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7. "E-world energy & water" in Essen eröffnet

06.02.2007
NRW-Wirtschaftsministerin Christa Thoben:
- 16.500 Arbeitsplätze bei regenerativer Energiewirtschaft NRW
- NRW Vorreiter bei Energie-Effizienzkonzepten in Europa

Das Ministerium für Wirtschaft, Mittelstand und Energie NRW teilt mit:

Der ungebremste Anstieg der Energiepreise und wachsendes Umweltbewusstsein lassen die Investitionen in Energiesparmaßnahmen und innovative Techniken sprunghaft anwachsen. So wurden 2006 in Deutschland nach Angaben des Bundesindustrieverbandes Haus-, Energie- und Umwelttechnik (BDH) knapp 200 Prozent mehr Wärmepumpen, rund 70 Prozent mehr Pelletheizungen und 60 Prozent mehr Solarwärmeanlagen als im Vorjahr verkauft.

Die deutsche Industrie ist weltweit Marktführer bei erneuerbaren Energien. Davon profitiert auch Nordrhein-Westfalen als Energieland Nr. 1. Die aktuelle Studie des IWR (Internationales Wirtschaftsforum Regenerative Energien in Münster), weist für NRW im Jahr 2005 16.500 Arbeitsplätze in 3000 Unternehmen der regenerativen Energiewirtschaft aus. Dort wurde ein Umsatz von 4,2 Mrd. € erzielt. "Gegenüber dem Vorjahr war dies eine Steigerung um 20 Prozent. Gute wirtschaftliche Aussichten also, vor allem aufgrund eines stark wachsenden Weltmarktes", sagte NRW-Wirtschaftsministerin Christa Thoben heute (6.2.2007) zur Eröffnung der siebten Energiemesse "E-world energy & water" in der Messe Essen.

Vorbildliche Initiative zur Effizienzsteigerung

Mit der Energieeffizienzoffensive "NRW spart Energie" will die Landesregierung deutlich mehr Energieeinsparungen erreichen und die Marktchancen der Energietechnologiehersteller im Land steigern. "Die Beratungen der EnergieAgentur.NRW haben gezeigt, dass sich in nahezu jedem Unternehmen Einsparpotenziale zwischen 10 und 30 Prozent finden", so die Ministerin. In den vergangenen vier Jahren haben nur rund 30 Prozent der Unternehmen, die Interesse an Energieeffizienz bekundeten, tatsächlich Effizienzmaßnahmen umgesetzt.

Fachleute rechnen damit, dass sich dieser Prozentsatz angesichts steigender Energiepreise erhöhen lässt.

Steigende Energiekosten belasten auch die privaten Haushalte. Deshalb liegt ein Arbeitsschwerpunkt der EnergieAgentur.NRW im Rahmen der Initiative "Mein Haus spart" auch im Bereich des energieeffizienten Bauens und Wohnens. In NRW gibt es rund 8,3 Mio. Wohnungen, von denen drei Viertel vor 1977 errichtet worden sind. Das Marktpotenzial für bauliche Energiesparinvestitionen wird bundesweit auf rund 350 Milliarden Euro geschätzt. Hinter der Gebäudemodernisierung verbirgt sich also eine doppelte Chance: Einerseits für private Haushalte, die durch geringere Energiekosten entlastet werden und auf der anderen Seite für die wirtschaftliche Entwicklung, vor allem für die mittelständischen Unternehmen in der Baubranche.

Hintergrund:

Zur "E-world energy & water" vom 6.-8. Februar werden weit über 400 Aussteller aus 18 Ländern und über 12.000 Fachbesucher in der Messe Essen erwartet. Bei 30 Kongressen sind die Kraftwerkstechnik, Energiemix und Netzzugang sowie politische Entwicklungen im Wassermarkt thematische Schwerpunkte. Die EnergieAgentur.NRW richtet am Eröffnungstag, 6.2., ihren 11. Fachkongress Zukunftsenergien mit über 800 Teilnehmern aus. In den drei Nachmittagsforen werden die Themen Solarthermische Kraftwerke, Biogene Kraftstoffe sowie Energieeffizientes und solares Bauen behandelt. Das Partnerland Niederlande präsentiert sich mit einem Gemeinschaftsstand und zahlreichen niederländischen Energieexperten.

Iris Thiele | EnergieAgentur.NRW
Weitere Informationen:
http://www.energieagentur.nrw.de

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