Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Fraunhofer IPA auf der SPS/IPC/DRIVES

08.11.2011
22. bis 24. November 2011
SPS/IPC/DRIVES
Messe Nürnberg
Halle 8 | Stand 8-300

Mit Exponaten und Themen wie »ManuCyte«, »Station Viewer« und »ManuCloud« präsentiert sich das Fraunhofer IPA in diesem Jahr auf der Messe SPS/IPC/DRIVES in Nürnberg. In Halle 8, Stand 8-300, informiert eine Leistungsübersicht über Kompetenzen und Dienstleistungen und im SPS-Rahmenprogramm moderiert Professor Alexander Verl, Institutsleiter Fraunhofer IPA, die Trendsession mit dem Thema »Sicherheit der PC-basierten Steuerung«.

Schlanke Benutzeroberfläche für kleine Fertigungslinien mit dem »Station Viewer«

Hinter großen Fertigungslinien verbergen sich oft äußerst komplexe Steuerungssysteme. Für kleine Linien übersteigt der Aufwand zur Integration und Wartung dieser Softwaresysteme häufig die vorhandenen Ressourcen. Mit dem »Station Viewer«-Ansatz erweitert das Fraunhofer IPA sein Portfolio an schlanken IT-Lösungen für kleine Fertigungslinien,die das teure Erstellen von proprietärerer Software vermeiden. Der Ansatz erlaubt die schnelle Entwicklung von SPS-Maschinen-Lösungen bei gleichzeitiger Nutzung von modernen Benutzeroberflächen, fortgeschrittenen Analysemethoden und weitreichender IT-Integration. So kann ein Inbetriebnehmer vor Ort ohne Programmierkenntnisse flexibel Module zu einer nahtlosen Maschinenoberfläche konfigurieren. Das Fertigungs- und Experimente-Management wird durch eine schlanke Liniensteuerung verwirklicht, die ohne weitere Konfiguration und Programmierung auskommt. Sämtliche Operationen erfolgen dateibasiert und »Drag'n'Drop«-gesteuert. Schwer zu administrierende Datenbanken werden nicht benötigt.

ManuCyte – Intelligente, modulare Automationsplattform für eine flexible, patientenspezifische Produktion oder Kultivierung von Zellen

Die personalisierte Medizin – von der Zelltherapie bis hin zu patientenspezifisch abgestimmten Medikamenten – hat großes Potenzial, die Behandlungsmethoden für eine Vielzahl von Krankheiten zu revolutionieren. Um dieses Potenzial auszuschöpfen, ist es notwendig, menschliche Zellen in industriellem Maßstab patientenspezifisch zu kultivieren und zu produzieren. Heutzutage findet die personalisierte Zellproduktion und -kultivierung hauptsächlich manuell oder unterstützt durch Teilautomatisierungen in Laboren statt. Das macht die Ergebnisse der Zellkultivierung in hohem Maße abhängig vom Faktor Mensch, was Einfluss auf die Genauigkeit, die Wiederholbarkeit und die Effizienz der Prozesse hat – und wodurch eine gleichbleibend hohe Qualität der Prozesse praktisch unmöglich wird.

Um dem entgegen zu wirken und die personalisierte Zellproduktion für eine breite Palette von Anwendungen zugänglich zu machen, wird mit ManuCyte eine Automationsplatt form für die flexible, patientenspezifische Zellkultivierung entwickelt, die es ermöglicht, die Effizienz der personalisierten Zellproduktion in Bezug auf Qualität, Durchsatz und Kosten zu steigern. Um dieses Ziel zu erreichen, werden verschiedenste innovative Technologien und Ansätze kombiniert.

Diese ermöglichen beispielsweise eine flexible Zusammenstellung der Prozessressourcen und Erweiterung der Kapazitäten sowie eine schnelle Inbetriebnahme. Auch die automatische Optimierung der Zellkultivierungsprozesse ermöglicht eine neue Dimension der Produktivität in diesem Umfeld. Dabei erfolgt die Steuerung der Automationsplattform, an das ein selbstlernendes, wissensbasiertes Zellmodell-Modul gekoppelt ist, durch ein Service-orientiertes MES (Manufacturing-Execution-System) mit LIMS (Laborinformations- und Management-System) -Funktionalitäten.

