Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Vernetzung auf allen Ebenen treibt den Markt für Automatisierung an

16.02.2005


Pneumatisch oder elektrisch: Moderne Steuerungen können unabhängig von der Art des Antriebs programmiert werden

... mehr zu:
»Antrieb »HANNOVER »MESSE »Steuerung

Die Automatisierung greift weltweit um sich. Vor allem auf den Emer­ging Markets in China, Russland, Südost-Asien, Lateinamerika und im mittleren Osten steigt die Nachfrage nach Lösungen und Komponenten. Das macht diese Länder nach Ansicht des Zentralverbandes Elektrotech­nik- und Elektronikindustrie e. V. (ZVEI), Frankfurt/Main, zu Wachstums­motoren der deutschen Automatisierungsindustrie. "Wir erwarten zu Beginn des Jahres 2005 stabile Auftragseingänge", sagt Dr. Gunther Kegel, Vorstandsmitglied des Fachverbandes Automation im ZVEI. Welt­weit wachse der Automatisierungsmarkt derzeit um sechs bis acht Pro­zent, und für neue Technologien seien sogar zweistellige Wachs­tumsra­ten zu erwarten.

Die hiesigen Hersteller, die aktuell rund 13 Prozent des weltweiten Bedarfs an Automatisierungstechnik liefern, sehen sich zurzeit auf dem Weltmarkt gut positioniert: "Technologisch bestimmend" seien sie geblieben, wie es Kegel formuliert. Somit sind sie in einer guten Aus­gangslage, um sich in Hannover dem internationalen Publikum auf der "Factory Automation" und "INTERKAMA+" zu präsentieren, die vom 11. bis 15. April 2005 unter dem Dach der HANNOVER MESSE stattfinden. Was sie zu bie­ten haben, ist die Basis für die rationellere Fertigung in den kommenden Jahren.


Wenn sie auf lange Sicht erfolgreich sein wollen, müssen die Hersteller jedoch beim Entwickeln den Blick nicht nur auf ihre eigenen Produkte, sondern auf das große Ganze richten. "Es geht darum, komplette Prozess­ketten zu betrachten", sagt Kegel. Diese Tatsache zwinge die Unterneh­men dazu, neue technologische Trends zu verfolgen. Um durchgängig zu automatisieren, sollen beispielsweise Informationen aus dem gesamten Unternehmen leicht zugänglich sein, sowohl den Betriebswirtschaftlern im Büro als auch den Mitarbeitern in der Fertigungshalle, die ihre Maschinen und Anlagen je nach Auftragslage bestücken müssen. Noch gibt es keine Einigkeit dar­über, wie so ein übergreifender Datenaus­tausch informationstechnisch am besten zu erreichen ist. Experten wie Professor Klaus Bender von der TU München rechnen damit, dass es noch fünf bis zehn Jahre dauern wird, bis Veränderungen am Markt spürbar werden und beispielsweise das aus der Bürowelt bekannte Protokoll Ethernet auch in der Industrie verbreitet Anwendung findet. Eine Reihe unterschiedlicher Lösungsansätze dafür, wie die auf Ethernet basierende Kommunikation in der Fertigung aussehen könnte, präsentieren die Feldbus-Nutzerorganisationen auf der HANNOVER MESSE 2005.

Wer erfolgreich automatisieren will, muss jedoch auch heute schon auf der Ebene einer einzelnen Maschine oder Anlage für funktionierende Kommunikation sorgen - denn nur, wenn alle Komponenten vom Motor über den Sensor bis zur Bildverarbeitung in der Qualitätskontrolle auf das gleiche Kommando hören, läuft der Prozess. Alle diese Bereiche sind auf der HANNOVER MESSE 2005 vertreten und ermögli­chen es dem Besucher, sich einen umfassenden Überblick über die tech­nischen Entwicklungen zu verschaffen.

