhaus-Infektionen. Forscher des Paul-Ehrlich-Instituts haben immunologische Prozesse identifiziert, die eine erfolgreiche körpereigene, gegen den Erreger gerichtete Abwehr verhindern. Die Forscher konnten zeigen, dass sich durch Übertragung von Protein oder Boten-RNA (mRNA, messenger RNA) des Erregers auf Immunzellen die Immunantwort in Richtung einer aktiven Erregerabwehr verschieben lässt. Dies könnte für die Entwicklung eines wirksamen Impfstoffs bedeutsam sein. Darüber berichtet PLOS Pathogens in seiner Online-Ausgabe vom 25.05.2017.

Staphylococcus aureus (S. aureus) ist ein Bakterium, das bei weit über der Hälfte der Erwachsenen Haut und Schleimhäute besiedelt und dabei normalerweise keine...

Im Focus: Can the immune system be boosted against Staphylococcus aureus by delivery of messenger RNA?

Staphylococcus aureus is a feared pathogen (MRSA, multi-resistant S. aureus) due to frequent resistances against many antibiotics, especially in hospital infections. Researchers at the Paul-Ehrlich-Institut have identified immunological processes that prevent a successful immune response directed against the pathogenic agent. The delivery of bacterial proteins with RNA adjuvant or messenger RNA (mRNA) into immune cells allows the re-direction of the immune response towards an active defense against S. aureus. This could be of significant importance for the development of an effective vaccine. PLOS Pathogens has published these research results online on 25 May 2017.

Staphylococcus aureus (S. aureus) is a bacterium that colonizes by far more than half of the skin and the mucosa of adults, usually without causing infections....

Im Focus: Orientierungslauf im Mikrokosmos

Physiker der Universität Würzburg können auf Knopfdruck einzelne Lichtteilchen erzeugen, die einander ähneln wie ein Ei dem anderen. Zwei neue Studien zeigen nun, welches Potenzial diese Methode hat.

Der Quantencomputer beflügelt seit Jahrzehnten die Phantasie der Wissenschaftler: Er beruht auf grundlegend anderen Phänomenen als ein herkömmlicher Rechner....

Im Focus: A quantum walk of photons

Physicists from the University of Würzburg are capable of generating identical looking single light particles at the push of a button. Two new studies now demonstrate the potential this method holds.

The quantum computer has fuelled the imagination of scientists for decades: It is based on fundamentally different phenomena than a conventional computer....

Im Focus: Tumult im trägen Elektronen-Dasein

Ein internationales Team von Physikern hat erstmals das Streuverhalten von Elektronen in einem nichtleitenden Material direkt beobachtet. Ihre Erkenntnisse könnten der Strahlungsmedizin zu Gute kommen.

Elektronen in nichtleitenden Materialien könnte man Trägheit nachsagen. In der Regel bleiben sie an ihren Plätzen, tief im Inneren eines solchen Atomverbunds....

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Meeresschutz im Fokus: Das IASS auf der UN-Ozean-Konferenz in New York vom 5.-9. Juni

24.05.2017 | Veranstaltungen

Diabetes Kongress in Hamburg beginnt heute: Rund 6000 Teilnehmer werden erwartet

24.05.2017 | Veranstaltungen

Wissensbuffet: „All you can eat – and learn”

24.05.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

DFG fördert 15 neue Sonderforschungsbereiche (SFB)

26.05.2017 | Förderungen Preise

Lässt sich mit Boten-RNA das Immunsystem gegen Staphylococcus aureus scharf schalten?

26.05.2017 | Biowissenschaften Chemie

Unglaublich formbar: Lesen lernen krempelt Gehirn selbst bei Erwachsenen tiefgreifend um

26.05.2017 | Gesellschaftswissenschaften