Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Materialica 2011: BayFOR stellt zukunftsträchtige europäische und bayerische Materialforschung vor

23.09.2011
Im Rahmen der Materialica 2011 präsentiert die Bayerische Forschungsallianz (BayFOR) am Gemeinschaftsstand von Bayern Innovativ (Halle A6, Stand 403) zukunftsweisende europäische und bayerische Materialforschungsprojekte: Das EU-Projekt LARGECELLS entwickelt eine neue Generation von organischen Photovoltaik-Zellen; die bayerischen Forschungsverbünde FORGLAS und FORLAYER erforschen neue Glaswerkstoffe und innovative Werkzeugbeschichtungen.

Darüber hinaus erfahren Besucher des BayFOR-Messestandes, wie Forscher und Unternehmer europäische Fördermöglichkeiten im Bereich der Nanowissenschaften, Nanotechnologien, neuen Materialien und Produktionstechnologien (NMP) ausschöpfen können.

Die Materialica ist die Leitmesse für Werkstoffanwendungen, Oberflächen und Product Engineering in Europa. Im Fokus der Messe stehen mit Themen wie „Lightweight Design, Smart Materials und Processes“ materialgetriebene und zuliefererorientierte Produktinnovationen für den Energiesektor und für die Automobil-, Sport- und Konsumgüterindustrien. Der Weg zu einer solchen innovativen Produktentwicklung ist jedoch nicht ohne Hindernisse - vor allem die Finanzierung der Forschungsarbeit stellt häufig eine Herausforderung dar.

Interessante Fördermöglichkeiten bieten hier vor allem europäische Programme: Für innovative NMP-Projekte sind von 2007 bis 2013 innerhalb des 7. Forschungsrahmenprogramms (7. FRP) 3,5 Milliarden Euro budgetiert. Gefördert werden unter anderem Vorhaben zu neuen Materialien und neuartigen Produktionstechnologien - beispielsweise in den Automobil-, Bau- und Textilindustrien. Außerdem hat die Europäische Kommission die Sparte aktuell um ein zusätzliches Förderthema erweitert und unterstützt künftig auch neue Lösungen für das Abbauen, Verarbeiten und Recyceln von Rohstoffen. Ziel ist es, dadurch die Ressourceneffizienz und -Versorgungssicherheit in der EU zu steigern.

Dr. Panteleïmon Panagiotou, Fachreferatsleiter für Ingenieur- und Naturwissenschaften bei der BayFOR, sieht noch weitere Vorteile von europäischer Forschungsförderung: „EU-Programme bieten nicht nur die notwendigen finanziellen Mittel für exzellente F&E-Projekte. Sie helfen unseren Wissenschaftlern auch, sich international und interdisziplinär zu vernetzen und so ihren Wirkungskreis zu erweitern.“ Bedingung für die Förderung eines Projektes innerhalb des 7. FRP ist es, dass sich mindestens drei Partner aus mindestens zwei verschiedenen EU-Mitgliedstaaten oder assoziierten Ländern beteiligen. Die interdisziplinäre Zusammenarbeit will die Kommission im kommenden Rahmenprogramm für Forschung und Innovation vorantreiben und damit den Europäischen Forschungsraum und die europäische Wettbewerbsfähigkeit stärken. Auch die Wirtschaft und insbesondere kleine und mittlere Unternehmen (KMU) sollen sich stärker an Forschungsprojekten beteiligen.

Wie gut europäische Forschungsförderung und der damit verbundene internationale Austausch funktionieren kann, zeigt das EU-Projekt LARGECELLS (http://www.largecells.eu): Unter der Leitung von Prof. Mukundan Thelakkat, Professor für Angewandte Funktionspolymere an der Universität Bayreuth, arbeiten Experten aus insgesamt elf Institutionen aus Deutschland, Holland, Dänemark, Israel und Indien gemeinsam an einer neuen Generation von leistungsfähigen, organischen Photovoltaik-Zellen (OPV), die sich großflächig und flexibel einsetzen lassen. Die EU fördert das Projekt mit 1,6 Millionen Euro für eine Laufzeit von drei Jahren. Die BayFOR ist im LARGECELLS-Konsortium für das Projektmanagement zuständig.

Ein starkes interdisziplinäres Netzwerk bildet auch die Grundlage der Bayerischen Forschungsverbünde FORGLAS und FORLAYER, in denen Partner aus verschiedenen bayerischen Universitäten und Hochschulen für angewandte Wissenschaften und aus kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) gemeinsam an neuen Materiallösungen arbeiten: FORGLAS entwickelt glasbasierte Multifunktionswerkstoffe, die Sonnenlicht direkt als Energiequelle nutzen. Diese Stoffe sollen nicht nur in Neubauten zum Einsatz kommen, sondern auch dabei helfen, ältere Gebäude kostengünstig in Energiesparer zu verwandeln. Der Verbund FORLAYER forscht an innovativen Schichten, die Werkzeuge vor Verschleiß schützen. Im Fokus stehen dabei vor allem besonders stark beanspruchte Werkzeuge für den Aluminium- und Kunststoffspritzguss sowie Kaltumformung und Presshärten. Weitere Informationen zu den Forschungsverbünden finden Sie unter: http://www.bayfor.org/forschungsverbuende.

