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KIT präsentiert sich auf der Neuen Messe Stuttgart

12.10.2007
Bei der Eröffnung der Neuen Messe Stuttgart von 19. bis 21. Oktober bietet das Karlsruher Institut für Technologie (KIT) auf seinem Stand den Besuchern spannende Einblicke in seine aktuelle Forschung. Was leisten BtL- (Bio to Liquid) Kraftstoffe? Wie funktioniert die präziseste Waage der Welt? Und welche Chancen bietet die Nanotechnologie? Fragen, auf die die KIT-Wissenschaftler Antworten geben.

Für die Eröffnungsausstellung „Innovation trifft Emotion“ der Neuen Landesmesse mit dem modernsten Messegelände Europas haben die KIT-Wissenschaftler fünf Highlights aus ihrer aktuellen Forschung ausgewählt und präsentieren diese den Messebesuchern (Halle 8 Stand D 41). Wer sich für ein Studium oder eine Ausbildung am KIT interessiert, kann sich ebenfalls am KIT-Stand informieren:

Career Service
Das Studienangebot am KIT umfasst derzeit 41 Studiengänge an 11 Fakultäten mit dem Schwerpunkt auf Natur- und Ingenieurwissenschaften. Mitarbeiter des Career Service der Universität Karlsruhe und der Personalabteilung des Forschungszentrums beantworten Fragen zu den Studien-, Ausbildungs- und Beschäftigungsmöglichkeiten am KIT.

Highlights aus der Forschung

Meteorologie und Klimaforschung
Die Troposphärenforschung kümmert sich um Klima, Wasserkreislauf und Spurenstoffhaushalt. Auf der Basis der Forschungsergebnisse werden Modelle erstellt, um die Vorgänge im Klimasystem und bei Wetterphänomenen geeignet darstellen und vorhersagen zu können. Auf der Messe ist ein rund 5 Meter langer Fesselballon zu sehen, der die meteorologische Größen horizontale Windgeschwindigkeit, Windrichtung, Lufttemperatur, Luftfeuchte und Luftdruck misst.
Erneuerbare Energien
Biomasse ist die einzige erneuerbare Kohlenstoffquelle und damit die einzige regenerative Quelle zur Herstellung chemischer Grundstoffe und hochwertiger synthetischer Kraftstoffe. BtL-Kraftstoffe (von Biomass to Liquids) verringern die Abhängigkeit von fossilen Rohstoffen und reduzieren die Menge an gesundheits- und klimaschädlichen Verbrennungsrückständen. Sie führen im übrigen auch nicht zu einer Erhöhung des CO2-Gehalts in der Atmosphäre. Vorgestellt wird das zweistufige, im Forschungszentrum Karlsruhe entwickelte bioliq-Konzept, das eine großtechnische und damit wirtschaftliche Erzeugung von Kraftstoffen möglich macht. Neben einem Gebäudemodell der bioliq-Anlage ist eine Zapfsäule aus den 50-er Jahren Blickfang.

Die bioliq-Pilotanlage am Forschungszentrum Karlsruhe.
Astroteilchenphysik
KATRIN, das KArlsruhe TRItium Neutrino Experiment, soll eine der spannendsten Fragen der Physik klären: Wie groß ist die Masse des Elementarteilchens Neutrino und welche Rolle spielt es bei der Entwicklung unseres Universums? Dazu wird in einem sehr hochauflösenden Spektrometer die Energie der Elektronen gemessen. KATRIN ist insgesamt 70 Meter lang und besteht aus drei Hauptkomponenten: einer hochintensiven Tritium-Quelle zur Erzeugung der Elektronen, einem System aus zwei Spektrometern zur Bestimmung ihrer Energie sowie einem Detektor für den Nachweis der Elektronen. Die Messung der Neutrinomasse stellen wir in Form eines Flippers dar. Die Flipper-Kugel steht exemplarisch für das Neutrino.
Nano- und Mikrotechnologie
Die Mikrosystemtechnik und die Nanotechnologie sind zwei einander ergänzende Disziplinen der Miniaturisierung in Wissenschaft und Technik. Die Nanotechnologie erlaubt den Zugriff auf bislang ungenutzte, völlig neuartige Effekte. Die Mikrosystemtechnik ermöglicht den Aufbau kompletter Systemlösungen. Das Zentrum NanoMikro, das am KIT bis zum 1.1.2008 gegründet wird, wird das größte Zentrum in der Nanotechnologie und Mikrosystemtechnik in Deutschland sein. Im Exponat spiegeln sich an selbst bewegenden vier kleinen Roboterarmen die Themen Nano- und Mikrofertigung, Nanoskalige Materialien, Photonik und Nanobiologie.
Angewandte Lichttechnik, Lichtmesstechnik und visuelle Optik
Hohe Unfallzahlen im Straßenverkehr zeigen, wie wichtig hervorragende Scheinwerfer sind. „Sehen, gesehen werden und niemanden blenden“, um dieser Maxime gerecht zu werden, arbeiten Ingenieure stets an verbesserten Konzepten mit neuen innovativen Lichtverteilungen.
Zu sehen ist der Simulationsscheinwerfer „Voxellight“. Er bietet mit 32 verstellbaren Modulen aus je vier Leuchtdioden die Möglichkeit, verschiedene Lichtverteilungen zu erzeugen und zu testen.

Optimale Ausleuchtung:
Der Simulationsscheinwerfer Voxellight.
Die Fotos können in druckfähiger Qualität per E-Mail oder telefonisch unter 0721/608-2089 angefordert werden.

Das Karlsruher Institut für Technologie (KIT) ist der Zusammenschluss zwischen der Universität Karlsruhe und dem Forschungszentrum Karlsruhe. Gemeinsam arbeiten hier 8000 Beschäftigte mit einem jährlichen Budget von 600 Millionen Euro. Im KIT bündeln beide Partner ihre wissenschaftlichen Fähigkeiten und Kapazitäten, richten die dafür optimalen Forschungsstrukturen ein und entwickeln gemeinsame Strategien und Visionen.

Mit KIT entsteht eine Institution international herausragender Forschung und Lehre in den Natur- und Ingenieurwissenschaften. KIT soll Attraktionspunkt für die besten Köpfe aus der ganzen Welt werden, neue Maßstäbe in Lehre und Nachwuchsförderung setzen und das führende europäische Zentrum in der Energieforschung bilden. Im Bereich der Nanowissenschaften will KIT eine weltweit führende Rolle einnehmen. Ziel von KIT ist es, einer der wichtigsten Kooperationspartner für die Wirtschaft zu sein.

Dr. Elisabeth Zuber-Knost | Uni Karlsruhe
Weitere Informationen:
http://www.uni-karlsruhe.de
http://www.kit.edu/fzk/idcplg?IdcService=KIT&node=4211&document=ID_059871

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