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CeBIT: die größten Tops und Flops

11.03.2002


Die CeBIT ist kein zuverlässiges Trendbarometer – ein Rückblick auf die letzten fünf Jahre

Schneller, größer, besser – auch in diesem Jahr soll die CeBIT wieder alles zuvor da Gewesene in den Schatten stellen. Doch die CeBIT verliert zunehmend ihre Stellung als Trendbarometer der Computerwelt. Zu oft erwiesen sich die Topthemen der vergangenen Jahre als teure Flops, so die Einschätzung der Mummert + Partner Unternehmensberatung.

Flopthema Nummer eins des letzten Jahres war der Funkstandard Bluetooth: Die drahtlose Verbindung zwischen Kleingeräten wurde Anfang 2001 deutlich überschätzt. Für dieses Jahr wird erneut der Marktdurchbruch vorausgesagt – doch gesichert ist er längst nicht. Nach wie vor haben sich noch nicht alle Handyhersteller auf den Standard geeinigt.

Im Jahre 2000 hagelte es gleich mehrere Flops. Einer davon: die einst gefeierten Start-up-Unternehmen. Auf der CeBIT waren sie noch Lieblingskinder der Branche, doch bereits Ende des Jahres steckte Deutschland mitten in der Dot.com-Krise. Unzählige Jungunternehmen gingen Pleite, das Geld der Kapitalgeber wurde in bisher unerreichten Dimensionen verbrannt. Technisch war Voice over IP, das Telefonieren übers Web, einer der Fehlstarter des Jahres. Das Internet war der Sprachübertragung nicht gewachsen, die Bandbreiten reichten nicht aus.

Top-Flop des Jahres 1999: der sprechende und Sprache verstehende Computer. Die auf der damaligen CeBIT vorgeführten Prototypen haben heute immer noch nicht die Marktreife erlangt: Hat der Anwender einen Schnupfen, versteht das System nichts mehr – bis auf weiteres führt also an der Tastatur kein Weg vorbei.

Die Datenübertragung per Satellitenschüssel war der Flop der CeBIT 1998. Der Satellitenempfang sollte – lange bevor das schnelle Kabel-Internet DSL auf den Massenmarkt kam – das komfortable Internet der Zukunft liefern. Doch daraus wurde nichts. Das Internet aus dem Orbit ist bis heute ohne Chancen am Markt.

Der Misserfolg des Jahres 1997: das interaktive Fernsehen. Es sollte PC-Technologie für die ganze Familie ins Wohnzimmer bringen. Nichts davon ist bisher realisiert worden. Experten erwarten den Marktdurchbruch erst für 2006.

Es gab neben den vielen Flops aber auch Erfolge. Das Highspeed-Internet beispielsweise war das Topthema des Jahres 2001. Die schnelle DSL-Flatrate galt als Wachstumsmotor. Zu Recht: Weltweit hat die Zahl der DSL-Anschlüsse inzwischen die 10-Millionen-Grenze überschritten. T-Online verzeichnete Ende 2001 mehr als eine halbe Million DSL-Flatrate-Kunden.

Das Topthema 2000: Sicherheit rückte in den Fokus der Öffentlichkeit. Der Grund: Im Februar 2000 wurden große Online-Shops einfach mit tausenden Scheinanfragen lahm gelegt. Das Marktpotenzial von Sicherheitssoftware soll bis 2005 auf etwa 60 Milliarden US-Dollar anwachsen.

Das Schwerpunktthema Telekommunikation füllte 1999 acht der 26 Hallen. Der erste Schritt in Richtung Mobile Computing wurde ebenfalls getan: Sieger des Jahres unter den Geräten sind die Handheld-PCs (PDA, Personal Digital Assistant). Die Taschencomputer verdoppelten von 1999 zum Jahr 2000 ihre Verkaufszahlen auf knapp 10 Millionen Geräte.

Topthemen 1998: Bei der Computertechnologie sorgten ISDN-Karten, schnelle Netzwerke und der USB-Standard (Universal Serial Bus) für die Verbindung von PC und Peripheriegeräten für Furore. Der Mobilfunk aber stellte alles in den Schatten: Die Expansion des Handygeschäftes begann, Netzbetreiber kämpften um das größte Stück des Megamarktes. Tatsächlich folgten goldene Jahre für die Anbieter – bis Anfang 2000 wurden 40 Millionen Mobiltelefone abgesetzt.

Mummert + Partner ist eine der führenden europäischen Unternehmensberatungen für Dienstleistungsunternehmen. Zu den Kunden zählen vor allem Kreditinstitute, Versicherungen, öffentliche Dienstleister, die Energiewirtschaft und das Gesundheitswesen. Darüber hinaus berät das Unternehmen weitere Dienstleistungsunternehmen in speziellen Aufgabenstellungen, für die Mummert + Partner hervorragendes Know-how besitzt. Beispiele hierfür sind Telekommunikations- und Logistikunternehmen. Mit 1.350 Mitarbeitern und einem Umsatz von rund 191,2 Millionen Euro (Konzern im Geschäftsjahr 2000) gehört Mummert + Partner zu den Top Ten der Branche in Deutschland.

Jörg Forthmann | Presse- und Öffentlichkeitsarbei

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