Ein Beispiel für das Zusammenspiel der Komponenten sind Steuerungen und Antriebe, die bisher der Ingenieur, der eine Anlage konzipierte, unter einen Hut zu bringen hatte. Wer aber elektrische und hydraulische Antriebe kombinieren muss und darüber hinaus seine Komponenten von verschiedenen Herstellern bezieht, hat unter Umständen einiges zu tun. Damit sich die Achsen nach Wunsch bewegen, müssen nicht nur Steue­rung und Aktorik über denselben Bus ihre Daten austauschen. Für einen elektrischen Antrieb muss der Anwender die Steuerung auch anders pro­grammieren als für einen hydraulischen, dessen Hydrauliköl sich im Betrieb erwärmt und damit seine Reaktion auf einen Befehl verändert.

Führende Automatisierungsunternehmen nehmen sich dieser Problema­tik an und entwickeln komplette Systeme, deren Komponenten von vornherein aufeinander abgestimmt sind. So kann eine moderne Steue­rung dem Anwender helfen, seine Arbeit schneller zu erledigen. So, wie ein Computer ein weiteres Laufwerk bekommt, lässt sich auch eine Steu­erung mit einer Reglerkarte erweitern. Die dort hinterlegte Software kal­kuliert das abweichende Verhalten einer hydraulischen Achse in ihren Befehlen mit ein. So kann der Anwender seine Steuerung unabhängig davon programmieren, welchen Antrieb er gewählt hat. Eingesetzt wer­den solche Lösungen in Umformmaschinen oder in der Kunststoffverar­beitung, wo dieselbe Steuerung in einer Anlage bis zu 20 hydraulische oder elektrisch angetriebene Achsen anspricht. Neue Entwicklungen aus diesem Bereich werden im April in Hannover zu sehen sein.

Gerade für Besucher, die sich für diesen Teilbereich der Vernetzung von Komponenten interessieren, ist die HANNOVER MESSE 2005 die ideale Informationsbörse, da in diesem Jahr parallel zur "Factory Automation" und "INTERKAMA+" die gesamte Antriebs- und Fluidtechnik im Rahmen der "Motion, Drive & Automation" (MDA) vertreten sein wird.

Tanja Meyer | Deutsche Messe AG
Weitere Informationen:
http://www.messe.de

Weitere Berichte zu: Antrieb HANNOVER MESSE Steuerung

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Messenachrichten:

nachricht Effizienz steigern, Kosten senken!
17.08.2017 | Rittal GmbH & Co. KG

nachricht Maßgeschneiderte Lösungen für APos-Maschinen: Kamerasystem Keyence CV-X100
11.08.2017 | Heun Funkenerosion GmbH

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Messenachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Unterwasserroboter soll nach einem Jahr in der arktischen Tiefsee auftauchen

Am Dienstag, den 22. August wird das Forschungsschiff Polarstern im norwegischen Tromsø zu einer besonderen Expedition in die Arktis starten: Der autonome Unterwasserroboter TRAMPER soll nach einem Jahr Einsatzzeit am arktischen Tiefseeboden auftauchen. Dieses Gerät und weitere robotische Systeme, die Tiefsee- und Weltraumforscher im Rahmen der Helmholtz-Allianz ROBEX gemeinsam entwickelt haben, werden nun knapp drei Wochen lang unter Realbedingungen getestet. ROBEX hat das Ziel, neue Technologien für die Erkundung schwer erreichbarer Gebiete mit extremen Umweltbedingungen zu entwickeln.

„Auftauchen wird der TRAMPER“, sagt Dr. Frank Wenzhöfer vom Alfred-Wegener-Institut, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung (AWI) selbstbewusst. Der...