Zur Bayerischen Forschungsallianz GmbH (BayFOR)
Die Bayerische Forschungsallianz GmbH (BayFOR) ist eine gemeinnützige Gesellschaft zur Förderung des Wissenschafts- und Innovationsstandortes Bayern im Europäischen Forschungsraum. Sie berät und unterstützt Wissenschaftler aus bayerischen Hochschulen und Akteure aus der Wirtschaft im Wettbewerb um europäische Forschungsgelder. Der Schwerpunkt liegt dabei auf dem 7. Forschungsrahmenprogramm der EU. Im europäischen Beratungsnetzwerk für KMU, dem „Enterprise Europe Network“ (http://www.een-bayern.de), fungiert die BayFOR als Schnittstelle zwischen Wissenschaft und Wirtschaft. Neben ihren Aufgaben als EU-Förderzentrum koordiniert die BayFOR die gemeinsamen Aktivitäten der Bayerischen Forschungsverbünde und unterstützt ihre Vernetzung auf europäischer Ebene. Die BayFOR beheimatet außerdem die Wissenschaftliche Koordinierungsstelle Bayern-Québec/Alberta/International der Bayerischen Staatsregierung. Die BayFOR ist eine Partner-Organisation im bayerischen Haus der Forschung (http://www.hausderforschung.de). Weitere Informationen finden Sie unter: http://www.bayfor.org.
Kontakt:
Emmanuelle Rouard
Leiterin Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Tel: +49 (0)89-9901-888-111
Email: rouard@bayfor.org

Emmanuelle Rouard | idw
Weitere Informationen:
http://www.bayfor.org/

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Messenachrichten:

nachricht Laser World of Photonics 2017: Abhörsicher kommunizieren mit verschränkten Photonen
22.06.2017 | Fraunhofer-Gesellschaft

nachricht EMO 2017: Smarte Lösungen für Produktionsoptimierung und Sägetechnologie
20.06.2017 | Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung IPA

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Messenachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Can we see monkeys from space? Emerging technologies to map biodiversity

An international team of scientists has proposed a new multi-disciplinary approach in which an array of new technologies will allow us to map biodiversity and the risks that wildlife is facing at the scale of whole landscapes. The findings are published in Nature Ecology and Evolution. This international research is led by the Kunming Institute of Zoology from China, University of East Anglia, University of Leicester and the Leibniz Institute for Zoo and Wildlife Research.

Using a combination of satellite and ground data, the team proposes that it is now possible to map biodiversity with an accuracy that has not been previously...

Im Focus: Klima-Satellit: Mit robuster Lasertechnik Methan auf der Spur

Hitzewellen in der Arktis, längere Vegetationsperioden in Europa, schwere Überschwemmungen in Westafrika – mit Hilfe des deutsch-französischen Satelliten MERLIN wollen Wissenschaftler ab 2021 die Emissionen des Treibhausgases Methan auf der Erde erforschen. Möglich macht das ein neues robustes Lasersystem des Fraunhofer-Instituts für Lasertechnologie ILT in Aachen, das eine bisher unerreichte Messgenauigkeit erzielt.

Methan entsteht unter anderem bei Fäulnisprozessen. Es ist 25-mal wirksamer als das klimaschädliche Kohlendioxid, kommt in der Erdatmosphäre aber lange nicht...

Im Focus: Climate satellite: Tracking methane with robust laser technology

Heatwaves in the Arctic, longer periods of vegetation in Europe, severe floods in West Africa – starting in 2021, scientists want to explore the emissions of the greenhouse gas methane with the German-French satellite MERLIN. This is made possible by a new robust laser system of the Fraunhofer Institute for Laser Technology ILT in Aachen, which achieves unprecedented measurement accuracy.

Methane is primarily the result of the decomposition of organic matter. The gas has a 25 times greater warming potential than carbon dioxide, but is not as...

Im Focus: How protons move through a fuel cell

Hydrogen is regarded as the energy source of the future: It is produced with solar power and can be used to generate heat and electricity in fuel cells. Empa researchers have now succeeded in decoding the movement of hydrogen ions in crystals – a key step towards more efficient energy conversion in the hydrogen industry of tomorrow.

As charge carriers, electrons and ions play the leading role in electrochemical energy storage devices and converters such as batteries and fuel cells. Proton...

Im Focus: Die Schweiz in Pole-Position in der neuen ESA-Mission

Die Europäische Weltraumagentur ESA gab heute grünes Licht für die industrielle Produktion von PLATO, der grössten europäischen wissenschaftlichen Mission zu Exoplaneten. Partner dieser Mission sind die Universitäten Bern und Genf.

Die Europäische Weltraumagentur ESA lanciert heute PLATO (PLAnetary Transits and Oscillation of stars), die grösste europäische wissenschaftliche Mission zur...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Von Batterieforschung bis Optoelektronik

23.06.2017 | Veranstaltungen

10. HDT-Tagung: Elektrische Antriebstechnologie für Hybrid- und Elektrofahrzeuge

22.06.2017 | Veranstaltungen

„Fit für die Industrie 4.0“ – Tagung von Hochschule Darmstadt und Schader-Stiftung am 27. Juni

22.06.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Radioaktive Elemente in Cassiopeia A liefern Hinweise auf Neutrinos als Ursache der Supernova-Explosion

23.06.2017 | Physik Astronomie

Dünenökosysteme modellieren

23.06.2017 | Ökologie Umwelt- Naturschutz

Makro-Mikrowelle macht Leichtbau für Luft- und Raumfahrt effizienter

23.06.2017 | Materialwissenschaften