Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Modernste CT-Technologie röngt schneller, als das Herz schlägt

24.11.2006
Dual-Source-Computertomograf österreichweit erstmalig in Salzburg im Einsatz

Die moderne Computertomografie (CT) hat sich in den letzten Jahren als eines der bedeutendsten bildgebenden Verfahren in der medizinischen Diagnostik entwickelt. Neueste Innovation ist die sogenannte „Dual Source Computertomografie“ (DSCT) der Firma Siemens (SOMATOM Definition). Der Begriff „Dual Source“ steht für die erste Computertomografie mit zwei Röntgenröhren in einem Gerät. Durch die Anwendung von zwei Röntgenstrahlern mit zwei Detektoren erlaubt das System detaillierte Untersuchungen in unvergleichlich kurzer Untersuchungszeit, bei bester Bildqualität und mit bis zur Hälfte der bisher nötigen Strahlung.

Das erste DSCT- Gerät wurde im Oktober 2005 an der Universität Erlangen installiert. Anfang des Jahres folgten weitere Installationen im Klinikum Großhadern in München und der Mayo Clinic in den USA. In Salzburg befindet sich derzeit im Institut Dr. Doringer Österreichs erste Gesundheitseinrichtung mit dieser innovativen Technologie. Am 24. November wird das Dual Source CT feierlich in der Innsbrucker Bundesstrasse 83a im Blauhaus eingeweiht.

Die Dual Source Computertomografie eröffnet ein breiteres Spektrum klinischer Anwendungsmöglichkeiten, das neben den üblichen CT- Untersuchungen nun auch die Möglichkeit der Herzdiagnostik umfasst.

So können am Salzburger Institut Dr. Doringer seit kurzem auch Menschen mit hoher Herzfrequenz und Herzunregelmäßigkeiten mittels modernster CT-Technologie genau untersucht werden – mit der Hälfte der bisher dafür nötigen Strahlung. Das Dual Source CT- Gerät ermöglicht dabei, selbst sehr schnell oder stark unregelmäßig schlagende Herzen zu diagnostizieren. Die extrem kurze Rotationszeit von 83 Millisekunden erlaubt eine hohe zeitliche Auflösung und die detailgenaue Darstellung der Herzkranzgefäße in höchster Bildqualität – und die bisher übliche Gabe von Medikamenten (Betablockern) zur Herabsetzung der Herzfrequenz vor der CT entfällt.

Von besonderer Bedeutung für die Früherkennung: Plaques, die Vorboten der koronaren Herzkrankheit, können mittels der Dual Source Computertomografie besser erkannt und sicherer bewertet werden.

Ein weiterer Vorteil der Technologie ist die Möglichkeit der dreidimensionalen Darstellung der untersuchten Körperregionen. Der Einsatz von zwei Röntgenröhren ermöglicht zudem vollkommen neue Untersuchungsmöglichkeiten. So können zur gleichen Zeit Scans mit unterschiedlichen Energiestufen jeder einzelnen Röhre durchgeführt werden. Hierbei entstehen zwei verschiedene Datensätze mit unterschiedlichen Messwerten für ein Körperorgan. Dadurch können krankhafte Veränderungen in einem Körperorgan genauer dargestellt werden.

Ein besonders wichtiger Punkt des Systems: Die Strahlenbelastung ist um bis zu 50% geringer. Ermöglicht wird dies durch die im Vergleich zu Single Source CT- Geräten (64 Zeiler) wesentlich kürzere Messzeit.

Dr. Ernst Doringer | pts - Presseinformation (A)
Weitere Informationen:
http://www.doringer.at

Weitere Berichte zu: CT-Technologie Computertomografie

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Medizintechnik:

nachricht Mehr Patientensicherheit: Neue Testmethoden für die Eignung von Implantaten für MRT-Untersuchungen
11.10.2017 | Ostbayerische Technische Hochschule Amberg-Weiden

nachricht DZHK-Studien: Strahlenfreie und nicht-invasive Diagnose der diastolischen Herzschwäche
10.10.2017 | Deutsches Zentrum für Herz-Kreislauf-Forschung e.V.

