Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Erwerbstätigkeit im ersten Quartal 2002: - 0,4 %

21.05.2002


Nach ersten vorläufigen Berechnungen des Statistischen Bundesamtes hatten im ersten Quartal 2002 rund 38,2 Mill. Erwerbstätige ihren Arbeitsort in Deutschland, 136 000 Personen (– 0,4 %) weniger als ein Jahr zuvor. Damit hat sich die Erwerbstätigkeit im Vorjahresvergleich weiter verringert. Bereits im vierten Quartal 2001 kehrte sich der seit vier Jahren anhaltende Beschäftigungsanstieg um: Im vierten Quartal 2001 waren 78 000 Personen (– 0,2 %) weniger erwerbstätig als ein Jahr zuvor.

Im ersten Quartal 2002 ist nach vorläufigen Berechnungen des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) der Bundesanstalt für Arbeit (BA) die Zahl der geleisteten Arbeitsstunden je Erwerbstätigen im Vergleich zum Vorjahr um 1,8 % auf 371 Stunden gesunken. Ausschlaggebend für diese Entwicklung war im Berichtsquartal neben der weiteren Zunahme der Teilzeitbeschäftigung auch ein starker Arbeitstageeffekt. Der Arbeitstageeffekt hat im ersten Quartal 2002 mit knapp einem Prozentpunkt und damit etwa zur Hälfte zum Rückgang der geleisteten Arbeitsstunden beigetragen. Das gesamtwirtschaftliche Arbeitsvolumen als Produkt aus Erwerbstätigenzahl und Arbeitszeit je Erwerbstätigen verringerte sich im ersten Quartal 2002 um 2,1 % auf 14,18 Mrd. Stunden.

Von den Erwerbstätigen arbeiteten im ersten Quartal 2002 rund 34,3 Mill. Personen als Arbeitnehmer (– 0,4 %) und – wie im ersten Quartal 2001 – mehr als 3,9 Mill. Personen als Selbstständige oder mithelfende Familienangehörige.

Nach Wirtschaftsbereichen entwickelte sich die Erwerbstätigkeit im ersten Quartal 2002 sehr unterschiedlich:

Im Vergleich zum Vorjahr fielen die Beschäftigungsgewinne in den Dienstleistungsbereichen deutlich schwächer und die Arbeitsplatzverluste in der Land- und Forstwirtschaft sowie im Produzierenden Gewerbe stärker aus.

In den Dienstleistungsbereichen stieg die Erwerbstätigkeit im ersten Quartal 2002 zwar weiter an, allerdings fielen die Beschäftigungsgewinne mit 178 000 Personen (+ 0,7 %) nur noch etwa halb so hoch aus wie im ersten Quartal 2001 (+ 369 000 Personen oder + 1,4 %). Dagegen waren im Berichtsquartal nach wie vor hohe Beschäftigungsverluste im Baugewerbe zu verzeichnen (– 163 000 Personen oder – 6,4 %). Im Produzierenden Gewerbe ohne Baugewerbe hat sich der Personalabbau im Vorjahresvergleich weiter beschleunigt (– 131 000 Personen oder – 1,5 %). In der Land- und Forstwirtschaft waren 20 000 Personen (– 2,2 %) weniger erwerbstätig als im ersten Quartal 2001.

Daten der Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnungen zur Erwerbstätigkeit nach Quartalen und Jahren können im Internet-Angebot des Statistischen Bundesamtes direkt unter http://www.destatis.de/indicators/d/vgr010ad.htm und http://www.destatis.de/basis/d/vgr/vgrueb1.htm abgerufen werden.

  

Erwerbstätige mit Arbeitsort in Deutschland und Arbeitsstunden1)

Jahr,
Viertel-


jahr

Erwerbs-
tätige
insgesamt

Land- und


Forstwirt-
schaft,
Fischerei

Produzie-
rendes
Gewerbe
ohne Bau-
gewerbe

Bau-
gewerbe

Dienst-
leistungs-
bereiche2)

Geleistete
Arbeitsstunden3)

je
Erwerbs-
tätigen

der
Erwerbs-
tätigen

Personen in 1000

Stunden

Mill.
Stunden

1999

 

38 081

973

8 494

2 851

25 763

1 496

56 977

2000

 

38 706

962

8 523

2 761

26 460

1 482

57 351

2001

 

38 773

940

8 522

2 582

26 729

1 467

56 884

2000

1.Vj

38 140

922

8 419

2 719

26 080

382

14 573

2.Vj

38 629

965

8 512

2 766

26 386

355

13 698

3.Vj

38 909

993

8 546

2 805

26 565

373

14 509

4.Vj

39 124

970

8 615

2 752

26 787

372

14 570

2001

1.Vj

38 378

904

8 473

2 552

26 449

377

14 484

2.Vj

38 703

943

8 529

2 578

26 653

350

13 546

3.Vj

38 936

973

8 533

2 621

26 809

370

14 402

4.Vj

39 046

942

8 549

2 575

26 980

370

14 451

2002

1.Vj

38 242

884

8 342

2 389

26 627

371

14 176

Veränderung gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum in %

1999

 

1,2

– 2,1

– 1,2

– 1,7

2,6

– 0,7

0,5

2000

 

1,6

– 1,1

0,3

– 3,2

2,7

– 1,0

0,7

2001

 

