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Hannover Messe mit neuem Konzept - 5000 Aussteller in 2004 erwartet

29.10.2003


Mit einem neuen Konzept will die Deutsche Messe AG die größte Industrieschau der Welt neu beleben. Von 2004 an werde sich die Hannover Messe auf die drei zentralen Themenbereiche Technologien, Innovationen und Automation konzentrieren, sagte Messe-Vorstand Sepp D. Heckmann am Dienstag in Hannover. Er sprach von einer «erfolgreichen Weichenstellung». Unter anderem werde es 2004 eine Zusammenarbeit mit Volkswagen geben. Der Wolfsburger Autobauer werde anhand der Produktion des neuen Golf und VW-Busses zeigen, was in der modernen automatisierten Fertigung möglich ist.



Ein halbes Jahr vor Beginn haben sich bereits 4000 Aussteller für 125 000 Quadratmeter angemeldet. Insgesamt würden im nächsten Jahr mehr als 5000 Firmen erwartet, was in etwa dem Niveau von 2003 entspricht. Im vergangenen April waren zwar 6240 Aussteller nach Hannover gekommen. Die geringere Zahl für 2004 ergebe sich durch das Auskoppeln der Fachmesse Cemat, die künftig eigenständig ist. Die Zahlen seien bislang zufrieden stellend und lägen in den Planungen, sagte Heckmann.

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In den vergangenen Jahren hatte die größte Industriemesse der Welt stark unter der flauen Konjunktur gelitten. Immer weniger Aussteller und Besucher waren zu der wichtigsten Messe der Industrie gekommen, 2003 zählte die Messe noch 6240 Aussteller (2002: 6470) sowie 200 000 Besucher, ein Fünftel weniger als 2002. Sie rückte immer weiter in den Schatten der ebenfalls in Hannover ausgerichteten Computermesse CeBIT. Aber auch die CeBIT hatte 2003 mit mehr als 6500 Ausstellern im Vergleich zum Vorjahr auf rund 20 Prozent der Firmen verzichten müssen.

Heckmann sagte, auf der Hannover Messe werde der Bereich Technologie zeigen, welche Komponenten und Systeme in der Zukunft die industrielle Fertigung bestimmen werden. Neue Werkstoffe und Verfahren präsentiere der Bereich Innovationen. Die Automation sei der Schlüssel für die kosten- und qualitätsoptimierte Fertigung. Die Veranstaltung im April nächsten Jahres werde unter dem Motto «Wissen, was morgen machbar ist» stehen.

Heckmann beklagte, es gebe in Deutschland mit insgesamt 2,5 Millionen Quadratmetern Ausstellungsfläche enorme Überkapazitäten bei den Messeveranstaltern. Diese Situation würde sich durch die Ausbaupläne der Messen in München, Frankfurt und Düsseldorf weiter verschärfen. Der Versuch, zielgruppengerechte Veranstaltungen zu kreieren, führe zu einem «Wildwuchs». Scheinbar beliebig würden neue Veranstaltungen ins Leben gerufen - «und all zu oft auch wieder begraben».

| pro-physik.de
Weitere Informationen:
http://www.hannovermesse.de

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