Im Focus: Mit Barcodes der Zellentwicklung auf der Spur

Darüber, wie sich Blutzellen entwickeln, existieren verschiedene Auffassungen – sie basieren jedoch fast ausschließlich auf Experimenten, die lediglich Momentaufnahmen widerspiegeln. Wissenschaftler des Deutschen Krebsforschungszentrums stellen nun im Fachjournal Nature eine neue Technik vor, mit der sich das Geschehen dynamisch erfassen lässt: Mithilfe eines „Zufallsgenerators“ versehen sie Blutstammzellen mit genetischen Barcodes und können so verfolgen, welche Zelltypen aus der Stammzelle hervorgehen. Diese Technik erlaubt künftig völlig neue Einblicke in die Entwicklung unterschiedlicher Gewebe sowie in die Krebsentstehung.

Wie entsteht die Vielzahl verschiedener Zelltypen im Blut? Diese Frage beschäftigt Wissenschaftler schon lange. Nach der klassischen Vorstellung fächern sich...

Im Focus: Fizzy soda water could be key to clean manufacture of flat wonder material: Graphene

Whether you call it effervescent, fizzy, or sparkling, carbonated water is making a comeback as a beverage. Aside from quenching thirst, researchers at the University of Illinois at Urbana-Champaign have discovered a new use for these "bubbly" concoctions that will have major impact on the manufacturer of the world's thinnest, flattest, and one most useful materials -- graphene.

As graphene's popularity grows as an advanced "wonder" material, the speed and quality at which it can be manufactured will be paramount. With that in mind,...

Im Focus: Forscher entwickeln maisförmigen Arzneimittel-Transporter zum Inhalieren

Er sieht aus wie ein Maiskolben, ist winzig wie ein Bakterium und kann einen Wirkstoff direkt in die Lungenzellen liefern: Das zylinderförmige Vehikel für Arzneistoffe, das Pharmazeuten der Universität des Saarlandes entwickelt haben, kann inhaliert werden. Professor Marc Schneider und sein Team machen sich dabei die körpereigene Abwehr zunutze: Makrophagen, die Fresszellen des Immunsystems, fressen den gesundheitlich unbedenklichen „Nano-Mais“ und setzen dabei den in ihm enthaltenen Wirkstoff frei. Bei ihrer Forschung arbeiteten die Pharmazeuten mit Forschern der Medizinischen Fakultät der Saar-Uni, des Leibniz-Instituts für Neue Materialien und der Universität Marburg zusammen Ihre Forschungsergebnisse veröffentlichten die Wissenschaftler in der Fachzeitschrift Advanced Healthcare Materials. DOI: 10.1002/adhm.201700478

Ein Medikament wirkt nur, wenn es dort ankommt, wo es wirken soll. Wird ein Mittel inhaliert, muss der Wirkstoff in der Lunge zuerst die Hindernisse...

Im Focus: Exotische Quantenzustände: Physiker erzeugen erstmals optische „Töpfe" für ein Super-Photon

Physikern der Universität Bonn ist es gelungen, optische Mulden und komplexere Muster zu erzeugen, in die das Licht eines Bose-Einstein-Kondensates fließt. Die Herstellung solch sehr verlustarmer Strukturen für Licht ist eine Voraussetzung für komplexe Schaltkreise für Licht, beispielsweise für die Quanteninformationsverarbeitung einer neuen Computergeneration. Die Wissenschaftler stellen nun ihre Ergebnisse im Fachjournal „Nature Photonics“ vor.

Lichtteilchen (Photonen) kommen als winzige, unteilbare Portionen vor. Viele Tausend dieser Licht-Portionen lassen sich zu einem einzigen Super-Photon...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

European Conference on Eye Movements: Internationale Tagung an der Bergischen Universität Wuppertal

18.08.2017 | Veranstaltungen

Einblicke ins menschliche Denken

17.08.2017 | Veranstaltungen

Eröffnung der INC.worX-Erlebniswelt während der Technologie- und Innovationsmanagement-Tagung 2017

16.08.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Eine Karte der Zellkraftwerke

18.08.2017 | Biowissenschaften Chemie

Chronische Infektionen aushebeln: Ein neuer Wirkstoff auf dem Weg in die Entwicklung

18.08.2017 | Biowissenschaften Chemie

Computer mit Köpfchen

18.08.2017 | Informationstechnologie