ManuCloud – Die »Manufacturing as a service«-Umgebung der nächsten Generation

Der Paradigmenwechsel von der Massenfertigung zur personalisierten, kundenspezifischen und umweltverträglicheren Fertigung gilt als vielversprechender Ansatz, um die Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Fertigungsindustrie zu verbessern und zu sichern. Eine wichtige Voraussetzung dafür sind agile IT-Systeme, die die notwendige Flexibilität bieten – von der Ebene der Produktionsnetzwerke über die beteiligten Fabriken bis hin zur Prozessebene in diesen Fabriken.

Das FP7-Projekt »ManuCloud« untersucht, wie die Systeme der produktionsnahen IT diesen Übergang bestmöglich unterstützen können. Es entwickelt und erprobt eine IT-Infrastruktur, die Szenarien zur bedarfsorientierten Fertigung »on demand« wesentlich vereinfacht. ManuCloud entwickelt dazu ein Cloud-basiertes Architekturkonzept. Nutzern dieser Cloud stehen konfigurierbare, virtualisierte Ressourcen aus virtuellen Produktionsnetzwerken zur Verfügung, die föderierte Fabriken integrieren und durch eine Reihe von Software-as-a-Service-Anwendungen unterstützt werden.

Dabei verfolgt ManuCloud die Lösung dieser Problemstellungen auf drei Ebenen: der Produktions-IT innerhalb der einzelnen Fabriken (»Intra-Factory-Umgebung«, der Integrationsumgebung föderierter Fabriken (»Inter-Factory-Umgebung«) und der Entwicklung eines Produktkonfigurators bzw. entsprechender virtueller Produktionsnetzwerke auf Basis der ManuCloud-Infrastruktur. Das Konzept wird anhand von stark kundenspezifischen Produkten für die gebäudeintegrierte Photovoltaik demonstriert.

Weitere Informationen:
Dipl.-Wirt.-Ing. (FH) Nicole Göldner
Telefon +49 711 970-1863 | nicole.goeldner@ipa.fraunhofer.de
Trendsession: Sicherheit der PC-basierten Steuerung
Die Frage »Wie sicher ist die PC-Architektur für die Steuerungstechnik?« wird am Dienstag, den 22.11.2011 von 14:00-16:00 Uhr im SPS/IPC/DRIVES-Kongress diskutiert. Professor Alexander Verl, Institutsleiter des Fraunhofer IPA moderiert die diesjährige Trendsession.
Die PC-Architektur nimmt eine immer bedeutendere Stellung als Hardwareplattform in der industriellen Steuerungstechnik ein. Hohe Rechenleistung, Flexibilität und kostengünstige Komponenten sind die wesentlichen Gründe für die steigende Relevanz PC-basierter Steuerungen. Die Steuerungstechnik ist hierbei allerdings lediglich Nutznießer aktueller Entwicklungen der PC-Architekturen, die eher durch den Entertainment- und Office-Bereich getrieben sind. Die Steuerungstechnik an sich spielt aufgrund der geringen Stückzahlen für PC-Hersteller und deren Komponentenlieferanten eine untergeordnete Rolle.
In der diesjährigen Trendsession des Kongresses auf der SPS/IPC/DRIVES steht zur Debatte, wie sicher die PC-Architektur für die Steuerungstechnik ist. Dazu zählt die Zukunftssicherheit der schnelllebigen Entwicklungen von PC-Komponenten bei einer Lebenszeit von Maschinen mit bis zu 20 Jahren und mehr. Aber auch die Eignung von günstigsten Standardkomponenten für den Einsatz bei Anwendungen mit funktionaler Sicherheit ist zu klären. Nicht zuletzt muss auch

die Sicherheit gegen ungewollte Zugriffe berücksichtigt werden.

Weitere Informationen und Anmeldung:
Mesago Messemanagement GmbH
Maren Wiedleroither
Telefon +49 711 61946-67
sps@mesago.com

Hubert Grosser | Fraunhofer-Institut
Weitere Informationen:
http://www.mesago.de/sps

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Messenachrichten:

nachricht Die Chancen der Digitalisierung für das Betriebliche Gesundheitsmanagement: vitaliberty auf der Zukunft Personal 2017
19.09.2017 | vitaliberty GmbH

nachricht Fraunhofer CSP präsentiert Neuheiten auf der EU PVSEC
18.09.2017 | Fraunhofer-Institut für Mikrostruktur von Werkstoffen und Systemen IMWS

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Messenachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Tiny lasers from a gallery of whispers

New technique promises tunable laser devices

Whispering gallery mode (WGM) resonators are used to make tiny micro-lasers, sensors, switches, routers and other devices. These tiny structures rely on a...

