Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Generative Technologien in der Automatisierung

23.08.2010
Wesentliche Teile einer Fertigungskette – von den Modellen und Prototypen über die Werkzeuge bis hin zu den Endprodukten – können heute direkt und schichtweise 3-DCAD-basiert hergestellt werden. Besondere Anwendungsgebiete dieser neuartigen Fertigungstechnologie werden von verschiedenen Herstellern und Anwendern auf der vom Fraunhofer IPA koordinierten Sonderschau vorgestellt
(13.–16. September 2010, MOTEK – Sonderschau, Landesmesse Stuttgart, Halle 1, Stand 1520).

Gestiegene Kundenanforderungen an zunehmend individualisierte Produkte sowie kürzere Produktlebenszyklen bei sinkenden Preisen erfordern ein Umdenken in der Handhabung, der Montage und der Automatisierung. Mit generativen Fertigungstechnologien wird eine flexible Anpassung an die Kunden-spezifikationen und damit eine kostengünstige Herstellung differenzierter Automatisierungsprodukte möglich. »Individualisierte Massenfertigung zu kostengünstigen Preisen«, nennt der Koordinator der Sonderschau, Andrzej Grzesiak, daher den großen Vorzug des Fertigungsverfahrens.

Ohne geometrische Beschränkungen kann frei nach den Produkt- bzw. Prozess-
anforderungen konstruiert werden. Die Ausnutzung der neu gewonnenen Freiheiten in der Konstruktion erlaubt zusätzlich die Einsparung von Bauteilen. Mit dem geringeren Gewicht werden eine erhöhte Nutzlast oder eine erhöhte Handhabungsgeschwindigkeit möglich. Das gefertigte Bauteil wiegt lediglich einen Bruchteil konventionell hergestellter Produkte. Im industriellen Umfeld eignen sich die Bauteile vor allem als Werkzeuge an und für Industrieroboter. Das zeigen eindrucksvoll Fraunhofer IPA und robomotion GmbH mit Greifermodulen an einem Robotermodell des Herstellers ABB Automation GmbH.

Robomotion ist Spezialist für den Einsatz von Robotern in der Handhabung. Ganz individuell und nach Kundenwunsch werden dabei Greifer von der Konzeption bis zur Übernahme geplant und wirtschaftlich umgesetzt.

WSEngineering GmbH & Co. KG bietet kundenorientierte Konzeption, Überführung
zur Serie und Herstellung von Prototypen an. Auf der Motek präsentiert WSE ein ultraleichtes pneumatisches Roboterauslenksystem, das höchste Komplexität mit minimalem Gewicht auf kleinstem Raum vereint. Die revolutionären Möglichkeiten der Schichtbautechnologien aufzuzeigen und dieses als Fertigungsverfahren für komplexe Kleinserien zu etablieren ist auch Ziel von KUHN-STOFF. Seit 2005 setzt das Unternehmen mit seinen Kunden Polyamid-Lasersinter-Bauteile direkt vor allem im Sondermaschinenbau ein.

Der führende Hersteller von Lasersinter-Systemen »EOS« (EOS GmbH – Electro Optical Systems) zeigt auf der Motek-Sonderschau die FORMIGA P 100. Innerhalb weniger Stunden entstehen auf dieser Maschine der Kompaktklasse Kunststoff-produkte aus Polyamid im Schicht bau verfahren direkt aus CAD-Daten. Das System bietet einen flexiblen, kostengünstigen und hochproduktiven Einstieg in die Welt des Lasersinterns. Durch Beschichtungsver fahren mit hochwertigen Materialien können diese generativ gefertigten Werkstücke darüber hinaus veredelt werden.

Auch der neuartige bionische Handling-Assistent ist dieses Jahr erstmals auf der Motek vertreten. Dieser kann als gutes Beispiel dafür gelten, wie die Querschnittstechnologien Bionik und Mechatronik in Verbindung mit Handhabungs-Knowhow und Generativer Fertigung ein völlig neuartiges Produkt möglich machen. In Anlehnung an den Rüssel eines Elefanten hat die Festo AG & Co. KG den bionischen Handling-Assistenten unter Einsatz generativer Fertigungs- technologien entwickelt. Dessen Faltenbalg-Antriebe stammen aus dem Fraunhofer IPA.

Über die Highlights und Möglichkeiten der Generativen Fertigung in der Automatisierung und Handhabung werden Expertengespräche während des Business Brunchs zum Thema »Leichtbau & Rapid Prototyping« durchgeführt. Die Veranstaltung wird durch die Wirtschaftsförderung Region Stuttgart GmbH (WRS) und das Kompetenznetzwerk Mechatronik BW e. V. organisiert und richtet sich an die Verpackungsindustrie, den Sonderanlagenbau und die Automatisierungsbranche mit speziellem Fokus auf der Hochgeschwindigkeitshandhabung.