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Medizintechnik >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Sicheres Bezahlen ohne Datenspur

Ob als Smartphone-App für die Fahrkarte im Nahverkehr, als Geldwertkarten für das Schwimmbad oder in Form einer Bonuskarte für den Supermarkt: Für viele gehören „elektronische Geldbörsen“ längst zum Alltag. Doch vielen Kunden ist nicht klar, dass sie mit der Nutzung dieser Angebote weitestgehend auf ihre Privatsphäre verzichten. Am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) entsteht ein sicheres und anonymes System, das gleichzeitig Alltagstauglichkeit verspricht. Es wird nun auf der Konferenz ACM CCS 2017 in den USA vorgestellt.

Es ist vor allem das fehlende Problembewusstsein, das den Informatiker Andy Rupp von der Arbeitsgruppe „Kryptographie und Sicherheit“ am KIT immer wieder...

Im Focus: Neutron star merger directly observed for the first time

University of Maryland researchers contribute to historic detection of gravitational waves and light created by event

On August 17, 2017, at 12:41:04 UTC, scientists made the first direct observation of a merger between two neutron stars--the dense, collapsed cores that remain...

Im Focus: Breaking: the first light from two neutron stars merging

Seven new papers describe the first-ever detection of light from a gravitational wave source. The event, caused by two neutron stars colliding and merging together, was dubbed GW170817 because it sent ripples through space-time that reached Earth on 2017 August 17. Around the world, hundreds of excited astronomers mobilized quickly and were able to observe the event using numerous telescopes, providing a wealth of new data.

Previous detections of gravitational waves have all involved the merger of two black holes, a feat that won the 2017 Nobel Prize in Physics earlier this month....

Im Focus: Topologische Isolatoren: Neuer Phasenübergang entdeckt

Physiker des HZB haben an BESSY II Materialien untersucht, die zu den topologischen Isolatoren gehören. Dabei entdeckten sie einen neuen Phasenübergang zwischen zwei unterschiedlichen topologischen Phasen. Eine dieser Phasen ist ferroelektrisch: das bedeutet, dass sich im Material spontan eine elektrische Polarisation ausbildet, die sich durch ein äußeres elektrisches Feld umschalten lässt. Dieses Ergebnis könnte neue Anwendungen wie das Schalten zwischen unterschiedlichen Leitfähigkeiten ermöglichen.

Topologische Isolatoren zeichnen sich dadurch aus, dass sie an ihren Oberflächen Strom sehr gut leiten, während sie im Innern Isolatoren sind. Zu dieser neuen...

Im Focus: Smarte Sensoren für effiziente Prozesse

Materialfehler im Endprodukt können in vielen Industriebereichen zu frühzeitigem Versagen führen und den sicheren Gebrauch der Erzeugnisse massiv beeinträchtigen. Eine Schlüsselrolle im Rahmen der Qualitätssicherung kommt daher intelligenten, zerstörungsfreien Sensorsystemen zu, die es erlauben, Bauteile schnell und kostengünstig zu prüfen, ohne das Material selbst zu beschädigen oder die Oberfläche zu verändern. Experten des Fraunhofer IZFP in Saarbrücken präsentieren vom 7. bis 10. November 2017 auf der Blechexpo in Stuttgart zwei Exponate, die eine schnelle, zuverlässige und automatisierte Materialcharakterisierung und Fehlerbestimmung ermöglichen (Halle 5, Stand 5306).

Bei Verwendung zeitaufwändiger zerstörender Prüfverfahren zieht die Qualitätsprüfung durch die Beschädigung oder Zerstörung der Produkte enorme Kosten nach...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

DFG unterstützt Kongresse und Tagungen - Dezember 2017

17.10.2017 | Veranstaltungen

Intelligente Messmethoden für die Bauwerkssicherheit: Fachtagung „Messen im Bauwesen“ am 14.11.2017

17.10.2017 | Veranstaltungen

Meeresbiologe Mark E. Hay zu Gast bei den "Noblen Gesprächen" am Beutenberg Campus in Jena

16.10.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Sicheres Bezahlen ohne Datenspur

17.10.2017 | Informationstechnologie

Pflanzen gegen Staunässe schützen

17.10.2017 | Biowissenschaften Chemie

Den Trends der Umweltbranche auf der Spur

17.10.2017 | Ökologie Umwelt- Naturschutz