Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Corrigendum - Bernstein Sparks Workshop “Towards Long-Term Cortical Neuro-Interfaces”

05.03.2013
Vom 6. bis 10. März 2013 findet im Hanse-Wissenschaftskolleg (HWK) in Delmenhorst der erste Bernstein Sparks Workshop „Towards Long-Term Cortical Neuro-Interfaces“ statt.

Das Gehirn des Menschen ist ein äußerst effizientes Werkzeug und bewältigt Aufgaben, die Computer nicht oder weniger gut lösen können. Aber was passiert, wenn die Hirnleistung durch Verletzungen oder Krankheiten beeinträchtigt ist?

Eine mögliche Lösung wäre der Ersatz neuronaler Funktionen durch technische Hilfsmittel. In der Realität sind jedoch solche technischen Möglichkeiten derzeit noch weit davon entfernt, eine dauerhafte, sichere und breitbandige Verknüpfung zwischen Maschinen und dem Gehirn herzustellen.

Langzeitimplantate würden es beispielsweise erlauben, die Hirnaktivität genauer zu beobachten und Aufschlüsse über die Funktionsweise des Gehirns zu bekommen. Aber auch die praktischen Anwendungsmöglichkeiten jenseits der Grundlagenforschung sind vielfältig: Neuro-Implantate könnten nach Schädigungen der Sinnesorgane den Verlust von Funktionen ausgleichen, durch Stimulation von Neuronen zur Besserung klinischer Symptome wie etwa der Depression oder Parkinson-Erkrankung beitragen oder Prothesen ansteuern. Die Herausforderungen bei der Umsetzung sind jedoch enorm: neben einem soliden Wissen über neuronale Prozesse müssen auch viele technische Anforderungen berücksichtigt werden, z.B. die Biokompatibilität, Datenanalyse, Energiebedarf usw.

Im Rahmen des Workshops werden weltweit renommierte Experten aus dem Bereich der Neurowissenschaften und dem Ingenieurswesen neueste Forschungsergebnisse präsentieren. So wird z.B. Prof. Andrew Schwarz (Pittsburg, USA) über direkte Steuerung von Neuroprothesen mit kortikalen Hirnsignalen berichten. Die Herausforderungen bei der Entwicklung von technischen Plattformen zur Erfassung und Verarbeitung neuronaler Signale für Neuroprothesen wird ein Beitrag von Prof. Florian Solzbacher (Salt Lake City, USA) behandeln. Dr. Reid Harrison (Los Angeles, USA) wird über spezielle Niedrigenergie-Schaltungen für neuronale Schnittstellen referieren und Prof. Thomas Stieglitz (Freiburg) über die mikrosystemtechnische Herstellung flexibler Elektromatten, die einen direkten Kontakt zum Gehirn herstellen.

Die Veranstaltung findet im Rahmen der „Bernstein Sparks Workshops“-Serie des Bernstein Netzwerks Computational Neuroscience statt und wird von vier Professoren aus den neurowissenschaftlichen und ingenieurswissenschaftlichen Bereichen der Universität Bremen organisiert: Professor Dr. Klaus Pawelzik (Zentrum für Kognitionswissenschaften, Bernstein Gruppe Bremen, Bernstein Focus Sequenzlernen) und Professor Dr. Andreas Kreiter (Zentrum für Kognitionswissenschaften, Bernstein Gruppe Bremen) sowie Professor Dr. Steffen Paul (Institut für Theoretische Elektrotechnik und Mikroelektronik) und Professor Dr. Walter Lang Institut für Mikrosensoren, -aktoren und –systeme).
Weitere finanzielle Unterstützung erhält der Workshop von der Firma Brain Products und dem Hanse-Wissenschaftskolleg.

Die Tagungssprache ist Englisch.

