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interpack 2011 mit Initiative SAVE FOOD gegen weltweite Nahrungsmittelverluste

09.05.2011
Verbrauchern werden Nachhaltigkeit, Sicherheit und Convenience bei Verpackungen immer wichtiger

Die Themen Nachhaltigkeit, Sicherheit und Convenience sind derzeit bestimmend in der Verpackungsbranche. Gerade der Begriff der Nachhaltigkeit hat sich weg vom bloßen Schlagwort zu einem Wettbewerbsfaktor weiterentwickelt. Denn Nachhaltigkeit wird Verbrauchern immer wichtiger.

Sie fordern ethisch und ökologisch einwandfreie Produkte, die ressourcenschonend verpackt werden, aber gut geschützt bei ihnen ankommen. Das stellt die Verpackungshersteller vor eine große Aufgabe: Die Industrie will Material sparen, doch muss die Stabilität der Verpackung und somit der Schutz des Füllgutes auf jeden Fall gewährleistet bleiben. Neben dem weltweit am häufigsten für Verpackungen verwendeten Material Kunststoff bieten sich auch die übrigen gängigen Packmittel Papier/Pappe, Glas und Metall/Aluminium für eine nachhaltige Verpackungsstrategie an, denn jedes einzelne hat seine individuellen Vorteile.

Dass Sicherheit und Ökologie kein Widerspruch sein müssen, beweisen die Verpackungshersteller anlässlich der weltgrößten Messe für die Verpackungsbranche und die verwandten Prozessindustrien, der interpack 2011, mit vielen Innovationen. Vom 12. bis 18. Mai zeigen 2.700 Aussteller aus 60 Ländern im Düsseldorfer Messegelände Maschinen zur Herstellung von Verpackungen bzw. Süß- und Backwaren sowie Verpackungsmaterialien und deren Produktion. Und auf der interpack wird auch ganz deutlich werden, dass auch die Hersteller von Verpackungsmaschinen wesentliche Beiträge zu einer nachhaltigen Produktion leisten können. Der Fachverband Nahrungsmittelmaschinen und Verpackungsmaschinen im Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) sieht Einsparpotenziale nicht nur bei den Verpackungsmaterialien, sondern auch in der Reduzierung des Energie- und Betriebsmittelverbrauchs der Verpackungsmaschinen durch moderne Technik.

Die weltweit steigende Nachfrage nach Verpackungen kommt der interpack als einer der erfolgreichsten Investitionsgütermessen der Welt zu Gute. Rund um den Globus wurden in 2009 mehr als vier Billionen Verpackungen verkauft. Mit einem Anteil von 46 Prozent ist hier mittlerweile Asien die wichtigste Absatzregion vor Europa mit 27 Prozent und Nordamerika mit 15 Prozent. Die boomenden Volkswirtschaften in China und Indien treiben den Absatz von Verpackungen in Asien weiter voran. Die Nahrungsmittel- und Getränkeindustrie ist mit etwa 60 Prozent Hauptabnehmer aller Verpackungen und Verpackungsmaschinen weltweit. Sie wird so zum Innovationstreiber der Branche.

Siebzig Prozent der Unternehmen, die zur interpack 2011 ausstellen, kommen nicht aus Deutschland. Und auch etwa 60 Prozent der rund 170.000 Fachbesucher, die zur Messe erwartet werden, werden aus dem Ausland nach Düsseldorf reisen. Doch die positive Entwicklung der Verpackungsbranche und somit ihrer weltweit wichtigsten Messe wird auch von der guten Binnenkonjunktur gestützt. Laut dem Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau e.V. (VDMA) konnte die Produktion deutscher Unternehmen in den ersten drei Quartalen 2010 um etwa fünf Prozent auf 3,33 Mrd. Euro gesteigert werden. Gut sind auch die Aussichten für Maschinen und Anlagen zur Herstellung von Süß- und Backwaren, dem zweiten großen Bereich der interpack. Laut Euromonitor lag der weltweite Absatz an Süßwaren in 2010 bei 14 Mio. Tonnen und wird bis 2015 auf 15,5 Mio. Tonnen steigen - ein jährlicher Zuwachs von durchschnittlich zwei Prozent.

Der Bereich der Packmittel als drittes Standbein der interpack wartet ebenfalls mit guten Zahlen über alle Materialklassen auf. Laut GADV (Gemeinschaftsausschuss der deutschen Verpackungshersteller) haben sich die deutschen Verpackungshersteller im vergangenen Jahr deutlich von der Wirtschaftskrise 2009 erholt und ein kräftiges Umsatzwachstum erzielen können. Der Umsatz der in Deutschland aus Kunststoff, Papier/Karton/Pappe, Metall und Glas gefertigten Verpackungen lag 2010 mit insgesamt 29,5 Mrd. Euro um zehn Prozent über dem Vorjahr. Die Menge der produzierten Packmittel konnte im vergangenen Jahr um 8,8 Prozent auf 16,5 Mio. Tonnen gesteigert werden. Sorge bereiten indes die enorm gestiegenen Rohstoffkosten.

SAVE FOOD: Initiative gegen Nahrungsmittelverluste
Auf die Besucher der interpack 2011 warten nicht nur international einmalige Präsentationen der Aussteller, sondern auch innovative Sonderthemen. Eines davon ist die Initiative SAVE FOOD. Laut Welternährungsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) liegt der weltweite Nahrungsmittelverlust je nach Art des Lebensmittels Schätzungen zufolge zwischen 20 und 75 Prozent. In Industrieländern wird der Pro-Kopf-Verlust im Jahr auf 95-115 kg geschätzt. Besonders fatal sind die Verluste dort, wo die Ressourcen ohnehin knapp sind: in Entwicklungsländern. Im Kampf gegen die internationalen Lebensmittelverluste kann Verpackung gerade dort einen wichtigen Teilbeitrag leisten, denn vieles verdirbt, weil es unzureichend oder gar nicht verpackt ist. Zur interpack hat die Messe Düsseldorf daher die Initiative SAVE FOOD ins Leben gerufen. In Kooperation mit der FAO wird am 16./17. Mai ein Kongress zur interpack veranstaltet, der Akteure aus Lebensmittel- und Verpackungsindustrie, Handel, Politik, Verwaltung, Forschung und NGOs in Düsseldorf zusammenbringt. Ziel ist es, das Problem in Entwicklungsländern wie auch Industrieländern genauer zu erfassen und mögliche Lösungsansätze zu diskutieren. Die Besucher der interpack können sich außerdem im SAVE FOOD Pavillon ein Bild vom Ausmaß des Problems und möglichen Auswegen machen.

Die interpack ist vom 12. bis 18. Mai 2011 täglich von 10.00 bis 18.00 Uhr geöffnet.

Pressereferat interpack 2011
Sebastian Pflügge
Corinna Kuhn (Assistenz)
Tel.: +49 (0) 211/4560-464/-598
Fax: +49 (0) 211/4560-8548
Email: PflueggeS@messe-duesseldorf.de,
KuhnC@messe-duesseldorf.de

Sebastian Pflügge | pressetext
Weitere Informationen:
http://www.messe-duesseldorf.de

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