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Chemikalien können männliche Säuglinge schädigen

31.05.2005


Negative Auswirkungen der Phthalate direkt nachgewiesen



Chemikalien, die in zahlreichen Produkten enthalten sind, die täglich im Gebrauch sind, können die Entwicklung der männlichen Fortpflanzungsorgane schädigen. Zu diesem Ergebnis ist eine Studie der University of Rochester gekommen. Phthalate werden bei der Produktion von Plastik, Gleitmitteln und Lösungsmitteln eingesetzt. Sie sind in Kosmetikprodukten, medizinischer Ausrüstung, Spielzeug, Farben und Verpackungen enthalten. Der Kontakt mit diesen Chemikalien steht laut Studie mit einem höheren Risiko von genitalen Missbildungen in Zusammenhang. Die Forschungsergebnisse wurden in dem Fachmagazin Environmental Health Perspectives veröffentlicht.

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Frühere Studienprojekte mit Tieren hatten laut BBC nahe gelegt, dass Phthalate die Entwicklung der Fortpflanzungsorgane durch eine Störung der Hormonwerte schädigen. Bis jetzt waren Beweise für eine ähnliche Auswirkung auf den Menschen nicht in ausreichendem Maß vorgelegen. Die Wissenschafter untersuchten 134 Jungen. Frauen, in deren Blut sich größere Mengen von mit Phthalate in Zusammenhang stehenden Chemikalien befanden, eher Jungen mit Missbildungen im Genitalbereich zur Welt brachten. Zu diesen Anomalien gehörten hochstehende oder kleine Hoden, kleine Penisse oder eine geringere als normale Distanz zwischen den Genitalien und dem Anus. Es waren keine außerordentlich großen Mengen der Chemikalien für eine Schädigung erforderlich. Anomalien wurden bei Frauen gefunden, die Mengen der Chemikalien ausgesetzt waren, die unter jenen lagen, die bei einem Viertel der amerikanischen nachgewiesen werden können.

Michaela Monschein | pressetext.austria
Weitere Informationen:
http://www.rochester.edu
http://ehp.niehs.nih.gov

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