Presseanfragen beantworten gerne: Heidi Müller-Henicz, E-Mail: hmuehenicz@h-w-k.de und Prof. Dr. Klaus Pawelzik, E-Mail: pawelzik@neuro.uni-bremen.de

Heidi Müller-Henicz | idw
Weitere Informationen:
http://www.h-w-k.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Seminare Workshops:

nachricht Virtuelle Welten: Forschungstrends in der mobilen 3D-Datenerfassung
30.11.2016 | Fraunhofer IPM

nachricht Workshop Biodegradierbare Schichten für Verpackung und Medizin
24.11.2016 | Fraunhofer-Institut für Silicatforschung ISC

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Seminare Workshops >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Gravitationswellen als Sensor für Dunkle Materie

Die mit der Entdeckung von Gravitationswellen entstandene neue Disziplin der Gravitationswellen-Astronomie bekommt eine weitere Aufgabe: die Suche nach Dunkler Materie. Diese könnte aus einem Bose-Einstein-Kondensat sehr leichter Teilchen bestehen. Wie Rechnungen zeigen, würden Gravitationswellen gebremst, wenn sie durch derartige Dunkle Materie laufen. Dies führt zu einer Verspätung von Gravitationswellen relativ zu Licht, die bereits mit den heutigen Detektoren messbar sein sollte.

Im Universum muss es gut fünfmal mehr unsichtbare als sichtbare Materie geben. Woraus diese Dunkle Materie besteht, ist immer noch unbekannt. Die...

Im Focus: Significantly more productivity in USP lasers

In recent years, lasers with ultrashort pulses (USP) down to the femtosecond range have become established on an industrial scale. They could advance some applications with the much-lauded “cold ablation” – if that meant they would then achieve more throughput. A new generation of process engineering that will address this issue in particular will be discussed at the “4th UKP Workshop – Ultrafast Laser Technology” in April 2017.

Even back in the 1990s, scientists were comparing materials processing with nanosecond, picosecond and femtosesecond pulses. The result was surprising:...

Im Focus: Wie sich Zellen gegen Salmonellen verteidigen

Bioinformatiker der Goethe-Universität haben das erste mathematische Modell für einen zentralen Verteidigungsmechanismus der Zelle gegen das Bakterium Salmonella entwickelt. Sie können ihren experimentell arbeitenden Kollegen damit wertvolle Anregungen zur Aufklärung der beteiligten Signalwege geben.

Jedes Jahr sind Salmonellen weltweit für Millionen von Infektionen und tausende Todesfälle verantwortlich. Die Körperzellen können sich aber gegen die...

Im Focus: Shape matters when light meets atom

Mapping the interaction of a single atom with a single photon may inform design of quantum devices

Have you ever wondered how you see the world? Vision is about photons of light, which are packets of energy, interacting with the atoms or molecules in what...

Im Focus: Greifswalder Forscher dringen mit superauflösendem Mikroskop in zellulären Mikrokosmos ein

Das Institut für Anatomie und Zellbiologie weiht am Montag, 05.12.2016, mit einem wissenschaftlichen Symposium das erste Superresolution-Mikroskop in Greifswald ein. Das Forschungsmikroskop wurde von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) und dem Land Mecklenburg-Vorpommern finanziert. Nun können die Greifswalder Wissenschaftler Strukturen bis zu einer Größe von einigen Millionstel Millimetern mittels Laserlicht sichtbar machen.

Weit über hundert Jahre lang galt die von Ernst Abbe 1873 publizierte Theorie zur Auflösungsgrenze von Lichtmikroskopen als ein in Stein gemeißeltes Gesetz....

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Wie aus reinen Daten ein verständliches Bild entsteht

05.12.2016 | Veranstaltungen

Von „Coopetition“ bis „Digitale Union“ – Die Fertigungsindustrien im digitalen Wandel

02.12.2016 | Veranstaltungen

Experten diskutieren Perspektiven schrumpfender Regionen

01.12.2016 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Was nach der Befruchtung im Zellkern passiert

06.12.2016 | Biowissenschaften Chemie

Tempo-Daten für das „Navi“ im Kopf

06.12.2016 | Medizin Gesundheit

Patienten-Monitoring in der eigenen Wohnung − Sensorenanzug für Schlaganfallpatienten

06.12.2016 | Medizintechnik