Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Qualität für elektronische Weiterbildung

22.01.2003


Fraunhofer IESE präsentiert E-Learning-Lösungen auf der Fachmesse Learntec, 4. bis 7. Februar in Karlsruhe



Der Einsatz von Multimedia in der betrieblichen Weiterbildung lohnt sich nur, wenn Technik und Inhalte einer strengen Qualitätskontrolle unterzogen werden. Experten des Kaiserslauterer Fraunhofer-Instituts für Experimentelles Software Engineering (IESE) zeigen auf der Fachmesse Learntec in Karlsruhe vom 4. bis 7. Februar 2003, welche Methoden an ihrem Institut entwickelt worden sind, um die Qualität von E-Learning zu gewährleisten. An einem konkreten Beispiel aus dem Gebiet Weiterbildung für Softwareentwickler wird demonstriert, wie fortgeschrittene Technik und traditionelle Lehrverfahren optimal im Sinne des Blended Learning verbunden werden können. Im Rahmen der Entwicklung eines "Qualifizierungsbaukasten Objektorientierte Softwareentwicklung" entstand am Fraunhofer IESE ein Online-Kurs, der kollaboratives Lernen ermöglicht. Er ist ein Musterbeispiel für die ingenieurwissenschaftlich fundierte Entwicklung eines E-Learning-Produktes, das höchsten Ansprüchen hinsichtlich Einsetzbarkeit, Verfügbarkeit und Lernergonomie entspricht.



Informationen über die E-Learning-Angebote des Fraunhofer IESE gibt es an zwei Orten: dem Gemeinschaftsstand der Fraunhofer-Gesellschaft in der Gartenhalle, Standnummer 352 und der Wissensinsel "Analyse, Auswahl von Tools, Content, Qualitätskriterien und Qualitätssicherung" in der Stadthalle, Stand 132, am Freitag, 7. Februar.

Weiterbildung "Just-in-Time"

Der auf der Learntec vorgestellte E-Learning-Kurs "UML interaktiv für Entwurfsingenieure" ist ein beispielhaftes Online-Tutorial, das Grundkenntnisse moderner Softwareentwicklung vermittelt. Er entstand vor dem Hintergrund einer aktuellen Mangellage in der Softwareindustrie. Technische Erfordernisse erzwingen die Einführung modellbasierter Entwicklungsverfahren. Es fehlt jedoch an entsprechend qualifiziertem Personal. Da auf dem Arbeitsmarkt nicht genügend Fachkräfte bereitstehen, kann die Qualifikationslücke nur durch betriebsinterne Schulungen geschlossen werden. In dieser Situation sind Lernverfahren gefragt, die sich in den Arbeitsalltag integrieren lassen. Die Bildungsinhalte sollten in kleinen Paketen angeboten werden und möglichst jederzeit zur Verfügung stehen. Der Lernaufwand sollte schnell zum Erfolg führen.

Vor dem Hintergrund dieses Bedarfs wurde am Fraunhofer IESE speziell für Softwareunternehmen eine Weiterbildungsstrategie nach dem Motto "just-in-time" entwickelt. Lerninhalte wurden weitgehend modularisiert und auf Hypermedia-Dokumenten abgebildet. Somit wird dem Lernenden der Zugriff aus verschiedenen Perspektiven ermöglicht. Technische Voraussetzungen sowohl zum individuellen als auch gemeinschaftlichen Lernen in einer verteilten Arbeitsumgebung wurden geschaffen. Zusätzlich wurden Präsenzlehrangebote integriert, die den Bedarf nach persönlicher Interaktion abdecken. Coaching unterstützt den Lernenden in seinem Lernfortschritt. Eine Prüfung bildet den Schlussstein. So entstand ein Qualifizierungsbaukasten, der den modernen didaktischen Ansatz des Blended Learning mit den besonderen Anforderungen von Softwareunternehmen nach einer umfassenden Unterstützung bei Planung und Umsetzung von Qualifikationsmaßnahmen verbindet.

Der Online-Kurs "UML interaktiv für Entwurfsingenieure" ist ein wesentlicher Baustein dieses Qualifizierungssystems. Besuchern der Learntec wird auf dem Stand des Fraunhofer IESE (im Rahmen des Gemeinschaftsstandes der Fraunhofer-Gesellschaft, Gartenhalle, Standnummer 352) dieser Kurs in methodischer und technischer Hinsicht erläutert. Darüber hinaus wird lebensnah vorgeführt, wie kollaboratives Lernen am PC funktioniert. In einer simulierten Lernsituation kann der Besucher selbst ausprobieren, wie man direkt am Arbeitsplatz die UML-Technik erlernen kann, im Online-Dialog mit Kollegen und Tutoren.

Qualitätssicherung für Weiterbildung

Weitere Informationen, speziell zum Thema Qualitätssicherung in virtuellen Lehr-Lern-Szenarien, vermitteln Fachleute des Fraunhofer IESE auf der Wissensinsel "Analyse, Auswahl von Tools, Content, Qualitätskriterien und Qualitätssicherung" in der Stadthalle, Stand 132, am 7. Februar. Hier präsentiert sich die virtuelle IKT-Akademie via-it, ein vom Land Rheinland-Pfalz und der Europäischen Union gefördertes Projekt. Unter der Federführung des Fraunhofer IESE wird im Rahmen dieses Vorhabens das Ziel verfolgt, Weiterbildungsangebote zu Themen aus dem Bereich der Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) in einem Internetportal anbieterneutral zu bündeln. Besonderen Wert legt die Virtuelle IKT-Akademie Rheinland-Pfalz dabei auf die Qualität der angebotenen Maßnahmen. Eigens hierfür wurde ein Konzept zur Qualitätssicherung und Evaluation von Lerninhalten erarbeitet und erprobt.