0,2

– 2,3

0,0

– 6,5

1,0

– 1,0

– 0,8

2000

1.Vj

1,7

– 1,7

– 0,4

– 1,5

2,9

0,4

2,1

2.Vj

2,1

– 0,9

0,7

– 2,5

3,3

– 0,9

1,2

3.Vj

1,4

– 1,5

0,6

– 3,8

2,4

– 1,0

0,4

4.Vj

1,2

– 0,5

0,6

– 4,8

2,1

– 2,2

– 1,0

2001

1.Vj

0,6

– 2,0

0,6

– 6,1

1,4

– 1,2

– 0,6

2.Vj

0,2

– 2,3

0,2

– 6,8

1,0

– 1,3

– 1,1

3.Vj

0,1

– 2,0

– 0,2

– 6,6

0,9

– 0,8

– 0,7

4.Vj

– 0,2

– 2,9

– 0,8

– 6,4

0,7

– 0,6

– 0,8

 

 

 

 

 

 

 

 

2002

1.Vj

– 0,4

– 2,2

– 1,5

– 6,4

0,7

– 1,8

– 2,1

1) Für Erwerbstätige und die geleisteten Arbeitsstunden je Erwerbstätigen: Jahres- bzw.
     Quartalsdurchschnitte.
2) 
Handel, Gastgewerbe und Verkehr, Finanzierung, Vermietung und Unternehmensdienstleister,
     öffentliche und private Dienstleister.
3)
 Quelle: Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) der Bundesanstalt für Arbeit, Nürnberg.

Weitere Auskünfte erteilt: Sigrid Fritsch,
Telefon: (0611) 75-2054,
E-Mail:
vgr-erwerbstaetige@destatis.de


Sigrid Fritsch | Pressemitteilung
Weitere Informationen:
http://www.destatis.de/ 

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Statistiken:

nachricht Frauenanteil in Professorenschaft 2015 auf 23 % gestiegen
14.07.2016 | Statistisches Bundesamt

nachricht Mehr Habilitationen von Frauen im Jahr 2015
28.06.2016 | Statistisches Bundesamt

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Statistiken >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Can we see monkeys from space? Emerging technologies to map biodiversity

An international team of scientists has proposed a new multi-disciplinary approach in which an array of new technologies will allow us to map biodiversity and the risks that wildlife is facing at the scale of whole landscapes. The findings are published in Nature Ecology and Evolution. This international research is led by the Kunming Institute of Zoology from China, University of East Anglia, University of Leicester and the Leibniz Institute for Zoo and Wildlife Research.

Using a combination of satellite and ground data, the team proposes that it is now possible to map biodiversity with an accuracy that has not been previously...

Im Focus: Klima-Satellit: Mit robuster Lasertechnik Methan auf der Spur

Hitzewellen in der Arktis, längere Vegetationsperioden in Europa, schwere Überschwemmungen in Westafrika – mit Hilfe des deutsch-französischen Satelliten MERLIN wollen Wissenschaftler ab 2021 die Emissionen des Treibhausgases Methan auf der Erde erforschen. Möglich macht das ein neues robustes Lasersystem des Fraunhofer-Instituts für Lasertechnologie ILT in Aachen, das eine bisher unerreichte Messgenauigkeit erzielt.

Methan entsteht unter anderem bei Fäulnisprozessen. Es ist 25-mal wirksamer als das klimaschädliche Kohlendioxid, kommt in der Erdatmosphäre aber lange nicht...

Im Focus: Climate satellite: Tracking methane with robust laser technology

Heatwaves in the Arctic, longer periods of vegetation in Europe, severe floods in West Africa – starting in 2021, scientists want to explore the emissions of the greenhouse gas methane with the German-French satellite MERLIN. This is made possible by a new robust laser system of the Fraunhofer Institute for Laser Technology ILT in Aachen, which achieves unprecedented measurement accuracy.

Methane is primarily the result of the decomposition of organic matter. The gas has a 25 times greater warming potential than carbon dioxide, but is not as...

Im Focus: How protons move through a fuel cell

Hydrogen is regarded as the energy source of the future: It is produced with solar power and can be used to generate heat and electricity in fuel cells. Empa researchers have now succeeded in decoding the movement of hydrogen ions in crystals – a key step towards more efficient energy conversion in the hydrogen industry of tomorrow.

As charge carriers, electrons and ions play the leading role in electrochemical energy storage devices and converters such as batteries and fuel cells. Proton...

Im Focus: Die Schweiz in Pole-Position in der neuen ESA-Mission

Die Europäische Weltraumagentur ESA gab heute grünes Licht für die industrielle Produktion von PLATO, der grössten europäischen wissenschaftlichen Mission zu Exoplaneten. Partner dieser Mission sind die Universitäten Bern und Genf.

Die Europäische Weltraumagentur ESA lanciert heute PLATO (PLAnetary Transits and Oscillation of stars), die grösste europäische wissenschaftliche Mission zur...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Von Batterieforschung bis Optoelektronik

23.06.2017 | Veranstaltungen

10. HDT-Tagung: Elektrische Antriebstechnologie für Hybrid- und Elektrofahrzeuge

22.06.2017 | Veranstaltungen

„Fit für die Industrie 4.0“ – Tagung von Hochschule Darmstadt und Schader-Stiftung am 27. Juni

22.06.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Radioaktive Elemente in Cassiopeia A liefern Hinweise auf Neutrinos als Ursache der Supernova-Explosion

23.06.2017 | Physik Astronomie

Dünenökosysteme modellieren

23.06.2017 | Ökologie Umwelt- Naturschutz

Makro-Mikrowelle macht Leichtbau für Luft- und Raumfahrt effizienter

23.06.2017 | Materialwissenschaften