Im Focus: Wundermaterial Graphen: Gewölbt wie das Polster eines Chesterfield-Sofas

Graphen besitzt extreme Eigenschaften und ist vielseitig verwendbar. Mit einem Trick lassen sich sogar die Spins im Graphen kontrollieren. Dies gelang einem HZB-Team schon vor einiger Zeit: Die Physiker haben dafür eine Lage Graphen auf einem Nickelsubstrat aufgebracht und Goldatome dazwischen eingeschleust. Im Fachblatt 2D Materials zeigen sie nun, warum dies sich derartig stark auf die Spins auswirkt. Graphen kommt so auch als Material für künftige Informationstechnologien infrage, die auf der Verarbeitung von Spins als Informationseinheiten basieren.

Graphen ist wohl die exotischste Form von Kohlenstoff: Alle Atome sind untereinander nur in der Ebene verbunden und bilden ein Netz mit sechseckigen Maschen,...

Im Focus: Hochautomatisiertes Fahren bei Schnee und Regen: Robuste Warnehmung dank intelligentem Sensormix

Schlechte Sichtverhältnisse bei Regen oder Schnellfall sind für Menschen und hochautomatisierte Fahrzeuge eine große Herausforderung. Im europäischen Projekt RobustSENSE haben die Forscher von Fraunhofer FOKUS mit 14 Partnern, darunter die Daimler AG und die Robert Bosch GmbH, in den vergangenen zwei Jahren eine Softwareplattform entwickelt, auf der verschiedene Sensordaten von Kamera, Laser, Radar und weitere Informationen wie Wetterdaten kombiniert werden. Ziel ist, eine robuste und zuverlässige Wahrnehmung der Straßensituation unabhängig von der Komplexität und der Sichtverhältnisse zu gewährleisten. Nach der virtuellen Erprobung des Systems erfolgt nun der Praxistest, unter anderem auf dem Berliner Testfeld für hochautomatisiertes Fahren.

Starker Schneefall, ein Ball rollt auf die Fahrbahn: Selbst ein Mensch kann mitunter nicht schnell genug erkennen, ob dies ein gefährlicher Gegenstand oder...

Im Focus: Ultrakurze Momentaufnahmen der Dynamik von Elektronen in Festkörpern

Mit Hilfe ultrakurzer Laser- und Röntgenblitze haben Wissenschaftler am Max-Planck-Institut für Quantenoptik (Garching bei München) Schnappschüsse der bislang kürzesten Bewegung von Elektronen in Festkörpern gemacht. Die Bewegung hielt 750 Attosekunden lang an, bevor sie abklang. Damit stellten die Wissenschaftler einen neuen Rekord auf, ultrakurze Prozesse innerhalb von Festkörpern aufzuzeichnen.

Wenn Röntgenstrahlen auf Festkörpermaterialien oder große Moleküle treffen, wird ein Elektron von seinem angestammten Platz in der Nähe des Atomkerns...

Im Focus: Ultrafast snapshots of relaxing electrons in solids

Using ultrafast flashes of laser and x-ray radiation, scientists at the Max Planck Institute of Quantum Optics (Garching, Germany) took snapshots of the briefest electron motion inside a solid material to date. The electron motion lasted only 750 billionths of the billionth of a second before it fainted, setting a new record of human capability to capture ultrafast processes inside solids!

When x-rays shine onto solid materials or large molecules, an electron is pushed away from its original place near the nucleus of the atom, leaving a hole...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Höher - schneller - weiter: Der Faktor Mensch in der Luftfahrt

20.09.2017 | Veranstaltungen

Wälder unter Druck: Internationale Tagung zur Rolle von Wäldern in der Landschaft an der Uni Halle

20.09.2017 | Veranstaltungen

7000 Teilnehmer erwartet: 69. Urologen-Kongress startet heute in Dresden

20.09.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Drohnen sehen auch im Dunkeln

20.09.2017 | Informationstechnologie

Pfeilgiftfrösche machen auf „Kommando“ Brutpflege für fremde Kaulquappen

20.09.2017 | Biowissenschaften Chemie

Frühwarnsystem für gefährliche Gase: TUHH-Forscher erreichen Meilenstein

20.09.2017 | Energie und Elektrotechnik