Welche Ansätze für die Bewertung und Zertifizierung von

E-Learning-Content derzeit existieren, worin Stärken und mögliche Probleme bestehen und wie via-it diese lösen wird, dazu geben die Fraunhofer-Fachleute Anbietern von
IT-Weiterbildungsmaßnahmen gerne Auskunft. Aber auch der Endnutzer kann sich Rat holen, wenn er zum Beispiel wissen will, wie er selbst Weiterbildungsangebote beurteilen kann.

Petra Steffens | Fraunhofer-IESE
Weitere Informationen:
http://www.iese.fhg.de/Press_Media/learntec2003/

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Messenachrichten:

nachricht Digitalisierung von HR-Prozessen – tisoware auf der Personal Nord und Süd
21.03.2017 | tisoware Gesellschaft für Zeitwirtschaft mbH

nachricht Hochauflösende Laserstrukturierung dünner Schichten auf der LOPEC 2017
21.03.2017 | Fraunhofer-Institut für Lasertechnik ILT

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Messenachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Wegweisende Erkenntnisse für die Biomedizin: NAD⁺ hilft bei Reparatur geschädigter Erbinformationen

Eine internationale Forschergruppe mit dem Bayreuther Biochemiker Prof. Dr. Clemens Steegborn präsentiert in 'Science' neue, für die Biomedizin wegweisende Forschungsergebnisse zur Rolle des Moleküls NAD⁺ bei der Korrektur von Schäden am Erbgut.

Die Zellen von Menschen und Tieren können Schäden an der DNA, dem Träger der Erbinformation, bis zu einem gewissen Umfang selbst reparieren. Diese Fähigkeit...

Im Focus: Designer-Proteine falten DNA

Florian Praetorius und Prof. Hendrik Dietz von der Technischen Universität München (TUM) haben eine neue Methode entwickelt, mit deren Hilfe sie definierte Hybrid-Strukturen aus DNA und Proteinen aufbauen können. Die Methode eröffnet Möglichkeiten für die zellbiologische Grundlagenforschung und für die Anwendung in Medizin und Biotechnologie.

Desoxyribonukleinsäure – besser bekannt unter der englischen Abkürzung DNA – ist die Trägerin unserer Erbinformation. Für Prof. Hendrik Dietz und Florian...

Im Focus: Fliegende Intensivstationen: Ultraschallgeräte in Rettungshubschraubern können Leben retten

Etwa 21 Millionen Menschen treffen jährlich in deutschen Notaufnahmen ein. Im Kampf zwischen Leben und Tod zählt für diese Patienten jede Minute. Wenn sie schon kurz nach dem Unfall zielgerichtet behandelt werden können, verbessern sich ihre Überlebenschancen erheblich. Damit Notfallmediziner in solchen Fällen schnell die richtige Diagnose stellen können, kommen in den Rettungshubschraubern der DRF Luftrettung und zunehmend auch in Notarzteinsatzfahrzeugen mobile Ultraschallgeräte zum Einsatz. Experten der Deutschen Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin e.V. (DEGUM) schulen die Notärzte und Rettungsassistenten.

Mit mobilen Ultraschallgeräten können Notärzte beispielsweise innere Blutungen direkt am Unfallort identifizieren und sie bei Bedarf auch für Untersuchungen im...

Im Focus: Gigantische Magnetfelder im Universum

Astronomen aus Bonn und Tautenburg in Thüringen beobachteten mit dem 100-m-Radioteleskop Effelsberg Galaxienhaufen, das sind Ansammlungen von Sternsystemen, heißem Gas und geladenen Teilchen. An den Rändern dieser Galaxienhaufen fanden sie außergewöhnlich geordnete Magnetfelder, die sich über viele Millionen Lichtjahre erstrecken. Sie stellen die größten bekannten Magnetfelder im Universum dar.

Die Ergebnisse werden am 22. März in der Fachzeitschrift „Astronomy & Astrophysics“ veröffentlicht.

Galaxienhaufen sind die größten gravitativ gebundenen Strukturen im Universum, mit einer Ausdehnung von etwa zehn Millionen Lichtjahren. Im Vergleich dazu ist...

Im Focus: Giant Magnetic Fields in the Universe

Astronomers from Bonn and Tautenburg in Thuringia (Germany) used the 100-m radio telescope at Effelsberg to observe several galaxy clusters. At the edges of these large accumulations of dark matter, stellar systems (galaxies), hot gas, and charged particles, they found magnetic fields that are exceptionally ordered over distances of many million light years. This makes them the most extended magnetic fields in the universe known so far.

The results will be published on March 22 in the journal „Astronomy & Astrophysics“.

Galaxy clusters are the largest gravitationally bound structures in the universe. With a typical extent of about 10 million light years, i.e. 100 times the...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Rund 500 Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten über technologische Zukunftsthemen

24.03.2017 | Veranstaltungen

Lebenswichtige Lebensmittelchemie

23.03.2017 | Veranstaltungen

Die „Panama Papers“ aus Programmierersicht

22.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Rund 500 Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten über technologische Zukunftsthemen

24.03.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Förderung des Instituts für Lasertechnik und Messtechnik in Ulm mit rund 1,63 Millionen Euro

24.03.2017 | Förderungen Preise

TU-Bauingenieure koordinieren EU-Projekt zu Recycling-Beton von über sieben Millionen Euro

24.03.2017 | Förderungen Preise