Hubert Grosser | idw
Weitere Informationen:
http://www.ipa.fraunhofer.de/

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Messenachrichten:

nachricht Effizienz steigern, Kosten senken!
17.08.2017 | Rittal GmbH & Co. KG

nachricht Maßgeschneiderte Lösungen für APos-Maschinen: Kamerasystem Keyence CV-X100
11.08.2017 | Heun Funkenerosion GmbH

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Messenachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Unterwasserroboter soll nach einem Jahr in der arktischen Tiefsee auftauchen

Am Dienstag, den 22. August wird das Forschungsschiff Polarstern im norwegischen Tromsø zu einer besonderen Expedition in die Arktis starten: Der autonome Unterwasserroboter TRAMPER soll nach einem Jahr Einsatzzeit am arktischen Tiefseeboden auftauchen. Dieses Gerät und weitere robotische Systeme, die Tiefsee- und Weltraumforscher im Rahmen der Helmholtz-Allianz ROBEX gemeinsam entwickelt haben, werden nun knapp drei Wochen lang unter Realbedingungen getestet. ROBEX hat das Ziel, neue Technologien für die Erkundung schwer erreichbarer Gebiete mit extremen Umweltbedingungen zu entwickeln.

„Auftauchen wird der TRAMPER“, sagt Dr. Frank Wenzhöfer vom Alfred-Wegener-Institut, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung (AWI) selbstbewusst. Der...

Im Focus: Mit Barcodes der Zellentwicklung auf der Spur

Darüber, wie sich Blutzellen entwickeln, existieren verschiedene Auffassungen – sie basieren jedoch fast ausschließlich auf Experimenten, die lediglich Momentaufnahmen widerspiegeln. Wissenschaftler des Deutschen Krebsforschungszentrums stellen nun im Fachjournal Nature eine neue Technik vor, mit der sich das Geschehen dynamisch erfassen lässt: Mithilfe eines „Zufallsgenerators“ versehen sie Blutstammzellen mit genetischen Barcodes und können so verfolgen, welche Zelltypen aus der Stammzelle hervorgehen. Diese Technik erlaubt künftig völlig neue Einblicke in die Entwicklung unterschiedlicher Gewebe sowie in die Krebsentstehung.

Wie entsteht die Vielzahl verschiedener Zelltypen im Blut? Diese Frage beschäftigt Wissenschaftler schon lange. Nach der klassischen Vorstellung fächern sich...

Im Focus: Fizzy soda water could be key to clean manufacture of flat wonder material: Graphene

Whether you call it effervescent, fizzy, or sparkling, carbonated water is making a comeback as a beverage. Aside from quenching thirst, researchers at the University of Illinois at Urbana-Champaign have discovered a new use for these "bubbly" concoctions that will have major impact on the manufacturer of the world's thinnest, flattest, and one most useful materials -- graphene.

As graphene's popularity grows as an advanced "wonder" material, the speed and quality at which it can be manufactured will be paramount. With that in mind,...

Im Focus: Forscher entwickeln maisförmigen Arzneimittel-Transporter zum Inhalieren

Er sieht aus wie ein Maiskolben, ist winzig wie ein Bakterium und kann einen Wirkstoff direkt in die Lungenzellen liefern: Das zylinderförmige Vehikel für Arzneistoffe, das Pharmazeuten der Universität des Saarlandes entwickelt haben, kann inhaliert werden. Professor Marc Schneider und sein Team machen sich dabei die körpereigene Abwehr zunutze: Makrophagen, die Fresszellen des Immunsystems, fressen den gesundheitlich unbedenklichen „Nano-Mais“ und setzen dabei den in ihm enthaltenen Wirkstoff frei. Bei ihrer Forschung arbeiteten die Pharmazeuten mit Forschern der Medizinischen Fakultät der Saar-Uni, des Leibniz-Instituts für Neue Materialien und der Universität Marburg zusammen Ihre Forschungsergebnisse veröffentlichten die Wissenschaftler in der Fachzeitschrift Advanced Healthcare Materials. DOI: 10.1002/adhm.201700478

Ein Medikament wirkt nur, wenn es dort ankommt, wo es wirken soll. Wird ein Mittel inhaliert, muss der Wirkstoff in der Lunge zuerst die Hindernisse...

Im Focus: Exotische Quantenzustände: Physiker erzeugen erstmals optische „Töpfe" für ein Super-Photon

Physikern der Universität Bonn ist es gelungen, optische Mulden und komplexere Muster zu erzeugen, in die das Licht eines Bose-Einstein-Kondensates fließt. Die Herstellung solch sehr verlustarmer Strukturen für Licht ist eine Voraussetzung für komplexe Schaltkreise für Licht, beispielsweise für die Quanteninformationsverarbeitung einer neuen Computergeneration. Die Wissenschaftler stellen nun ihre Ergebnisse im Fachjournal „Nature Photonics“ vor.

Lichtteilchen (Photonen) kommen als winzige, unteilbare Portionen vor. Viele Tausend dieser Licht-Portionen lassen sich zu einem einzigen Super-Photon...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

European Conference on Eye Movements: Internationale Tagung an der Bergischen Universität Wuppertal

18.08.2017 | Veranstaltungen

Einblicke ins menschliche Denken

17.08.2017 | Veranstaltungen

Eröffnung der INC.worX-Erlebniswelt während der Technologie- und Innovationsmanagement-Tagung 2017

16.08.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Eine Karte der Zellkraftwerke

18.08.2017 | Biowissenschaften Chemie

Chronische Infektionen aushebeln: Ein neuer Wirkstoff auf dem Weg in die Entwicklung

18.08.2017 | Biowissenschaften Chemie

Computer mit Köpfchen

18.08.2017 | Informationstechnologie